Energetische Medizin

Energetische Medizin ist ein alternativmedizinisches Konzept, das darauf ausgerichtet ist, die „Lebensenergie“ (wie Qi oder feinstoffliche Energien) im Körper zu harmonisieren, um Selbstheilungskräfte anzuregen. Es basiert auf der Annahme, dass der menschliche Körper von unsichtbaren Energiefeldern durchdrungen und umgeben wird. Krankheiten entstehen dieser Lehre nach durch Blockaden oder Ungleichgewichte in diesem „Energiefluss. Ziel ist es Energieblockaden lösen, Energiefluss optimieren und das Gleichgewicht (Yin/Yang) wiederherstellen.

Methoden:

  • TCM (Traditionelle Chinesische Medizin): Nutzung von Akupunktur, Qigong, Tai Chi.
  • Energetische Psychotherapie

Chinesische MedizinDie Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) ist eine der ältesten Formen der energetischen Medizin. Das gesamte System der chinesischen Medizin basiert auf der Regulierung und Harmonisierung unsichtbarer, aber spürbarer Energieströme, das Qi (Lebensenergie) und Yin und Yang (Die Polaritäten). Das Qi bewegt sich auf exakt definierten Kanälen durch den Körper, den Meridianen. Diese sind ein komplexes, netzwerkartiges System von Kanälen, die den gesamten menschlichen Körper durchziehen. In diesen Bahnen fließt  die essentielle Lebensenergie, das sogenannte Qi. Ein ungestörter Energiefluss gilt in dieser Heilkunde als die wichtigste Voraussetzung für Gesundheit und Wohlbefinden. Das Kernsystem besteht aus zwölf paarig angeordneten Hauptmeridianen (Jing Mai), die jeweils auf der linken und rechten Körperhälfte symmetrisch verlaufen. Jeder dieser Meridiane ist direkt einem bestimmten Funktionskreis (Organsystem) zugeordnet. Neben den 12 Hauptbahnen existieren acht außerordentliche Meridiane (Qi Jing Ba Mai). Die beiden wichtigsten davon verlaufen genau auf der Körpermittelebene und besitzen – im Gegensatz zu den anderen sechs Sondermeridianen – eigene Akupunkturpunkte. Der Energiefluss im Meridiansystem folgt einem festen, zirkadianen 24-Stunden-Rhythmus. Alle zwei Stunden erreicht das Qi in einem anderen Meridian sein energetisches Maximum. Wenn das Qi aufgrund von Faktoren wie Stress, Fehlernährung, Bewegungsmangel oder emotionalen Belastungen blockiert wird, gerät die Balance zwischen Yin und Yang aus dem Gleichgewicht. Auf diesen Leitbahnen liegen die klassischen Akupunkturpunkte, die als „Tore“ zum Energiesystem dienen. Durch gezielte Reize können Blockaden gelöst werden. Auch die westliche Wissenschaft erforscht die Mechanismen: Studien zeigen beispielsweise, dass Akupunkturpunkte eine nachweisbar höhere elektrische Leitfähigkeit besitzen und die Nadelung die Ausschüttung von körpereigenen Botenstoffen im Nervensystem anregt. Eine ähnliche Heilmethode praktizieren die San, die älteste noch lebende Ethnie in Afrika. Sie zählen zu den ältesten Kulturen der Menschheit überhaupt. Genetische Studien zeigen, dass ihre Wurzeln weit über 20.000 Jahre zurückreichen. Ihre Schamanen (Heiler) nutzen  num (Spirituelle Energie). Es handelt sich um eine unsichtbare Kraft, die angeblich im Bauchraum der Menschen ruht. (num ist vergleichbar mit der Kundalini-Energie). In der traditionellen Yogalehre ruht das gesamte menschliche Potenzial (die sogenannte Kundalini-Energie) allerdings im Wurzelchakra (Muladhara). Dieses erste Chakra befindet sich am untersten Ende der Wirbelsäule im Beckenbereich). Num wird durch Hitze aktiviert. Durch stundenlanges Tanzen, rhythmisches Klatschen und Singen der Frauen „erhitzt“ sich das num und steigt die Wirbelsäule empor. Sobald die Energie den Kopf erreicht, tritt der Heiler in den Kia-Zustand (Trance) ein.D as zentrale Heilritual ist der nächtliche, lang andauernde Medizin-Trancetanz, bei dem die übernatürliche Kraft num geweckt wird, die Krankheiten heilt. Trance dient als allgemeines Mittel der San, um die Wirklichkeit des Glaubens zu erfahren. In dieser Phase verlässt die Seele laut dem Glauben der San den Körper, um mit den Geistern der Ahnen zu verhandeln und Krankheiten abzuwehren. Der Heiler zieht die Krankheit durch Handauflegen, Reiben oder Saugen aus dem Patienten heraus und stößt sie mit einem rituellen Schrei in die Nacht aus.