Unentdeckte Schätze in Deutschland
So vergruben gegen Ende des Zweiten Weltkriegs die Söhne von Ernst Heinrich Prinz von Sachsen, Dedo und Gero, und der Revierförster den Familienschatz in 43 Kisten in der Umgebung rund um das Schloss Moritzburg. Ein großer Teil der Schätze stammen aus dem Silberbergbau der Wettiner im Erzgebirge. Die sowjetische Besatzungsmacht grub einen großen Teil des Schatzes aus, nachdem der Förster den Ort des Versteckes unter Folter verriet. Die wertvollsten Teile sind neben dem Mohrenkopf-Pokal eine Münzsammlung und Teile des Tafelsilbers Augusts des Starken. Der sogenannte „Mohrenkopfpokal“ ist ein berühmtes Meisterwerk der deutschen Goldschmiedekunst der Spätrenaissance. Es ist ist ein prachtvoller, etwa 52 Zentimeter hoher Deckelpokal aus zweifarbig vergoldetem Silber. Die Kuppa und der Deckel formen den detailreichen Kopf eines jungen, dunkelhäutigen Mannes mit kostbarem Kopfputz. Das Gefäß diente als sogenannter „Willkomm“. Der obere Teil des Kopfes lässt sich abnehmen, um Gästen einen Begrüßungstrunk zu reichen. Der Florentiner Kaufmann Carlo Albertinelli gab das Stück in Auftrag. Er ließ darin die Wappensymbole seiner Familie (den „Mohrenkopf“ der Pucci und den Adler der Strozzi) bildlich umsetzen. Geschaffen wurde er um das Jahr 1600 von dem Nürnberger Goldschmied Christoph Jamnitzer . Der Schätzwert des Gesamtschatzes, von dem viele Teile noch immer verborgen liegen, umfasst weit über 12 Millionen Euro. Doch in Deutschland gibt es noch weit mehr zu entdecken. Viele wertvolle Schätze aus historischen Zeiten gelten bis heute als verschollen. Wer sich auf die Suche machen will, hat vielleicht bei folgenden Schätzen Glück.