Schatzsuche auf Oak Island

Oak Island zu deutsch: „Eicheninsel“) liegt in der Mahone Bay an der Ostküste Kanada. Einst wuchsen auf der Insel zahlreiche Eichen, heute gibt es dort keine Eichen mehr.

 Luftaufnahme der Grabungsstelle im Jahr 1931Auf der Insel soll in einem Schacht der Money Pit genannt wird, angeblich ein Schatz vergraben sein, der aber bis heute nicht gefunden wurde. Eine Legende besagt, dass sieben Menschen sterben müssen, bis der Schatz gefunden wird: „Der Fluch von Oak Island„. Bis heute sind sechs Menschen bei dem Versuch ums Leben gekommen, den Schatz zu finden. Die eigentliche Geschichte beginnt folgendermaßen: Der Holzfäller Daniel McGinnis entdeckte im Jahr 1795 bei einem Besuch auf Oak Island eine Vertiefung im Boden. In einem Baum nahe der Vertiefung fand er eine alte Seilwinde und einen Ast mit mehreren auffälligen Kerben. Daraus schloss er, dass die Vertiefung im Boden keinen natürlichen Ursprung habe, sondern Menschenwerk sein musste. Mit Unterstützung von zwei Freunden, John Smith und Anthony Vaughan begann er in der Vertiefung einen Schacht zu graben. In drei Metern Tiefe stießen sie auf eine Schicht ordentlich verlegter Eichenbohlen, Schieferplatten und luftdicht verklebter Kokosmatten.  Zwei weitere gleiche Schichten fanden sich in sechs und in neun Metern unter der Erde. Die aufwendige Konstruktion sowie die Tatsache, dass es auf der Insel weder Schiefergestein noch Kokospalmen gab, veranlasste die Freunde zu der Annahme, das in der Grube etwas Wertvolles, vielleicht ein Schatz verborgen wurde. Doch ohne Hilfsmittel konnte nicht tiefer gegraben werden. Daher gaben die Freunde vorerst auf und verließen die Insel. Erst neun Jahre später kehrte McGillis zurück, um das Geheimnis des Schachts zu lösen. Sein Freund John Smith hatte mittlerweile das Grundstück am Schacht gekauft und dort ein Haus gebaut. In zwölf Metern Tiefe fanden sie eine weitere ordentliche verlegte Schicht aus Eichenbohlen, Steinplatten und luftdicht verklebter Kokosmatten. Bermerkenswert ist dabei die Tatsache das es auf Oak Island keine Kokospalmen gibt. Von der Annahme beflügelt einen Schatz zu finden, wurde im Schacht immer tiefer gegraben. Dabei wurden alle drei Meter weitere Schichten von Baumstämmen gefunden. In 30 Metern Tiefe stießen die Schatzsucher schließlich auf eine große Schieferplatte, auf der seltsame Zeichen eingeritzt waren, die sie nicht deuten konnten. Da es bereits dunkel wurde, beschloss man die Suche am nächsten Tag fortzusetzen. Am nächsten Morgen war der Schacht jedoch mit Wasser gefüllt. Auch ein zweiter Schacht der direkt neben dem ersten gegraben wurde, füllte sich mit Wasser. Aus Geldmangel mussten die Schatzsucher daraufhin eine weitere Suche abbrechen. Anmerkung des Autors: Erst im Jahr 1949 veröffentlichte der Reverend A.T. Kempton eine Entschlüsselung der Symbole auf der Schieferplatte, die auf einem einfachen Ersetzungscode basierte. Die Entschlüsselung des Codes basiert auf einer einfachen monalphabetischen Substitutionschiffre (Ersetzungschiffre). Das bedeutet: Jedes Symbol auf  der Schieferplatte steht für genau einen bestimmten Buchstaben des englischen Alphabets. Wenn man die historisch überlieferten Symbole von links nach rechts mit dem Ersetzungsschlüssel übersetzt, ergibt sich laut Kempton Buchstabe für Buchstabe der englische Satz:

  • F – O – R – T – Y (Forty / Vierzig)
  • F – E – E – T (Feet / Fuß)
  • B – E – L – O – W (Below / darunter)
  • T – W – O (Two / zwei)
  • M – I – L – L – I – O – N (Million / Millionen)
  • P – O – U – N – D – S (Pounds / Pfund)
  • A – R – E (Are / sind)
  • B – U – R – I – E – D (Buried / vergraben)

Der komplette englische Satz lautet übersetzt: 

„Forty feet below, two million pounds are buried.“
(Vierzig Fuß tiefer liegen zwei Millionen Pfund vergraben.)

Es gibt zahlreiche alternative Theorien über die Herkunft, die Bedeutung und den Zweck der Schieferplatte. Der schwedische Forscher Daniel Ronnstam stellte eine Theorie auf, nach der es sich bei den Symbolen um keine Schatzankündigung handelt, sondern um eine technische Anleitung, , wie man die berüchtigten Fluttunnel der Insel deaktiviert, um den Schacht gefahrlos leerzupumpen. Eine andere Theorie behauptet es handelt sich um einen militärischen Chiffre. Im 16. und 17. Jahrhundert nutzten Armeen häufig Ersetzungschiffren für strategische Berichte. Der Kryptoanalytiker Dr. Ross Wilhelm wandte im Jahr 1971 ein historisches spanisches Verschlüsselungshandbuch aus dem 16. Jahrhundert auf den Stein an und kam zu dem Schluss, dass der Text Informationen über das Schließen der Fluttunnel mittels einer Schleuse in der Nähe von Smith’s Cove enthielt. Die Schieferplatte ist verschwunden. Es existieren leider auch keine Fotografien oder originalen Skizzen  aus der Fundzeit. Die heute bekannten Symbolreihen wurden erst lange nach dem Fund aus dem Gedächtnis rekonstruiert.

Der angebliche Schatz geriet für 40 Jahre in Vergessenheit. Ob er existiert ist nicht bewiesen. Die Geschichte McGillis kann wahr sein oder nicht. Die Schieferplatte mit den eingeritzten Zeichen ist leider verschwunden, sodass dieser Beweis fehlt. Anhand von Grundstücksregistern lassen sich lediglich die Namen der Schatzsucher nachweisen. John Smith hatte tatsächlich ein Grundstück auf der Insel. Erst im Jahr 1849 unternahm die neu gegründete Truro Company einen weiteren Versuch das Geheimnis von Oak Island lösen. Zunächst wurden mehrere Versuche unternommen, den mit Wasser gefüllten Schacht leer zu pumpen, die jedoch alle scheiterten. Daraufhin kam ein neu entwickelter Löffelbohrer zum Einsatz. Der Name des Bohrers stammt von der löffelartigen Verbreiterung an seiner Spitze und ist für große Tiefen geeignet. Er wird immer nur wenige Zentimeter vorgeschoben, dann wieder herausgezogen und entleert und so weiter. Der Bohrer brachte Kokosfasern an die Oberfläche und stieß nach 32 Metern auf Holz. Als ein Arbeiter in den Schacht stürzte, bemerkte dieser, dass das darin enthaltene Wasser salzig war und sich mit den Gezeiten hob und senkte. Daraufhin wurde die steinige Südküste der Insel untersucht und festgestellt, dass auf der gesamten Breite des Strandes direkt über der Ebbemarke Wasser hervor sickerte. Bei genaueren Untersuchungen wurde eine fünf Zentimeter dicke Kokosmatte freigelegt, unter der sich eine Lage Steine befand. Man fand heraus, dass anscheinend der gesamte Küstenabschnitt künstlich verändert worden war. Unter der Steinschicht führten fünf Kanäle mit leichtem Gefälle in Richtung Ufer. Diese mündeten in einen Hauptkanal, der wahrscheinlich in Richtung des Schachts führte. Die mit luftdicht verklebten Kokosmatten abgedichteten Holzlagen des Schachts wirkten wie ein Vakuumverschluss. Der in einem darunter tiefer gelegenen Hohlraum vermutete Schatz wäre vom eindringenden Wasser durch die Kanäle geschützt gewesen, da der große Druck des Luftpolsters ein Überfluten verhindert hätte. Als der Hauptkanal bei den Arbeiten dann angebohrt wurde, konnte das Meerwasser den Schacht fluten. Durch die Gezeiten hob und senkte sich der Wasserspiegel im Schacht. Es wurde vermutet, dass die Kanäle mithilfe eines Fangdammes erbaut wurden. Nach Fertigstellung des Kanalsystems wurde der Damm dann wieder abgetragen. Um den Wasserzufluss zu unterbinden und weitere Überflutungen auszuschließen, errichtete die Truro Company an gleicher Stelle ebenfalls einen Fangdamm. Doch dieser wurde unmittelbar nach Fertigstellung vom Atlantik wieder weggespült. Bei Versuchen den Schacht dann zu untertunneln, kam es zur Explosion eines Dampfkessels und der vermeintliche Hohlraum sackte noch tiefer in das Wasser hinab. Schließlich gingen der Truro Company die Geldmittel aus, und man gab die Suche auf. Es gibt mehrere Theorien über den angeblichen Schatz auf Oak Island. Nach einer Theorie soll der Freibeuter Francis Drake auf Oak Island einen Schatz versteckt haben. Der englische Admiral kaperte die spanische Silberflotte. Bevor er dann gegen die Armada kämpfte, soll Drake mit einer Ladung Sklaven nach Neuschottland gesegelt sein. Möglicherweise hat er einen Teil seiner Reichtümer auf Oak Island versteckt. Seine Logbücher aus dieser Zeit sind jedenfalls verschwunden. Ein andere Theorie besagt das es sich auf Oak Island umd den verschollenen Schatz von Louisburg handeln könnte. Die Franzosen hatten die Siedlung Louisburg in Neuschottland gegründet um sich Anfang des 18. Jahrhunderts gegen die Briten zu behaupten. Schon bald wurde die Siedlung zu einem der größten Häfen Nordamerikas. 1758 belagerten die Engländer die Stadt. Ehe Louisburg kapitulierte entkamen drei Schiffe der britischen Seeblockade. Edwin Hamilton glaubte, dass diese Schiffe nach Oak Island gesegelt sind. Die Insel wäre in nur zwei Tagen erreichbar gewesen. Eine andere Theorie vermutet dort einen Schatz des Captain Kidd. Diese Theorie stützt sich auf ein im Jahr 1937 gefundenes aus Gesteinsbrocken geformtes Dreieck. In einem Buch über den Schatz des schottischen Piraten William Kidd wird ein ähnliches Dreieck beschrieben. Andere wiederum vermuten auf Oak Island einen Schatz der Templer oder einen Schatz des neuenglischen Abenteurers William Phips. Letzterer hat 1685 einen Schatz der spanischen Galeone Concepción geborgen.  Die Concepción lief vor den Bahamas auf ein Riff auf und versank mit einem riesigen Schatz an Bord. Phips entdeckte Silber im Wert von 4 Millionen US-Dollar (heutiger US-Dollar) in dem Wrack, von dem er einen großen Teil an den englischen König Jakob II. übergab. Doch einen Teil des Schatzes  soll er für sich behalten und auf Oak Island vergraben haben. Eine Theorie behauptet jedenfalls er sei an die Küste von Nova Scotia gereist, wo er – der Theorie zufolge – mit seiner Mannschaft den Oak Island Money Pit grub. Tragischerweise überfluteten sie, nachdem sie den Schatz im Money Pit deponiert hatten, unabsichtlich die unterirdischen Höhlen darunter. Beweise für diese Theorien gibt es nicht. Vieles an den Funden auf Oak Island ist zumindest rätselhaft. So die Schieferplatte mit eingeritzten Schriftzeichen, Kokosmatten, ein Pergamentpapierfetzen aus dem 16. Jahrhundert mit der Aufschrift „VI“  oder eine spanische Münze aus dem 17. Jahrhundert (möglicherweise eine Tempelrittermünze). Die Laginabrüder fanden die Münze in einem auf Oak Island von ihnen teilweise trockengelegten Sumpf. Vieles was über Oak Island berichtet wurde, ist wahrscheinlich nur Spekulation. Sicher ist nur, dass der Bau des kompliziert angelegten Tunnelsystems unter dem Sandstrand der Bucht Smith’s Cove ein hohes technisches Wissen erfordert hat. Man weiß bis heute nicht zu welchem Zweck und wer den Schacht und die Flutkanäle auf Oak Island gebaut hat. Man kann entweder annehmen, das auf Oak Island etwas verborgen werden sollte, das Schatzversteck aus nicht bekannten Gründen aber ungenutzt blieb, oder das dort tatsächlich etwas verborgen wurde, das bisher nicht gefunden werden konnte. Auf jeden Fall muss es sich um etwas sehr Wertvolles handeln, denn niemand hätte sonst eine solche aufwendige Anlage gebaut. 

Es gab zahlreiche Versuche das Rätsel von Oak Island zu lösen: 

  • Oak Island Association im Jahr 1861
  • Frederi Blair im Jahr 1897
  • Old Gold Salvage and Wrecking Company im Jahr 1909
  • Mel Chappell im Jahr 1931 und 1950
  • Gilbert Heddens im Jahr 1936
  • Edwin Hamilton im Jahr 1940
  • Restall-Familie im Jahr 1960 
  • Robert Dunfield im Jahr 1965
  • Daniel Blankenship im Jahr 1967
  • Bedford Institute im Jahr 1996
  • Center Road Ventures Company im Jahr 2006

Skizze von Oak IslandDoch alle waren bisher erfolglos. Aber irgendetwas scheint auf Oak Island verborgen zu sein. In einem Bericht des Spiegels aus dem Jahr 1972 ist ein Interview mit dem Schatzsucher Daniel Blankenship abgedruckt. Blankenship der 1967 die Insel gekauft hatte, hatte einen heute noch vorhandenen 70 Meter tiefen Schacht ausgehoben, in den er im Oktober 1971 eine Kamera hinab ließ. Auf den Monitoren seien in der Tiefe drei Kisten zu sehen gewesen. Leider war in diesem Moment aber das Video-Aufnahmegerät kaputt, sodass kein Beweisfoto gemacht werden konnte. Der Schacht selbst stürzte wieder ein. Neue Aufnahmen waren Blankenship nicht mehr möglich. Weitere Ausgrabungen wurden aus finanziellen Gründen eingestellt. Im Jahr 2013 wurde von den Brüdern Rick und Marty Lagina ein neuer Versuch unternommen das Rätsel der Insel zu lösen. Die Laginabrüder hatten 2006 die Mehrheitsanteile an Oak Island gekauft. Die Schatzgräber ließen ein modernes Sonargerät durch den in den 70er-Jahren von Dan Blankenship gebohrten Schacht (Bohrloch 10-X) hinab. Die Sonarbilder zeigten eine unterirdische, rechteckige Kammer und zwei rechteckige Objekte, möglicherweise Kisten, die am Boden standen. Von der Kammer zweigten zwei Tunnel ab von denen einer zum alten Schacht, dem Money Pit führen könnte. Fakt ist, dass sich unterhalb und auf dem Grund des Schachts eine Menge von Menschen geschaffener Objekte und Tunnel befindet.

Am 5. Januar 2014 startete auf History Channel (USA) eine Reality-TV-Show The Curse of Oak Island über eine Gruppe Schatzsucher. Diese wurden angeführt von den beiden Brüdern Rick und Marty Lagina, die im Jahr 2006 die Mehrheitsanteile an Oak Island gekauft hatten und sich schon zuvor dort auf die Suche nach dem Schatz gemacht hatten.  Beim Versuch, das Geheimnis der Insel zu ergründen, setzten sie  modernste Bohr- und Pumptechnik ein. Inzwischen wurden über 40 Schächte auf der Insel gegraben, die teilweise inzwischen eingestürzt sind.  2023 tauchen zwei Polizeirettungstaucher in den 2,5 m breiten und 55 m tiefen, mit Seewasser gefüllten Schacht „10 x“ ab. Die Taucher haben im trüben Wasser jedoch keine Sicht. Etwa nach der Hälfte der Röhre müssen sie abbrechen. Ein zweiter Tauchgang wird abgesagt. Statt dessen wird ein Sonar in die Röhre 10-X heruntergelassen und anschließend aus digitalen Schichtaufnahmen ein räumliches Bild konstruiert. Es zeigt sich, dass sich eine Höhle in 72 m Tiefe befindet, so wie Dan Blankenship dies vor Jahrzehnten behauptet hat. Darin befindet sich eine Truhe und eine kopflose Leiche.  Die Brüder sind jetzt erst recht  fest entschlossen,  die 200 Jahre alte Suche nach dem Schatz fortzusetzen und ihn doch noch zu finden.

Währende der jahrelangen Suche haben sich zahlreiche  Hinweise  ergeben. Vor allem die Vermutung dass die Tempelritter auf Oak Island waren und einen Schatz dort versteckt haben, verdichten sich zunehmend.  Der Schatzsucher „Commander“ J. Hutton Pulitzer, behauptet dass im Grund der Insel die Bundeslade zu finden ist, die phönizische Seefahrer auf die Insel gebracht hätten. Die Tempelritter wären nur auf der Insel gewesen, weil sie ebenfalls die Bundeslade dort gesucht hätten. Das Hauptquartier der Templer im gelobten Land war der salomonische Tempel in Jerusalem. In einer Höhle unterhalb des Tempels sollen sie kostbare Heiligtümer und Schätze entdeckt haben, darunter der heilige Gral. Doch der Orden der Tempelritter wurde vielen weltlichen Herrschern nach knapp 200 Jahren zu mächtig. Insbesondere König Philipp IV. von Frankreich intrigierte gegen den geistlichen Ritterorden, was 1307 in dessen Haftbefehl gegen jedes einzelne Ordensmitglied gipfelte. In einer konzertierten Aktion landete quasi über Nacht ein Großteil des Ordens im Kerker.  So auch in Jerusalem. Doch einige konnten nach Südfrankreich fliehen. Ihre Heiligtümer und Schätze sollen sie mitgenommen haben. Eine andere Theorie konzentriert sich auf das Château de Montségur, eine von den Katharern erbaute Burg. Dort sollen sie einen bedeutenden heiligen Schatz gehortet haben. Ein Teil davon soll die Bundeslade gewesen sein. Im Mai 1243 umzingelten vom Papst entsandte Truppen den 1207 m hohen Felskegel mit der mächtigen Burg. Montségur, die letzte Zufluchtsstätte der Katharer, sollte vernichtet werden. Die Belagerung war ungleich: Die Belagerung begann mit ungleichen Kräften: 6.000 Soldaten gegen 500 Katharer. Die Belagerten leisteten dennoch ein gutes Jahr lang Widerstand. Doch dann mussten sie sich der Übermacht ergeben. 225 Männer und Frauen, starben 1244 auf dem Scheiterhaufen. Doch kurz vorher sollen einige Auserwählte die Burg über einen geheimen Pfad verlassen haben. Ihre Schätze, „Gold, Silber und eine große Menge Geld und ihre Heiligtümer, darunter die Bundeslade nahmen sie mit und übergaben sie wenig später den Tempelrittern. Diese sollen die Schätze zunächst in Rennes-le-Château  zwischengelagert haben. Der dortige Dorfpfarrer Bérenger Saunière soll  im Jahr 1900 den legendären Heiligen Gral zusammen mit den Schätzen der Templer und Katharer gefunden haben – und sei dadurch unermesslich vermögend geworden. Den Zugang zu den Schätzen habe der Abt beim Renovieren des Altars entdeckt: ein verblichenes Pergament mit verschlüsselten Botschaften. Eine andere Theorie besagt jedoch, dass die Templer ihre Schätze in die  Rosslyn-Kapelle  in dem Dorf Roslin, Midlothian bei Edinburgh in Schottland gebracht haben. Unter der Kapelle Rosslyn Chapel in Schottland soll sich ein versiegeltes Versteck befinden, das den Schatz der Tempelritter beherbergt.  Zu den dort vermuteten Schätzen zählen auch der Heilige Gral, die Bundeslade, frühchristliche Schriftrollen oder andere wichtige Artefakte. Entworfen wurde die Kirche von William Sinclair, 3. Earl of Orkney. Die Ritter der Familie Sinclair ruhen in den Gewölben unterhalb der Kirche (Krypta). Wiliam war der Name des ersten sowie des letzten Ritters, der hier beigesetzt wurde. Es gibt deutliche Hinweise das die Familie Sinclair Verbindungen zu den Freimaurern hatte.  Zu einen wurde der mit dem Erbauer der Kapelle verwandte und namensgleiche William St. Clair of Roslin 1736 der erste Großmeister der Großloge der Freimaurer  von Schottland. Zum anderen befinden sich in Rosslyn Chapel die Lehrlings- und die Meistersäule, die mit den Säulen Jachin und Boas und mit den Freimaurern in Verbindung gebracht werden. Jachin und Boas sind die Namen, die den beiden Säulen am Tor des Eingangs des Tempels in Jerusalem gegeben wurden. König Salomo hatte sie nach biblischer Überlieferung von Hiram, einem aus Tyros stammenden Bronzeschmied, anfertigen lassen. Unterhalb der Kirche befindet sich eine Krypta. Die Krypta war über eine Treppe im hinteren Bereich der Kirche zugänglich. Der Zugang wurde versiegelt. Dies führte zu Spekulationen darüber, was sich in der Krypta neben den Gräbern der Ritter der Familie Sinclair sonst noch befand. Die Spekulationen reichen von der Behauptung, der mumifizierte Kopf Jesu Christi sei dort aufbewahrt,  in der Krypta sei der legendäre Schatz der Tempelritter versteckt, bis hin zu der Behauptung, die Krypta verberge die schottischen Kronjuwelen. Des Weiteren sollen sowohl die Bundeslade als auch diverse frühchristliche Texte (Schriftrollen)  in Rosslyn versteckt worden sein. Eine Legende besagt, dass Henry Sinclair, Earl of Orkney, vor Christoph Kolumbus um 1398 nach Nordamerika segelte und auch auf Oak Island gewesen sei. Er rüstete neun oder zwölf Galeeren mit 300 Mann aus und brach von seiner Burg zu dieser Reise auf. Er soll die Neue Welt erreicht und dabei auch Templerschätze oder Artefakte nach Oak Island gebracht haben. Es wird vermutet, dass Sinclair selber Templer war oder zumindest Verbindung zu den Templern hatte und und zusammen mit ihnen die Templerschätze bewahrt und diese vor der Verfolgung nach Nova Scotia gebracht habe. Der riesige „Money Pit“ (Geldgrube) auf Oak Island sei von Sinclairs Leuten geschaffen worden, um diese Schätze zu verbergen. Anhänger der Sinclair-Theorie verweisen auf Steinreliefs amerikanischer Pflanzen an einer Kapelle in Schottland, die vom Enkel Sinclairs erbaut und 1486, sechs Jahre vor Kolumbus, fertiggestellt wurde. Die Reliefs sollen Sonnenblumen und Mais darstellen, Pflanzen die ihren Ursprung  in Amerika haben. Ein weiterer Indiz, der für die Theorie spricht stammt vom indianischen Historiker Evan Pritchard. Er behauptet, Glooscap, der spirituelle Held der Mi’kmaq, sei die Darstellung eines frühen europäischen Entdeckers, vermutlich Sinclair. Es gibt Legenden der Mi’kmaq, die von bärtigen Besuchern mit roten Haaren und grünen Augen berichten, die ihnen das Fischen mit Netzen beibrachten. Manche sehen darin einen weiteren Indiz für Sinclairs Identität. Die Region um Oak Island wurde ursprünglich von den Mi’kmaq-Indianern bewohnt, die dort als Jäger und Sammler lebten. Hauptkritikpunkt an dieser Theorie ist, dass Sinclair oder die Templer, falls sie Nordamerika bzw.  Nova Scotia erreichten, im Gegensatz zu Kolumbus  keine historischen Aufzeichnungen ihrer Funde hinterließen.

Auch in der Porte des Tours im Dorf Domme in Frankreich finden sich Hinweise auf die Tempelritter und den Verbleib ihrer  Schätze. Dieses noch gut erhaltene Stadttor, bezieht seinen Namen von den beiden flankierenden Türmen, in denen zwischen 1307 und 1318 in deren Untergeschossen siebzig Ritter des aufgelösten Templerordens gefangen gehalten wurden. Sie haben an den Wänden zahlreiche Inschriften und Symbole hinterlassen. Botschaften, die bis heute nicht vollständig entschlüsselt werden konnten. Ein Symbol sieht genauso aus wie das auf Oak Island  gefundene Bleikreuz, das eindeutig von den Templern stammt. Oak Island zu deutsch: „Eicheninsel“) liegt in der Mahone Bay an der Ostküste Kanada. Ab 1318 verlieren sich die Spuren der Templer in Domme. Kein einziger von ihnen hatte das Gefängnis jemals wieder lebend verlassen. Aber seit damals kursiert in Domme  ein Mythos: vielleicht findet sich unter den geheimen Botschaften in der Porte des Tours der Schlüssel zum Heiligen Gral ?

Auch die portugiesischen Templer scheinen an dem Rätsel auf Oak Island beteiligt gewesen zu sein. Der Templerorden ließ sich im zwölften Jahrhundert in Portugal nieder, um den ersten portugiesischen Königen bei der christlichen Rückeroberung zur Seite zu stehen und die Kreuzzüge fortzusetzen. Der Convento de Cristo in Tomar, Portugal, ist eine 1162 von Tempelrittern gegründete ehemalige Wehr-Klosteranlage. Nach Auflösung des Templerordens 1312 durch Papst Clemens V. ging sie über in den Besitz des in Portugal neu gegründeten Ordens der Christusritter. Der Orden der Christusritter war eine Nachfolgeorganisation der Tempelritter. Es gab auch Verbindungen zum Freimaurerorden. Das  Abwassersystem der Anlage entspricht 1 zu 1 den fünf steinernen Wasserrohren die in den Fluttunnel des Money Pit münden, der das Meerwasser in den Money Pit leitet. So ist auch die im Sumpf auf Oak Island endeckte Steinstraße  ein genaues Abbild ähnlicher Straßen in Portugal. Ein weiteres deutliches Indiz für die Präsenz der portugiesischen Tempelritter auf Oak Island, sind z. B. die dort entdeckten zwei mysteriösen Steinkugeln. Bei einem Besuch im M1litärmuseum in Lissabon konnten die Laguna Brüder feststellen, das die Kugeln genau in eine alte Museumskanone passten, also mit hoher Wahrscheinlichkeit einen portugiesischen Ursprung hatten.

Ein weiterer Hinweis auf die Beteiligung der portugiesischen Tempelritter findet sich in Sintra, einer Kleinstadt (Vila) in Portugal, etwa 25 km westlich von Lissabon. In der dortigen Regaleira-Palastanlage der Quinta da Regaleira findet sich auf dem Boden der römisch-katholischen Regaleira-Kapelle das Kreuz des Christusordens, der Nachfolgeorganisation der Tempelritter, umgeben von Pentagrammen. In den Gärten der Quinta da Regaleira gibt es zwei sogenannte Initiationsbrunnen, die beide mit unterirdischen Kanälen verbunden sind. Die Brunnen sind eher unterirdische Türme, in denen man spiralförmige Treppen hinaufsteigt. Die Tiefe eines der beiden Brunnen ist auf dem Foto zu erkennen. Er misst tatsächlich etwa 27 Meter.  Hier, in der Tiefe des Brunnes, fanden Initiationszeremonien des Templerordens der Freimaurer statt. Viele esoterische, alchemistische und Freimaurer-Symbole schmücken bis heute die Wände. Der Money Pit ist eine genaue Replik des Brunnens. Trotz aller Hinweise und Funde auf Oak Island konnten die vermeintlich auf der Insel vergrabenen Reichtümer und Schätze der Tempelritter nicht gefunden werden. Ein nicht erklärbarer Widerspruch ergibt sich auch durch die angeblichen Funde des Bérenger Saunière in Rennes de Chateau. Dennoch beweisen die zahlreichen Funde und mysteriösen Strukturen auf Oak Island die bewegte Vergangenheit der Insel. Ein Beweis für die Existenz eines Schatzes sind sie jedoch nicht.

Zusammenfassung

Seit im Jahr 1795 mit der Entdeckung des Money Pit die Schatzsuche begann wurde die Insel in 32 Parzellen aufgeteilt und über 200 Bohrlöcher gebohrt. Durch die zahlreichen Grabungen wurden auch viele unterirdische Höhlen, die sich auf dieser Insel befinden und die durch ein Kanalsystem verbunden sind, überschwemmt. Im Wasser einiger Borhlöcher wurden Goldspuren entdeckt. Die Quelle blieb unbekannt. Im dreieckigen Sumpf wurde ein gepflasterter Bereich gefunden, der wahrscheinlich bereits 1.200 n.Chr. gebaut wurde. Ferner eine Straße aus Stein, die einer Steinstraße in einer Festung der Tempelritter in Portugal verblüffend ähnlich sieht. Gepflasterter Bereich und Steinstraße sind durch eine Steinrampe miteinander verbunden. Des Weiteren Teile eines antiken Segelschiffs. Alle diese Funde deuten darauf hin, dass der Sumpf früher ein offener Hafen gewesen ist und dass die Steinrampe dazu gedient hat ein verschiedene Gegenstände auf die Insel zu bringen. Auf Parzelle 26 wurde ein antiker Brunnen entdeckt, der sonderbarerweise im Winter nicht zufriert. Am Ufer der davorliegenden Küste wurden Steine gefunden, die möglichweise zum Bau einen Kais, an dem Schiffe anlegen konnten, verwendet wurden. Des Weiteren eine Steinmauer. In Parzelle 8 wurde eine gepflasterte Fläche im Untergrund gefunden. In der Umgebung fand sich auch eine Granatbrosche. Es wird vermutet das diese ein Teil des Templerschatzes sein könnte oder  Teil eines Freimaurergewandes. Im Verlauf der Bohrungen wurde ein künstlich angelegter Tunnel aus dem 15. Jhd und  in 52 m Tiefe ein Hohlraum entdeckt. Die Untersuchung mit einer herabgelassenen Kamera zeigt goldschimmernde Objekte, einige davon rund, wahrscheinlich Goldmünzen. Es ergaben sich auch Hinweise auf einen Seitentunnel. In einem anderen Bohrloch in der Nähe fand sich in 25 m Tiefe ein Metallobjekt. Die Analyse ergab neben verschiedenen Metallen auch Gold. Weitere Objekte die dort gefunden wurden, waren ein alter Rosenkopfnagel  aus der Zeit 1780 bis 1835, Stücke von Pergament und Teile eines Lederbucheinbandes.

Die genaue Lage des Money Pits ist unbekannt. Er wurde bei den zahllosen Grabungen verschüttet. Ein mindestens gleichwertiger Kandidat ist der 25 m tiefe Gartenschacht aus dem 18. Jhd. Der historische Schacht wurde in der Nähe des Money Pit  im Jahr 1894 gegraben und als Pumpenschacht konzipiert. Möglicherweise handelt es sich sogar um den verschollenen Money Pit selbst. Das Team um die Brüder Lagina fand in 28 m Tiefe Holzteile im Untergrund, Hinweise, die auf eine komplexe Struktur und möglicherweise eine Kammer hindeuten. Des Weiteren wurde unterhalb des Gartenschachts ein quer verlaufender Tunnel entdeckt, der nach Westen führt, vermutlich zum sogenannten Baby Blob, einer potenziellen Schatzzone, in der in Wasserproben aus verschiedenen Bohrlöchern  die höchsten Gold- und Silberspuren nachgewiesen wurden. Hier unterhalb wird auch die Schatzhöhle vermutet.

Die Gegenstände, die im ursprünglichen Money Pit gefunden wurden, sind heute nicht mehr auffindbar. Und genauere archäologische Grabungen sind nicht möglich, da durch die jahrhundertelange Schatzsuche mit der Bohrung vieler weiterer Schächte der Standort des Money Pit ja verloren gegangen ist. Doch dann wurde im Sumpf ein weiteres Bauwerk entdeckt. Tiefe Bohrungen legten eine Kammer mit Zement und Holz frei, das auf das 16./17. Jahrhundert datiert wurde. Des Weiteren ergaben sich Hinweise auf eine Verbindung zwischen dem Sumpf und dem vermeintlichen Chappell-Gewölbe, angeblich eine künstliche, mit Steinmauern umgebene Kammer, die tief unter dem Money Pit liegen und mutmaßlich wertvolle Artefakte bergen soll, die mit den Templern und dem Tempelschatz in Verbindung gebracht werden. Der Schatzsucher William Chappel, der 1897 unter der Leitung von Frederick Blair im sogenannten „Money Pit“ arbeitete, stieß in einer Tiefe von etwa 153 Fuß (ca. 46 Meter) auf ein Hindernis, das er als hölzernes Behältnis oder Gewölbe beschrieb. auf ein unterirdisches Hindernis stieß. Bei den historischen Bohrungen durchbrach der Bohrer damals eine 18 Zentimeter dicke Schicht aus Zement (oder betonartigem Mörtel), gefolgt von einer Holzschicht aus Eiche und weichem Metall. Historische Berichte besagen, dass dabei ein winziges Schriftstück aus Pergament mit den handgeschriebenen Buchstaben „vi“ an die Oberfläche befördert wurde. Doch in seinen Aufzeichnungen erwähnt er kein solches  Gewölbe. Sein Sohn Mel Chappell grub in den 1930er Jahren dann den sogenannten Chappell-Schacht (Chappell Shaft) in der Nähe des ursprünglichen Money Pit. Dieser Suchertunnel sollte das tiefer liegende Gewölbe direkt erreichen, stürzte jedoch aufgrund der berüchtigten, unterirdischen Fluttunnel der Insel vorzeitig ein und lief voll Wasser. M. Chappell fand weder das Gewölbe noch einenen Schatz. Untersuchungen in Boston und Halifax bestätigten damals, dass es sich bei dem von Chappell gefundenen Stück Pergament, um echtes Feinpergament aus Schafshaut (Velin) handelt. Es war nicht größer als eine kleine Münze. Die Buchstaben auf dem Pergament wurden mit einer klassischen Feder und sogenannter India Ink (Tusche) aufgetragen. : Das Team um Rick und Marty Lagina ließ das historische Fragment mit modernsten Röntgenscannern (wie dem Skyscan 1273) untersuchen. Dabei konnten im Bereich der Schriftzeichen Eisen-Fluoreszenzen nachgewiesen werden. Dies deutet stark auf die Verwendung historischer Eisengallustinte hin, die in Europa seit dem Mittelalter für wichtige Dokumente genutzt wurde. Die Entdeckung des Schriftstücks führte auch zu der Theorie das Originalmanuskripte von William Shakespeare durch Sir Francis Bacon auf der Insel versteckt wurden, um sie vor der Zerstörung zu bewahren. Die Theorie baut auf der literarischen Hypothese auf, dass der historische William Shakespeare nicht die Bildung besaß, um diese komplexen Werke zu verfassen. Francis Bacon hingegen war eines der Genies seiner Zeit. Es wird daher spekuliert, dass er „Shakespeare“ als Pseudonym genutzt haben könnte. Die Originalmanuskripte der Theaterstücke wurden in England nie gefunden – die Theorie besagt, sie liegen im Chappell-Gewölbe. Die Verbindung zwischen Bacon, Shakespeare und Oak Island basiert aber nur auf Indizien, Textinterpretationen und der Entdeckung der organischen Pergamentreste in der Geldgrube.

Sicher ist jedoch, dass sich unter der Insel ein von Menschenhand geschaffenes Bauwerk befindet, dessen Sinn und Zweck sich bislang jeder wissenschaftlichen Analyse entzieht.

Es ist möglich, dass der Schatz noch auf Oak Island liegt. Es gibt viele Funde auf Oak Island, besonders auch im dreieckigen Sumpf, die jedenfalls darauf hinweisen, das auf der Insel bedeutsame historische Ereignisse stattgefunden haben. So etwa eine Bootsrampe, eine steinerne u-förmige Anlage mit römischen Zahlen,  verschiedene Schiffsteile, z. B. ein gut erhaltenes Stück der Schiffsreling, ein Türknopf, Tunnelbauzubehör aus Eisen und nicht zu vergessen ein befestigter Verbindungsweg vom Sumpf zum Money Pit.   Im Jahr 1762 während des 7-jährigen Krieges besetzte die Royal Navy die Hafenstadt Havanna, einen wichtigen Stützpunkt der Spanier. Eine Theorie besagt dass die Briten dabei einen riesigen Schatz erbeuteten, der zuvor von den Konquistadoren den Ureinwohnern geraubt wurde. Belegt ist dass eine Flotte britischer Schiffe mit ihrer Kriegsbeute nach Halifax in der Provinz Nova Scotia segelten, keine 100 km nördlich von Oak Island. Vielleicht haben die Briten einen Zwischenstopp auf Oak Island eingelegt, um dort die erbeuteten Schätze zu vergraben. Wahrscheinlicher erscheint die Theorie, dass die Tempelritter auf Oak Island tätig waren. In einem alten Dokument wird über eine Templerreise in den Jahren 1178 – 1180 geschrieben. Dort sollen sie auf einer Eicheninsel an Land gegangen sein. König Philipp IV. von Frankreich, der dem Orden gegenüber hoch verschuldet war, übte im Jahr 1307 Druck auf Papst Clemens V. aus, viele Mitglieder des Ordens in Frankreich verhaften, durch Folter zu falschen Geständnissen zwingen und dann auf dem Scheiterhaufen verbrennen zu lassen.  Im Jahr 1314 konnten 18 Schiffe der Templer mit einem riesigen Schatz an Bord von La Rochelle an der französischen Küste fliehen. Es wird vermutet, dass die Templer zunächst in Schottland Zuflucht suchten, um von dort einige Jahrzehnte später über den Atlantik nach Nordamerika zu segeln. Es gibt Indizien, die darauf hindeuten, das sie auch auf Oak Island waren. Zum Beispiel das auf der Insel in Smith’s Cove gefundene Bleikreuz aus dem 15. Jhd. , das eindeutig den Templern zuzuordnen ist. Dieselbe Form wurde an der Wand eines französischen Templergefängnisses in Domme, Frankreich gefunden (siehe Bild links). Gilbert Hedden einer der vielen Schatzsucher auf Oak Island, entdeckte auf Oak Island einen Stein mit einem eingeritzten Freimaurerzeichen. Auf dem Stein befand sich ein Punkt in einem Kreis. Ein Kreis mit Punkt in der Mitte (☉ oder ⊙) ist ein altes, vielseitiges Symbol für die Sonne (Astronomie, Astrologie, Ägyptische Hieroglyphen). Es steht aber auch für Gold (Alchemie). Andere Markierungen auf dem Stein scheinen der Buchstabe H und ein von vier Punkten flankiertes Kreuz zu sein. Die Entdeckung des Steins und der legendäre „Money Pit“, der mit komplizierten Schichten und Flutmechanismen versehen ist, könnten auf das ingenieurstechnische Wissen der Templer und ihrer angeblichen Erben der Freimaurer hinweisen. Um die Mitte des 18. Jahrhunderts entstand die Annahme, die Freimaurerei sei die legitime Fortsetzung des Templerordens. Diese Auffassung führte zur Bildung sogenannter „templerischer Freimaurersysteme“, von denen die Strikte Observanz die bedeutendste war. Dieses System behauptete, dass die Hochgrade der Freimaurer auf die Traditionen der Templer zurückgehen und deren geheime Weisheiten bewahren. Die Templer sollen nach ihrer Verfolgung im Jahr 1307 nach Schottland geflohen sein. Dort sollen sie auf Wunsch von Jacques de Molay, dem letzten Großmeister des Templerordens, den Freimaurerbund gegründet haben, um die Templertradition fortzuführen. Besonders die Hochgrade der Freimaurer weisen rituelle Ähnlichkeiten mit den Templerzeremonien auf, was als Indiz für eine historische Verbindung gewertet wird. Auch die liegende Acht, die als Grundform der Insel Oak Island interpretiert wird, ist ein zentrales Symbol der Freimaurerei.  

Auch in Italien finden sich bedeutsame Hinweise auf das Wirken der Tempelritter und Verbindungen zu Oak Island. In Camaro gibt es ein 2.500 Jahre altes Höhlensystem, das im 12. bis 14. Jhd ein Stützpunkt der Tempelritter gewesen ist und von diesen umgebaut wurde.  Ein bestimmter Höhlenabschnitt, der sogenannten Venushöhle hat eine verblüffende Ähnlichkeit mit  dem 2017 auf Oak Island gefundenen Bleikreuz  der Tempelritter. In der Höhle wurde auch eine Steingravur entdeckt, die einem Gänsefuß ähnelt. Die gleiche Gravur wurde auf Oak Island gefunden. Der Gänsefuß ist ein Zeichen der Freimaurer für die Tempelritter. Unter dem Palazzo Simonetti in Osimo, befindet sich die sogenannte  Simonetti Grotte, ein riesiges unterirdisches Netzwerk aus Kammern, Tunneln und Brunnen, das den Templern zeitweilig als Festung und während der Verfolgung des Ordens durch die Kirche als geheimer Zufluchtsort diente. Im Höhlensytem gefundene Templer-Symbole z. B. ein Dreifachrechteck und Inschriften belegen eine Nutzung durch die Templer. Die Tempelritter hätten die Höhle auch genutzt, um einen heiligen Ort zu kennzeichnen. In der Höhle wurde auch eine Steingravur ⊙ entdeckt, die dem H und O Stein von Oak Island gleicht. Der Stein ist vor allem durch die Schatzsucher und Forscher Dan Blankenship und Fred Nolan bekannt geworden. In seiner Oberfläche sind die Buchstaben „H“ und „O“ sowie weitere kreuzartige oder glyphenartige Symbole eingekerbt. Die exakte Bedeutung dieser Markierungen bleibt bis heute ein ungelöstes Rätsel. Ein weiteres Indiz, das auf eine Verbindung der Templer bzw. Freimaurer zu Oak Island hinweist befindet sich auf einer Steinsäule in der Kirche Santa Maria Nuova in Viterbo. Auf der Säule sind die Buchstaben H I C eingeritzt, was mit wenigen Änderungen umgedeutet werden kann als H + ⊙ und dann der Gravur auf dem  am Nordufer von Oak Island  gefundenen H und O Stein stark ähnelt. Die mittelalterlichen Ritter waren viele Jahre in Viterbo stationiert, um die Pilger zu schützen und zu unterstützen, wenn diese den letzten Abschnitt der Via Francigena bereisten, bevor sie in Rom ankamen.

Vielleicht haben die Templer auf der Eicheninsel tatsächlich ihren Schatz versteckt.  Doch trotz jahrhundertelanger Bemühungen bleibt das Geheimnis von Oak Island ungelöst. Ist die Insel ein Ort, an dem tatsächlich Reichtümer verborgen liegen, oder nur ein faszinierender Mythos?

Gewisse Entdeckungen auf der Insel und die daraus gezogenen Erkenntnisse stützen die Schatztheorie, lassen aber die Frage unbeantwortet, um was es sich bei dem Schatz handelt und wer ihn auf die Insel verbrachte. Hier nochmal eine Aufzählung aller gefundenen Objekte,  Gegenstände und Hinweise.

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An der Südküste von Oak Island wurde eine riesige Wasserspeicherkonstruktion aus Kokosmatten unter dem Sandstrand von Smith Cove gefunden. Das System beginnt direkt am Strand der Smith’s Cove, im Bereich zwischen Ebbe und Flut. Die Erbauer legten dort ein fächerförmiges Drainage-System (sog. Fingerkanäle) an. Es wurden 5 steinerne Wasserrohre entdeckt, die in einen Fluttunnel mündeten, der Meerwasser in den Money Pit leitete, um zu schützen was dort verborgen lag. Diese Rohre trafen sich in Form einer Hand oder eines Fächers an einem zentralen Sammelpunkt.  Sie waren mit Seegras und Kokosfasern (die Altersbestimmung ergab den Zeitraum zwischen 1260-1400) umwickelt um eine Verstopfung mit Sans zu verhindern. Vom zentralen Sammelpunkt am Strand führt der eigentliche Fluttunnel tief in das Innere der Insel. Laut historischen Berichten der Halifax Company (1867) ist der Tunnel etwa 1,20 Meter hoch und 75 Zentimeter breit. Er erstreckt sich über eine Länge von rund 140 Metern (460 Fuß) vom Strand bis zum Money Pit und verläuft in einem stetigen Winkel von etwa 22,5 Grad nach unten. Der Tunnel wurde absichtlich mit runden Flusssteinen und großen Kieseln aufgefüllt. Dies verhinderte, dass die Decke des Tunnels unter dem immensen Druck des Erdreichs einstürzt, ließ dem durchströmenden Wasser aber dennoch genug Platz. Er trifft in einer Tiefe von ca. 33 Metern (111 Fuß) seitlich auf den originalen Money-Pit-Schacht. Solange die Entdecker oberhalb dieser Marke gruben, blieb der Schacht trocken. Erst als man die Schichten um 30 Meter tief durchbrach, wurde die Verbindung geöffnet. Da die Smith’s Cove direkt mit dem Atlantik verbunden ist, drückt das Meerwasser ununterbrochen mit natürlichem Gezeitendruck in den Schacht. Pumpt man den Schacht leer, läuft er durch den Tunnel sofort wieder voll.  Das Convento de Cristo in Portugal – die historische Hauptfestung der Tempelritter und des späteren Christusordens – verfügt über ein komplexes System aus unterirdischen Aquädukten und Wasserkanälen. Es wurde die Theorie geäußert, dass die unterirdischen Wasserverteiler im Convento bedeutsame bauliche Ähnlichkeiten mit den rätselhaften Fingerkanälen (U-förmigen Stein- und Holzstrukturen) an der Küste von Oak Island aufweisen. In einem Steinquadrat aus dem 16. Jahrhundert im Convento de Cristo befindet sich zwischen den Säulen ein die  Theorie  stützendes eingemeißeltes Relief: Eine Hand mit fünf ausgestreckten Fingern, bei der der Mittelfinger deutlich am längsten ist. Die Templer sollen ihr hydraulisches Wissen genutzt haben, um die angeblichen unterirdischen Schatzkammern auf Oak Island trocken zu halten oder zu fluten. Es gibt ferner einige historische Beweise um die Templer-Theorie zu stützen: Schatzsucher schütteten Farbstoff in den Money Pit. Kurze Zeit später trat das gefärbte Wasser an der Smith’s Cove (und der Südküste) wieder aus, was die direkte Verbindung beweist. Die Oak Island Treasure Company versuchte, den vermuteten Tunnelverlauf mit Dynamitsprengungen zu zertrümmern, um den Wasserzufluss zu stoppen – die Explosionen brachten den Tunnel jedoch nur teilweise zum Einsturz und machten das Wasser im Money Pit schlammig, stoppten es aber nicht. In neueren Ausgrabungen bauten die Lagina-Brüder   riesige Fangdämme um die gesamte Smith’s Cove, um den Strand trockenzulegen. Dabei stießen sie tatsächlich auf alte, behauene Holzstrukturen (das sogenannte „U-förmige Bauwerk“) und Überreste der besagten Stein-Drainagen.

Kleine Aufzählung der wichtigsten Funde:

  1. eine Steinplatte mit rätselhaften Schriftzeichen
  2. ein Cartwheel-Penny mit einer Abbildung von König Georg III. aus dem Jahr 1797
  3. eine Edelsteinbrosche aus dem 16. Jahrhundert
  4. ein roter Granatstein, wahrscheinlich Teil einer Freimaurerplatte.
  5. zwei Britannia-Münzen von König Charles II. aus dem 17. Jahrhundert.
  6. Vergoldete Brosche aus dem 14. Jahrhundert.
  7. Spanischer Maravedi aus dem Jahr 1652
  8. vergoldeter Offizierknopf aus der Zeit zwischen 1804 und 1825
  9. Bleikreuz aus dem 14. oder 15. Jahrhundert.
  10. zwei Steinkanonenkugeln,wahrscheinlich portugiesischer Ursprung
  11. mysteriöses Holzobjekt, wahrscheinlich ein Freimaurerwerkzeug oder ein Reißbrett aus dem Jahr 1632
  12. römische Halbmünze die auf das  300 v. Chr. zurückgeht.
  13. 500 Jahre altes Handelsgewicht
  14. Massiver Steinkai im Sumpf, dessen Alter auf mindestens 300 Jahre geschätzt wird
  15. Kopfsteinpflasterpfad der vom Sumpf weg ins Hochland, direkt zum Money Pit Gebiet führt
  16. gepflasterter Bereich im Sumpf, der auf das Jahr 1200 n. Chr. datiert wurde.
  17. 500 Jahre alte Pflastersteinrampe, die den gepflasterten Bereich“ mitten im Sumpf mit dem Steinpfad verbindet
  18. Stück einer hölzernen Schiffsreling aus der Zeit zwischen 660 und 770 n. Chr.

Zu den letzten spektakulärsten Entdeckungen gehört eine echte Silbermünze, die in einer Tiefe von knapp 60 Metern (200 Fuß) direkt im Money Pit geborgen wurde. Ein möglicher Hohlraum/Tunnel: Das Team stieß bei den Untersuchungen auf Lot 8 sowie im Money-Pit-Areal auf Holzreste, die womöglich vom ursprünglichen Suchschacht stammen, und lokalisierte Anzeichen für einen tiefer liegenden Tunnel- oder Kammerzugang sein könnten. Über Wasserproben konnten hohe Konzentrationen von gelöstem Silber und Gold tief unter der Erde nachgewiesen werden. Das Team bohrte in einer Tiefe von über 64 Metern (210 Fuß) in den sogenannten Solution Channel – einen natürlichen, unterirdischen Hohlraum im Kalksteingebirge. Röntgenflunoreszenz-Analysen (XRF) der dort entnommenen Sedimente bestätigten elementares Silber direkt in diesem Hohlraum. Es wird vermutet, dass vergrabene Schätze durch das saure Grundwasser zersetzt wurden und diese metallische Spur im Hohlraum hinterließen. Im März 2026 wurde der originale Suchtunnel aus den Aufzeichnungen des 19. Jahrhunderts wiederentdeckt. Mithilfe von schweren Stahlzylindern (Caissons) stieß das Team in genau 30 Metern (100 Fuß) Tiefe auf massives, künstlich bearbeitetes Holz.  Der Tunnel liegt exakt einen Fuß neben den historischen Koordinaten. Er beweist, dass die alten Schatzsucher-Karten extrem präzise waren und führt das Team direkt in Richtung des ursprünglichen Money Pit. In ca. 45 Metern (148 Fuß) Tiefe ortete das Sonar einen großen Hohlraum (die Peacock-Anomalie). Sie beschreibt eine markante unterirdische Daten-Anomalie, die durch moderne Messverfahren im Sumpf- und Suchgebiet der Insel lokalisiert wurde. Erste Unterwasseraufnahmen zeigten zu 90 % künstlich erschaffene Strukturen, die jedoch durch extreme Schlammeinschwemmungen und die Instabilität des Bodens schwer zugänglich sind. Experten und Schatzsucher vermuten hinter der Anomalie eine tief vergrabene, versiegelte Silber-Kammer (silver chamber). Wasserproben und Scans in angrenzenden Arealen hatten zuvor ungewöhnlich hohe Edelmetall-Konzentrationen im Boden nachgewiesen.

Smith CoveAnmerkung des  Autors: Die Fluttunnel und Steinkastendrains (Box Drains) an Smith’s Cove gelten als das genialste und frustrierendste Verteidigungssystem von Oak Island, da sie den Money Pit bei Ausgrabungen gezielt mit Meerwasser fluten.  Bereits 1850 entdeckte man unter dem Sand von Smith’s Cove eine künstliche Schicht aus Kokosnussfasern und Seegras.  Darunter liegen fünf fächerförmig angeordnete, aus Steinen gebaute Kanäle (Box Drains), die das Meerwasser wie ein Schwamm aufsaugen.  Diese Drains führen das Wasser in einen zentralen, abfallenden Haupttunnel, der das Wasser über hunderte Meter direkt in den Money Pit leitet, sobald dort eine bestimmte Tiefe erreicht und ein „Luftschloss“ durchbrochen wird. Anfang 2026 stießen die Schatzgräber bei Grabungen oberhalb von Smith’s Cove auf einen massiven, von der Landseite einströmenden Meerwasserstrom. Dies gilt als einer der stärksten Beweise dafür, dass der künstliche Tunnel exakt durch diese Zone führt.Die Ausgrabung direkt über dem vermuteten Fluttunnel erwies sich als extrem instabil. Der Boden sackte dramatisch ab, sodass schwere Langarmbagger abgezogen und das Loch eilig stabilisiert werden musste, um die Schatzgräber nicht zu gefährden. Da der Schacht nicht sicher betreten werden konnte, senkte man Kamera-Sonden mithilfe des Baggerarms in die Tiefe ab. Dabei wurden in rund 9 bis 10 Metern Tiefe (30 Fuß) von Menschenhand bearbeitete Holzstrukturen gefilmt, die stark nach einer Abstützung des originalen Fluttunnels In der gleichen Fluchtlinie stieß man auf alte Beton- und Zementreste. Diese stammen nachweislich von der Schatzsucher-Familie Restall (aus den 1960er Jahren), die damals versuchte, das Fluttunnelsystem mit reinem Zement zu blockieren. Obwohl historische Färbetests (unter anderem in den Jahren 1898, 1938 und zuletzt durch die Brüder Lagina- 2019) zweifelsfrei bewiesen haben, dass das Wasser von Smith’s Cove direkt in den Money Pit fließt, konnte der Tunnel aufgrund von Einstürzen und der enormen Wassermassen noch nie über seine gesamte Länge hinweg am Stück freigelegt werden.

Ein weiteres faszinierendes Rätsel auf Oak Island sind die geometrischen Geheimnisse von Nolan’s Cross . Die geometrische Struktur wurde 1981 von dem Landvermesser Fred Nolan entdeckt, als er seine Grundstückslinien kartierte. Was auf den ersten Blick wie zufällig verteilte Felsbrocken aussah, entpuppte sich bei präziser Vermessung als eine monumentale, hochpräzise geometrische Anordnung (Kreuz) aus sechs tonnenschweren Megalithen. Das Kreuz erstreckt sich über eine gewaltige Fläche: Es ist 360 Fuß breit und 867 Fuß lang (orientiert von Nordost nach Südwest). Fünf kegelförmige Granitböcke (jeweils rund 10 Tonnen schwer) bilden die äußeren Punkte (A, B, C, D, E). Die Aufteilung der Abstände bilden eine exakte mathematische Progression, die auf der alten Maßeinheit des „Fadens“ (6 Fuß) basiert.

  • 144 Fuß: Länge des Querbalkens
  • 288 Fuß: Abstand vom Schnittpunkt zum unteren Mittelstein
  • 432 Fuß: Abstand vom unteren Mittelstein zum Querbalken
  • 720 Fuß: Abstand vom Querbalken bis zum finalen Fußstein
  • 864 Fuß: Gesamtlänge der mathematischen Hauptachse

Der Architekt und Forscher Brian Pharoah wies  nach, dass diese Zahlen (144, 288, 360, 432, 720, 864) keine Zufallsprodukte sind. Es handelt sich um fundamentale Schlüsselzahlen der Heiligen Geometrie (Sacred Geometry), die Proportionen des Universums, der Zeit und der Musik beschreiben. Exakt dieselben mathematischen Verhältnisse und Ratios wurden beim Bau der Kathedrale von Chartres in Frankreich sowie beim Tempelberg in Jerusalem genutzt – beides zentrale Orte der Tempelritter-Geschichte. Die Steine sind so angeordnet, dass sie präzise Visierlinien für die Sonnenwenden (Solstitien) und die Tagundnachtgleichen (Äquinoktien) bilden. Neuere astronomische Berechnungen aus den Jahren 2024 bis 2026 zeigen zudem, dass die Formation wie eine riesige Sternenkarte funktioniert. Die Neigung des Kreuzes entsprach vor einigen Jahrhunderten exakt bestimmten Sternkonstellationen am Nachthimmel über Nova Scotia. Genau am Schnittpunkt der beiden Kreuzarme liegt vergraben ein sechster, kleinerer Stein aus weicherem Sandstein. Dieser Stein unterscheidet sich völlig von den Granitblöcken. Fred Nolan beschrieb, dass darauf die verwitterten Umrisse eines menschlichen Gesichts sowie die Ritzung eines Schwertes zu erkennen waren – beides typische Symbole, die man auf mittelalterlichen Templer-Grabplatten findet. Die größte Entdeckung ist jedoch die Funktion von Nolan’s Cross als Wegweiser. Verlängert man die Linien des Kreuzes mathematisch und verbindet sie mit anderen künstlichen Markierungen auf der Insel (wie den mysteriösen „gebohrten Steinen“), entsteht ein geometrisches Netz. Diese Visierlinien weisen exakt auf den Bereich des Garden Shaft (dem vermeintlichen Money Pit) und eine potenzielle unterirdische Schatzkammer hin. Alle Hinweise zusammengefasst, deuten zumindest aber auf ein hochentwickeltes, historisches Ingenieursprojekt auf Oak Island hin. Wozu dieser Aufwand ?