Edgar Cayce
Edgar Cayce (1877–1945) war ein berühmtes US-amerikanisches Medium und bekannter Heiler des 20. Jahrhunderts. Cayce legte sich auf ein Sofa, schloss die Augen und versetzte sich in einen selbstinduzierten, schlafähnlichen Zustand. Er wird deshalb oft als der „schlafende Prophet“ bezeichnet. Aus dieser Trance heraus hatte er angeblich Zugriff auf das gesamte Wissen des Universums und das kollektive Unterbewusstsein. Cayce erklärte, dass er seine Informationen nicht durch Geister, sondern durch den bewussten Zugriff auf das „Buch des Lebens“ oder die Akasha-Chronik erhielt – ein feinstoffliches kosmisches Gedächtnisfeld, in dem jeder Gedanke, jedes Wort und jede Tat der Menschheitsgeschichte energetisch gespeichert ist. Er nannte seine Sitzungen readings (Lesungen). Der Großteil seiner Lesungen drehte sich um die Heilung von Krankheiten. Er postulierte, dass es einen blauen Heilstein atlantischen Ursprungs gebe, der auf einer Insel in der Karibik zu finden sei. Cayce war auch überzeugt, dass die Wissenschaft bald in der Lage sein würde, die menschliche Aura (das Energiefeld) fotografisch und messbar zu machen. Er prophezeite, dass die Medizin der Zukunft auf Schwingungen, Licht und Farben basieren wird, statt auf schweren Medikamenten. Er sah voraus, dass Krankheiten in Zukunft gezielt durch das Bestrahlen des Körpers mit bestimmten Farbfrequenzen geheilt werden. Jedes Organ schwingt laut Cayce in einer bestimmten Farbe, und Disharmonien lassen sich durch Lichtwellen korrigieren. Durch die Kombination von Schwingungsmedizin, richtiger Ernährung und spiritueller Ausrichtung sah er voraus, dass die menschliche Lebenserwartung in der Zukunft wieder drastisch ansteigen wird – ähnlich den biblischen Altersangaben. Schon 1927 prophezeite er, dass es zukünftig möglich sein wird, eine vollständige und absolut fehlerfreie medizinische Diagnose über nur einen einzigen Blutstropfen zu erstellen. Cayce prophezeite, dass die moderne Medizin die enorme Bedeutung der endokrinen Drüsen (wie Zirbeldrüse, Schilddrüse und Thymusdrüse) entschlüsseln wird. Er erklärte, dass diese Drüsen die physischen Gegenstücke zu den sieben spirituellen Energiezentren (Chakren) sind und als Transformatoren für kosmische Energien im Körper dienen. Cayce prophezeite, dass die Wissenschaft eine allgegenwärtige, feinstoffliche Lebensenergie messbar machen wird. Diese Od-Kraft, die alles Lebendige durchdringt, wird in Zukunft als Antriebskraft für Technologien und zur Regeneration des menschlichen Körpers genutzt. Cayce prophezeite, dass Forscher in der DNA weit mehr als nur biologische Erbinformationen finden werden. Er erklärte, dass traumatische Erfahrungen, Talente und spirituelle Neigungen aus früheren Leben als energetische Abdrücke in der Genetik verankert sind. Bis 1923 wurden die meisten seiner Lesungen nicht aufgezeichnet. Erst ab dann zeichnete eine Sekretärin sie auf. Derzeit sind rund 14.000 Lesungen verfügbar.
Prophezeiungen
| Cayce warnte bereits Jahre im Voraus vor einem massiven wirtschaftlichen Zusammenbruch in den USA. Der Börsencrash von 1929 bestätigte seine Prophezeiung. Er sagte ferner den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs, das Ende der Großen Depression und geologische Erdvorschiebungen voraus. Er prophezeite, dass Franklin D. Roosevelt und John F. Kennedy im Amt sterben würden. Auch diese Vorhersagen sind eingetreten. Eine weitere Prophezeiung, dass die Sowjetunion zusammenbrechen und aus Russland eine neue spirituelle Hoffnung für die Welt entstehen würde, ist bisher nicht eingetreten. Er sah hochentwickelte Luftfahrzeuge voraus, die keinen klassischen Treibstoff mehr benötigen. Stattdessen werden sie direkt durch die Nutzung und Umkehrung der Schwerkraft angetrieben. Er beschrieb eine futuristische, minimalistische Mode, die extrem zweckmäßig und an die veränderten klimatischen Bedingungen angepasst sein soll. Er behauptet, dass die Große Pyramide von Gizeh nicht als Grabmal, sondern als ein kosmisches Observatorium und eine Einweihungsstätte erbaut wurde und prophezeite, dass die Zukünftige Messungen von Schwingungen in den Kammern würden laut Cayce beweisen, dass die Pyramide durch die Kraft von Ton und Levitation errichtet wurde. Er sagte voraus, dass in Israel alte, verborgene Dokumente gefunden werden, die die exakte Physik hinter den biblischen Wundern und den Bau der Bundeslade wissenschaftlich erklären. Cayce sprach in seinen Lesungen selten von klassischen „Ufos“, erklärte jedoch, dass das Universum von unzähligen intelligenten Seelenformen bevölkert ist. Er prophezeite, dass die Menschheit erkennen wird, dass sie Teil einer riesigen, interplanetarischen Gemeinschaft ist und das Leben auf der Erde einst von höherdimensionalen Wesen (den „Söhnen des Lichts“) inspiriert wurde. In den 1930er und 1940er Jahren, als in den USA noch strikte Rassentrennung herrschte, prophezeite Cayce, dass die Gleichberechtigung aller Menschen unaufhaltsam sei und spirituelle Führer aus allen ethnischen Gruppen hervorgehen würden. Cayce sprach von einem astronomischen Ereignis in der Zukunft: Das Erscheinen eines neuen, extrem hellen Sterns am Nachthimmel (womöglich eine Supernova). Dieser Stern soll den Beginn einer neuen spirituellen Ära für die Erde signalisieren. Neben Russland und China nannte Cayce Indien als eine der wichtigsten spirituellen Wiegen der Zukunft, deren philosophisches Wissen die westliche Welt vor dem moralischen Verfall retten werde. Gefragt nach der Unabwendbarkeit der Zukunft betonte Cayce, dass Prophezeiungen niemals in Stein gemeißelt sind. Zukunftsvorhersagen sind nicht absolut. Der Sinn von Vorhersagen sei es, Katastrophen durch eine rechtzeitige Änderung des menschlichen Verhaltens abzuwenden. Durch den freien Willen könne die Menschheit den Lauf der Zukunft jederzeit positiv beeinflussen. Er erklärte, dass das kollektive Bewusstsein und der freie Wille der Menschheit Katastrophen abwenden oder abmildern können. Cayce sagte bereits Jahrzehnte vor ihrer offiziellen wissenschaftlichen Erforschung voraus, dass komplexe Strömungsänderungen im Pazifik das weltweite Wetter drastisch beeinflussen würden. Er beschrieb, wie periodisch auftretende Erwärmungen und Abkühlungen des Meerwassers Dürren und Fluten auf anderen Kontinenten auslösen. Bezüglich des Klimawandels und globaler Erdveränderungen sagte er voraus, dass im nördlichen Teil von Grönland offene, eisfreie Gewässer entstehen werden. Er sagte auch massive Erdkrustenverschiebungen voraus, wodurch große Teile von New York, Los Angeles und San Francisco im Meer versinken würden. Zudem sollte Westeuropa (darunter Teile von England und Deutschland) überflutet werden. Langfristig sah er eine physikalische Polverschiebung der Erde voraus, welche die globalen Klimazonen komplett neu ordnen wird. Durch die minimale, kontinuierliche Veränderung der Erdachse sah er voraus, dass sich die heutigen Wüstengebiete in fruchtbares Land verwandeln, während einige der jetzigen Kornkammern der Erde brachliegen werden. Ähnliche Vorhersagen über drastische geologische Veränderungen liest man auch bei Lobsang Rampa, der Reinkarnation eines tibetanischen Mönches. Nach den großen Erdveränderungen und dem gesellschaftlichen Wandel sah Cayce eine lange Epoche des globalen Friedens voraus. In dieser Zeit wird es laut seinen Visionen keine nationalen Grenzen mehr geben, und die Menschheit wird sich als eine einzige, planetarische Familie verstehen. Für die ferne Zukunft (das sogenannte Goldene Zeitalter) prophezeite Cayce, dass die physikalischen und spirituellen „Schleier“ zwischen den Welten fallen werden. Er sah voraus, dass die Menschen der Erde in direkten, physischen und bewussten Kontakt mit den Bewohnern des Universums treten, sobald die Menschheit ein ausreichendes Niveau an friedlicher Reife erlangt hat. Am 1. Januar 1945 gab Cayce seine letzte exakte Prophezeiung ab, die ihn selbst betraf. Er verkündete im Wachzustand, dass er in exakt vier Tagen begraben werden würde. Nach einem Schlaganfall verstarb er am 3. Januar 1945, und seine Beisetzung fand wie vorhergesagt am 5. Januar statt |
Weitere Themen seiner erhaltenen Aufzeichnungen sind unter anderem:
| Reinkarnation & Karma: Cayce lehrte die Existenz von Reinkarnation und Karma. Er gab an, dass die ersten Seelen auf der Erde androgyn (geschlechtsneutral) waren. Erst im Laufe der Verdichtung der Materie trennten sich die Seelen in männliche und weibliche Ausdrucksformen, um auf der Erde das Prinzip der Polarität zu lernen. Cayce erklärte das Gesetz des Karmas als ein unerbittliches, aber liebevolles Naturgesetz. Er prophezeite, dass jede Seele in zukünftigen Inkarnationen exakt in die Situationen hineingeboren wird, die sie zuvor bei anderen verursacht hat. Ein Tyrann wird als Unterdrückter wiedergeboren, ein Heiler erntet in späteren Leben Gesundheit und Harmonie. Das Universum strebt laut Cayce immer nach absolutem Gleichgewicht. Viele Menschen von heute seien Reinkarnationen von Seelen aus Atlantis. Er prophezeite, dass die Lehre der Reinkarnation (Wiedergeburt) wieder vollständig in das westliche Christentum integriert wird, so wie es seiner Ansicht nach in den frühen Urgemeinden der Fall war. Alle Seelen wurden am Anfang erschaffen und finden nun ihren Weg dahin zurück, von wo sie kamen. Die Seelen oder zumindest Ebenbilder der Seelen verbringen während ihrer diversen Inkarnationen Zeit auf anderen Planeten. Aus diesem Grund, haben die Planeten und ihre Position bei der Geburt eines Menschen Einfluss auf diesen. Mit Hilfe der Astrologie können diese Einflüsse bestimmt werden. Cayce prophezeite eine exaktere Erforschung der Astrologie durch die Schulwissenschaft. Er erklärte, dass die Positionen der Planeten bei der Geburt eines Kindes das Gehirn wie ein fotografisches Negativ prägen. Cayce hinterließ komplexe auch Prophezeiungen über das Sonnensystem. Im Zuge einer von ihm vorausgesagten Polverschiebung der Erde deutete er an, dass sich auch die relative Umlaufbahn und die gravitative Wirkung des Mondes auf die Gezeiten und das menschliche Hormonsystem leicht verschieben werden. Er erklärte, dass die menschliche Seele zwischen den Erdenleben auf Planeten wie Neptun, Mars oder Jupiter verweilt, um dort spezifische spirituelle Lektionen und Schwingungen aufzunehmen. Außerdem war er der Ansicht, dass Menschen nie als Tiere wiedergeboren wurden bzw. werden, da Tiere laut ihm eher „Gruppenseelen“ als Individualität und Bewusstsein haben. Er sah voraus, dass das menschliche Bewusstsein im neuen Zeitalter so verfeinert wird, dass eine telepathische und empathische Kommunikation mit Tieren und Pflanzen möglich wird. Der Mensch wird die Natur nicht mehr als Ressource, sondern als bewussten Partner verstehen. Cayce prophezeite, dass die Wissenschaft eines Tages anerkennen wird, dass der Mensch kein rein biologisches Produkt der Evolution ist. Laut seinen Lesungen wurden alle menschlichen Seelen vor der materiellen Welt als spirituelle Funken erschaffen und inkarnierten erst später in dichte, physische Körper. Die Menschen werden auch nicht zufällig geboren. Die Seele wählt die Familie, den Geburtsort, den Körper und die Lebensherausforderungen gezielt aus, um bestimmte Lektionen (wie Vergebung, Geduld oder Liebe) zu lernen. Karma ist laut Cayce keine Bestrafung Gottes, sondern das unbewusste Gedächtnis der Seele. Taten, Ängste und Talente aus früheren Leben spiegeln sich im heutigen Alltag wider. Obwohl das Karma die Startbedingungen und Tendenzen festlegt, besitzt der Mensch in jedem Moment den freien Willen, sein Schicksal durch neue, positive Entscheidungen zu verändern. Cayce nannte auch konkrete Anzeichen dafür, dass Erfahrungen aus der Vergangenheit in die Gegenwart hineinwirken. Eine unbegründete Höhenangst oder Angst vor Wasser resultiert laut Cayce oft aus einem traumatischen Tod (z. B. Sturz oder Ertrinken) in einem früheren Leben. Menschen, die ohne langes Training außergewöhnlich gut musizieren, zeichnen oder Sprachen lernen, greifen auf Fähigkeiten zurück, die sie in früheren Inkarnationen über Jahrhunderte perfektioniert haben. Das Gefühl, einen Fremden sofort intensiv zu lieben oder grundlos abzulehnen (Liebe auf den ersten Blick / tiefe Antipathie), ist das Wiedererkennen einer Seele, mit der man bereits in vergangenen Leben Karma angehäuft hat. |
| Ein neues Zeitalter: Cayce sprach oft vom Übergang in ein neues goldenes Zeitalter (das Wassermann-Zeitalter). Er prophezeite, dass die Menschheit Egoismus und Gier ablegen wird. Die Menschheit stehe kurz vor dem Eintritt in eine neue Evolutionsstufe. Diese „fünfte Rasse“ zeichnet sich durch ein höheres Bewusstsein, natürliche Hellfühligkeit und eine stärkere DNA-Struktur aus. Er sah voraus, dass sich das menschliche Bewusstsein soweit entwickeln würde, dass telepathische Kommunikation und das direkte Wahrnehmen von Energiefeldern (Auren) alltäglich werden. Cayce betonte, dass in der Zukunft die dogmatischen Unterschiede zwischen den Religionen verschwinden werden. Er sah eine universelle Religion voraus, die auf der goldenen Regel („Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“) basiert. |
| Glaube und Religion: Cayce unterschied zwischen Jesus und Christus. Jesus sei eine normale Seele, die mehrmals inkarnierte und viele Fehler gemacht habe. Christus ist ein Zustand, den Jesus erreicht habe und den alle Menschen anstreben sollten. Cayce erzählte von früheren Inkarnationen Jesu, die sowohl eine Figur aus Atlantis namens Amilius als auch biblische Personen wie Adam, Henoch, Melchisedek, Josua, Asaf und Jehoschua umfassten. Außerdem beschrieb er Jesus als einen Essener, der in seiner Jugend unter anderem auch nach Indien reiste, um die dortigen Religionen zu studieren. Er machte Aussagen darüber, dass die spirituelle Genetik und die Lehren der Familie Jesu in geheimen Gemeinschaften über Jahrhunderte im Verborgenen weitergegeben wurden und in der Endzeit wieder an die Öffentlichkeit treten. In seinen historischen Rückschauen prophezeite und beschrieb Cayce die jüdische Sekte der Essener detailliert. Er behauptete, sie hätten die Geburt und Ausbildung von Jesus von Nazareth über Generationen hinweg astrologisch und spirituell vorbereitet. Seine Beschreibungen über die Lebensweise der Essener wurden 1947 – zwei Jahre nach Cayces Tod – durch den Fund der Schriftrollen vom Toten Meer (Qumran) in vielen Punkten überraschend bestätigt. Cayce sah voraus, dass Artefakte wie die Bundeslade oder Überreste des Kelches vom letzten Abendmahl nicht für immer verloren sind. Sie wurden laut ihm an sicheren, unterirdischen Orten (teilweise in den Bergen des Nahen Ostens) vergraben und werden von der Menschheit gefunden, sobald diese spirituell reif genug ist, deren energetische Schwingung zu ertragen. |
| Körper, Geist und Seele: Cayce beschrieb die menschliche Beschaffenheit folgendermaßen: Die Seele ist das Leben. Der Geist ist der Bauherr. Die Physis ist das Resultat. Das gilt auch im spirituellen Leben. Cayce prophezeite eine Ära, in der Menschen Krankheiten allein durch die gezielte Steuerung ihrer eigenen Gehirnströme und Gedankenmuster heilen können. Er betonte: „Der Geist ist der Baumeister.“. Neben besonderen Meditationstechniken lehrte Cayce insbesondere das Öffnen für göttliche Einflüsse. Er akzeptierte außersinnliche Wahrnehmung als natürliches Nebenprodukt des Seelenwachstums. Nach ihm spricht Gott in Träumen oder durch Intuition zu uns. In seinen philosophischen Lesungen erklärte Cayce, dass Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft im Kosmos gleichzeitig existieren. Er prophezeite, dass die Physik der Zukunft mathematisch beweisen wird, dass Zeit dehnbar und relativ ist und das menschliche Bewusstsein in tiefer Trance oder im Traum diese Zeitbarrieren mühelos überspringen kann. Cayce betonte, dass kein Traum zufällig ist. Er prophezeite, dass die Menschheit lernen wird, Träume als Werkzeug zur Problemlösung und spirituellen Weiterentwicklung zu nutzen. Im Traumzustand verlässt die Seele laut ihm den physischen Körper, um in höheren Dimensionen von geistigen Lehrern unterwiesen zu werden. |
In seinen Lesungen behauptete Cayce, dass Atlantis existiert habe. Laut ihm war Atlantis eine technologisch hochentwickelte Zivilisation, deren Errungenschaften die heutige Welt teilweise übertrafen. Im Gegensatz zu Platons Erzählung von einer einzigen Katastrophe, beschrieb Cayce aber eine Zerstörung in drei großen, zeitlich weit auseinanderliegenden Epochen:
- Um 50.000 v. Chr.: Die Hauptenergiequelle von Atlantis war ein riesiger, zylindrischer Kristall, der Tuaoi-Stein (Feuerkristall), der Sonnen- und kosmische Energie bündelte. Diese Energie wurde drahtlos übertragen, um Transportmittel (Schiffe, U-Boote und Flugkörper) anzutreiben sowie Licht und Wärme zu erzeugen. Die Gier nach Macht und der Missbrauch des Tuaoi-Steins führten laut Cayce schließlich zu seiner Überhitzung. Dies löste die verheerenden tektonischen Katastrophen aus, die das Land zerstörten. Die erste große Spaltung des Kontinents erfolgte durch den Missbrauch der Energiestrahlen. Das Land zerfiel in kleinere Inseln.
- Um 28.000 v. Chr.: Ein zweiter technologischer Unfall führte zur Überflutung weiterer Landmassen. Es blieben drei Hauptinseln zurück: Poseidia, Aryan und Og.
- Um 10.000 v. Chr.: Der endgültige Untergang der letzten Insel (Poseidia), was sich mit Platons Zeitrechnung deckt. Bevor Poseidia endgültig im Meer versank, flohen viele Atlanter in andere Regionen der Erde:Hauptmigrationsziele waren vor allem Ägypten, Zentral- und Südamerika (Yucatán) sowie die Pyrenäen.
Neben Atlantis sprach Cayce oft von „Mu“ oder „Lemuria“, einem noch älteren Kontinent im Pazifischen Ozean. Er prophezeite, dass archäologische Funde auf den pazifischen Inseln sowie unterseeische Entdeckungen vor den Küsten Südamerikas und Asiens beweisen werden, dass dort vor zehntausenden von Jahren eine hochentwickelte, spirituelle Zivilisation existierte. Laut Cayce wurden vor dem endgültigen Versinken von Atlantis von den Überlebenden des Untergangs drei identische Archive an geheimen Orten der Erde angelegt, um das gesamte Wissen und die Geschichte der atlantischen Zivilisation absolut sicher zu schützen.
- Das wichtigste und am häufigsten erwähnte Archiv ist die Halle der Aufzeichnungen. Sie liegt laut Cayce in Ägypten (Gizeh tief unter der Erde in der Nähe der großen Sphinx, präzise zwischen der Sphinx und dem Nil-Fluss. Er gab an, dass ein unterirdischer Gang von der rechten Vorderpfote der Sphinx direkt zu der Kammer führt. Sie enthält Aufzeichnungen über die Ursprünge der Menschheit, die spirituellen Gesetze des Universums und verschieden Artefakte. Neben Texten (die auf Papyrus, Stein oder Metalltafeln festgehalten sein sollen) lagern dort angeblich auch hochentwickelte, atlantische Instrumente und Gegenstände. Cayce prophezeite in den 1930er Jahren, dass die Halle „gegen Ende des 20. Jahrhunderts“ (konkret nannte er den Zeitraum zwischen 1996 und 1998) wiederentdeckt und geöffnet werden würde. Das ist nicht eingetreten. Die Kammer kann aber laut Cayce nicht durch Zufall oder Gewalt geöffnet werden. Sie wird sich erst dann offenbaren, wenn die Menschheit ein ausreichend hohes spirituelles Niveau erreicht hat, um dieses Wissen nicht erneut für zerstörerische Zwecke (wie einst in Atlantis) zu missbrauchen. In den 1990er Jahren führten Forscher (unter anderem finanziert durch die von Cayce gegründete A.R.E.) seismische Messungen und Bodenradar-Messungen an der Sphinx durch. Tatsächlich stießen die Wissenschaftler auf unbekannte Hohlräume und künstliche Kammern tief unter den Pfoten und dem Körper der Sphinx. Die ägyptische Altertümerverwaltung (unter der damaligen Leitung von Dr. Zahi Hawass) stoppte jedoch weitere tiefe Grabungen oder Bohrungen in diesen spezifischen Bereichen, offiziell um die Stabilität des jahrtausendealten Monuments nicht zu gefährden.
- Eine zweite Halle wurde im Land der Maya, im Yucatán-Gebiet (Mexiko) errichtet, verborgen unter den Ruinen einer alten Tempelstadt. Cayce zufolge flüchteten atlantische Priester und Gelehrte vor dem endgültigen Untergang (ca. 10.000 v. Chr.) nach Mittelamerika. Sie vermischten sich dort mit der einheimischen Bevölkerung und begründeten das mathematische, astronomische und architektonische Fundament, auf dem die späteren Mayatempel errichtet wurden. Die Maya-Tempel waren laut Cayce nicht nur Kultstätten für Menschenopfer (was er als einen späteren moralischen Verfall der Kultur beschrieb), sondern sie wurden ursprünglich als Heilstätten und Kraftorte konzipiert. Sie nutzten – ähnlich wie die Pyramiden in Ägypten – geometrische Formen und die Ausrichtung nach den Sternen, um kosmische Energien zu bündeln, die zur Bewusstseinserweiterung beitrugen. Forscher und Autoren der Association of Research and Enlightenment (A.R.E.), einer US-amerikanischen Non-Profit-Organisation, die gegründet wurde, um die hinterlassenen Schriften und „Readings“ des Mystikers Edgar Cayce zu erforschen, grenzten die Suche später anhand von Cayces genauen geografischen Hinweisen auf die antike Maya-Stadt 1Piedras Negras (heute im Dschungel von Guatemala, nahe der Grenze zu Mexiko) ein. Ein faszinierendes Detail der realen Archäologie stützt diese Theorie: Die Maya nannten die Stadt Piedras Negras ursprünglich Yo’ki’b, was übersetzt „Die große Eingangspforte“ bedeutet – ein möglicher Hinweis auf einen versteckten, unterirdischen Zugang.
- Das dritte Archiv versank zusammen mit dem Tempel von Poseidia im Atlantischen Ozean, in der Nähe der heutigen Bahamas (Bimini).
Cayce prophezeite, dass die Menschheit die Technologie der Atlanter wiederentdecken wird. Dazu gehört der sogenannte „Tuaoi-Stein“ – ein riesiger Kristall, der Sonnenenergie bündelte und zur Energiegewinnung (aber auch zur Zerstörung) genutzt wurde. Er warnte davor, diese Kristallenergie erneut missbräuchlich einzusetzen.
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1Piedras Negras ist eine historische Ruinenstätte der Maya in Guatemala. In der klassischen Periode (ca. 4. bis 9. Jahrhundert n. Chr.) war der Ort die Hauptstadt eines mächtigen Maya-Königreichs. Der ursprüngliche Name der Maya für diese Stadt lautete Yokib’ („Eingang“ oder „Canyon“). Archäologisch ist die Stätte weltberühmt für ihre feinen Reliefs, Stelen und architektonischen Funde, die maßgeblich zur Entzifferung der Maya-Schrift beigetragen haben. Anhand der hiesigen Stelen ko-nnte bewiesen werden, dass die Inschriften reale historische Ereignisse, Geburten und Tode von Herrschern dokumentierten. Die Stadt erlebte ihre Hochphase in der klassischen Periode zwischen 500 und 800 n. Chr. unter der Herrschaft von sieben heiligen Königen. Der letzte König war K’inich Yat Ahk II. Regierungszeit: 781–808 n. Chr.). Er gab den berühmten, steinernen Thron 1 in Auftrag. Dieser gilt als eines der absoluten Meisterwerke der gesamten Maya-Kunst. Das prägnanteste Merkmal ist die kunstvoll durchbrochene Rückenlehne aus Kalkstein. Sie zeigt im Profil das riesige Gesicht eines übernatürlichen Wesens. Inmitten dieses Antlitzes sind zwei adlige Personen (möglicherweise der König mit einem Verwandten oder Vorgänger) in einem lebendigen Zwiegespräch mit erhobenen Händen dargestellt. Die Sitzfläche und die Beine des Throns sind über und über mit Inschriften bedeckt. Diese Texte dokumentieren detailliert die dynastische Thronfolge der vorherigen Herrscher von Piedras Negras. Der ursprünglich zertrümmerte Thron wurde wieder zusammengesetzt und rekonstruiert. Heute ist er eines der Prunkstücke im Museo Nacional de Arqueología y Etnología in Guatemala-Stadt. Zu weiteren wichtigen Bauwerken in Piedras Negras gehören die Akropolis (ein riesiger, terrassenförmiger Palastkomplex auf einem Hügel) sowie eines der besterhaltenen antiken Maya-Dampfbäder (Schwitzbäder) der Welt.