Höchstleistungen der Architektur
Ungewöhnliche Bauwerke und Monumente
Schloss Schönbrunn in Wien, Österreich: Das Schloss Schönbrunn in Wien stellt zusammen mit seinem Park eines der besterhaltenen barocken Ensembles Europas dar. Das Schloss ist die ehemalige Sommerresidenz der Habsburger in der österreichischen Hauptstadt Wien. Das Schloss wurde ursprünglich am Ende des 17. Jahrhunderts von Kaiser Leopold I. beim Barockarchitekten Johann Bernhard Fischer von Erlach als Jagdschloss beauftragt und knapp 50 Jahre später im Stil des Rokokos als Sommerresidenz Maria Theresias umgestaltet. Unter Maria Theresia wurde Schloss Schönbrunn Mitte des 18. Jahrhundert als imperiale Sommerresidenz zum glanzvollen Mittelpunkt des höfischen Lebens. Erst am Ende des 19. Jahrhunderts wurde es von Franz Joseph, der in Schönbrunn geboren und verstorben ist, ganzjährig bewohnt. Der Name Schönbrunn bezieht sich auf einen Kaiser Matthias zugeschriebenen Ausspruch. Er soll dort im Jahr 1619 auf der Jagd eine artesische Quelle entdeckt und darüber erfreut ausgerufen haben: „Welch’ schöner Brunn!“ An dieser Stelle im Schlosspark befindet sich heute der Schöne Brunnen. Schönbrunn ist das größte Schloss und eines der bedeutendsten und meistbesuchten Kulturgüter Österreichs. Das Schloss und der etwa 160 ha große Park sind seit 1996 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Eine Hauptattraktion im Schlosspark ist der älteste noch bestehende Zoo der Welt, der Tiergarten Schönbrunn (16 ha).
Sacré-Cœur de Montmartre in Paris, Frankreich: Die Römisch-katholische Wallfahrtskirche, zu Deutsch Basilika vom Heiligsten Herzen in Montmartre, thront strahlend weiß auf dem 130 Meter hohen Montmartre-Hügel. Der Hügel, der nebenbei die höchste Erhebung der Stadt ist, kann zu Fuß erklimmt werden oder man kann entspannt mit der Standseilbahn hinauffahren. Die beeindruckende Wirkung des Bauwerks beruht auf der einzigartigen Lage auf dem Montmartre-Hügel, dem strahlenden Weiß des verbauten Materials, der Monumentalität und dem fremdartigen Effekt der steilen Kuppelformen mit ihren schlanken, nicht belichtenden Laternen. Die Fundamente der Kirche reichen 33 Meter in den Boden, um sie vor dem Einsinken in den lehmigen Untergrund zu bewahren. Die Kirche selbst misst 85 mal 35 Meter und hat eine Höhe von 83 Metern. Innen beeindruckt die Basilika vor allem durch ihre Weite. Das dreibogige Hauptportal wird von Reiterstatuen der Nationalheiligen Johanna von Orléans und Ludwig IX. von Frankreich, flankiert. Über dem Hochaltar befindet sich eine Monstranz, in der bereits seit 1885 – also lange vor Fertigstellung des Bauwerks – eine konsekrierte Hostie aufbewahrt und als Leib Christi verehrt wird. Und in der Apsis der Basilika ist eines der größten Mosaiken der Welt zu sehen: das 475 Quadratmeter große, 1922 fertig gestellte Christusmosaik von Luc-Olivier Merson. Im Kirchturm hängt die 1895 in Annecy gegossene Glocke „Savoyarde“. Mit 18.835 Tonnen Gewicht und gut 3 Metern Durchmesser ist sie die größte Glocke Frankreichs und die achtgrößte Glocke der Welt. Ihr Schlagton cis°-2. wird begleitet von einem fünfstimmigen Bronzegeläut.
Taj Mahal in Agra, Indien: Das imposante Gebäude ist ein Mausoleum (Grabgebäude,) und wurde Mitte des 17. Jahrhunderts fertiggestellt. Der Gebäudekern besteht, ebenso wie die Kuppel und die Minarette, aus vor Ort gebrannten Ziegelsteinen, die außen wie innen mit weißen Marmorplatten verkleidet sind. Der Großmogul Shah Jahan ließ den Bau zum Gedenken für seine im Jahre 1631 verstorbene große Liebe Mumtaz Mahal erbauen. Das Mausoleum steht auf einem etwa 5 m hohen quadratischen Unterbau. Der Grundriss des Mausoleums ist ein unregelmäßiges Oktogon, welches von einer knapp 30 m hohen, auf einem Tambour ruhenden gebauchten Außenkuppel mit einem Maximaldurchmesser von 26,65 m überwölbt ist; diese wiederum ist von vier kleinen offenen, pavillonartigen Chhatri-Aufbauten mit kleinen – nicht gebauchten – Kuppeln umstellt. Um das Hauptgebäude herum angeordnet stehen vier Minarette mit zwei Umgängen. Der Taj Mahal ist von einer Mauer aus rotem Sandstein umgeben. Ein Torbau aus rotem Sandstein ist mit weißen Marmor verziert. Zwischen dem Torbau und dem Mausoleum liegt ein 18 Hektar großer Garten mit einem länglichen Wasserbecken im Zentrum. Das Mausoleum am Ufer des Flusses wird rechts und links von zwei Gebäuden flankiert, die aus rotem Sandstein mit Verzierungen aus weißem Marmor bestehen; jedes dieser beiden Gebäude hat drei weiße Marmorkuppeln. Das Gebäude im Westen, in der Richtung von Mekka, ist eine Moschee. Das symmetrisch gegenüberliegende Gebäude im Osten des Mausoleums war ursprünglich ein Gästehaus.
Blaue Moschee in Istanbul, Türkei: Die Blaue Moschee trägt eigentlich den Namen Sultan-Ahmet-Moschee und ist ein Meisterwerk osmanischer Baukunst. In Auftrag gegeben wurde die Moschee von Sultan Ahmet I. und 1616 als Gebetsstätte eröffnet. Seit 1985 gehört sie sogar zum Unesco-Weltkulturerbe. Die Blaue Moschee besteht aus einem Grab des Gründers, einer Madrasa (Schule der islamischen Wissenschaft) und einem Hospiz. Unter ihrem Namen Blaue Moschee bekannt, wurde sie wegen ihres Reichtums an blau-weißen Fliesen, die die Kuppel und den oberen Teil der Mauern zieren. Die Moschee hat sechs Minarette; nur die Prophetenmoschee in Medina mit zehn und die Hauptmoschee in Mekka mit neun Minaretten haben mehr Minarette als die Sultan-Ahmed-Moschee. Der Gebetsraum ist mit 53 m Länge und 51 m Breite fast quadratisch. Die Hauptkuppel hat einen Durchmesser von 23,5 m und ist 43 m hoch. Sie wird von vier Spitzbögen und vier flachen Zwickeln getragen, die wieder auf vier riesigen, 5 m dicken Säulen ruhen. 260 Fenster erhellen den Innenraum.
Notre-Dame de Montréal, Kanada: Notre-Dame bedeutet übersetzt so viel wie „unsere liebe Frau“. Das neugotische Bauwerk entstand im 19. Jahrhundert. Es befindet sich an der Rue Notre-Dame gegenüber dem Place d’Armes, dem zentralen Platz im Altstadtviertel Vieux-Montréal. Die Basilika besitzt einen rechteckigen Grundriss und ein Satteldach. Sie besteht aus grauem Kalkstein, dem traditionellen Baumaterial in der Montrealer Altstadt. Die beiden Kirchtürme, die drei hohen Spitzbögen des Portikus sowie das polygonale Strebewerk der Seitenfassaden verleihen dem Gebäude eine schlanke Wirkung. Über den drei Portalbögen befinden sich drei Nischen mit Statuen: die Unbefleckte Empfängnis sowie die Heiligen Josef von Nazaret und Johannes der Täufer. Der streng rechteckige Grundriss des Gebäudes und das besondere Licht, welches durch die Buntglasfenster ins Innere dringt, lenken die Blicke automatisch zum Altar. Dieser ist in einem halbkreisförmigen Altarraum, der leicht erhöht liegt. Das Altarbildes zeigt die Darstellung des göttlichen Opfers, versinnbildlicht durch die Messe und das Abendmahl. An der Spitze des Altars wird die Jungfrau Maria durch ihren auferstandenen Sohn gekrönt. Statuen stellen verschiedene biblische Figuren dar. 1982 verlieh Papst Johannes Paul II. dem Gebäude, den Ehrentitel Basilica minor. Die Basilika war bis 1928 das höchste Gebäude der Stadt und beeindruckt noch heute durch ihren Stil und den prachtvollen Innenraum.
Grand Central Terminal in New York, USA: Das Grand Central Terminal ist ein Bahnhof in Manhattan. Das Grand Central Terminal wurde am 2. Februar 1913 als Kopfbahnhof eingeweiht und ist seitdem der Bahnhof mit den meisten Gleisen weltweit – seine 67 Gleise enden an 44 Bahnsteigen. Im Jahre 2016 waren 67 Gleise im regulären Betrieb für den Personenverkehr. Dabei hat die obere Ebene 42 Gleise, einschließlich zehn Gleisen, die nur zum Abstellen von Fahrzeugen dienen. Ein Gleis bildet hier eine Kehrschleife um vierzig der Bahnsteige des Kopfbahnhofs herum. Die untere Ebene hat 27 Gleise, die von mehreren Kehrschleifen umschlossen werden. Mit der Gründung der Amtrak, die 1971 fast den gesamten Fernverkehr der USA von den privaten Bahngesellschaften übernommen hatte, wurden die ersten Fernzüge aus New Haven und Boston aus dem Bahnhof abgezogen. Verblieben waren nur noch die Züge des Empire Service durch Upstate New York zu den Niagarafällen sowie in einige Neuenglandstaaten und nach Kanada. Mit dem Bau einer neuen Zufahrtsstrecke zur New Yorker Penn Station verlor das Grand Central Terminal 1991 auch die restlichen Fernverkehrszüge, so dass der Bahnhof heute lediglich von den Zügen des Nah- und Regionalverkehrs frequentiert wird. Sehenswert ist die große Haupthalle mit der dunkelblaugrünen Deckenausmalung als Sternenhimmel. Der Bahnhof ist mit der U-Bahn-Station Grand Central–42 Street der New York City Subway verbunden. Für drei Linien der Metro-North Railroad ist das Grand Central Terminal der südliche Endpunkt und der mit Abstand bedeutendste Umsteigepunkt zu innerstädtischen Verkehrsmitteln, insbesondere der Subway, und zur Long Island Rail Road.
Scheich-Zayid-Moschee in Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate: Die Scheich-Zayid-Moschee ist die größte Moschee in den Vereinigten Arabischen Emiraten und eine der größten der Welt. Das Grundstück auf dem sie steht, ist 56 Hektar groß und nach Emir Zayid bin Sultan al-Nahyan, dem Mitbegründer und ersten Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate, benannt. Sein Grab befindet sich auf dem Gelände. Insgesamt haben in der Moschee rund 40.000 Gläubige Platz. Ihre vier Minarette messen eine Höhe von jeweils 107 Meter, die der Hauptkuppel über dem Gebetssaal 75 Meter. Für den Bau wurden 15 verschiedene Marmor-Sorten (darunter Laaser Marmor) verwendet, Blattgold ebenfalls. Ein handgearbeiteter Teppich aus dem Iran mit einer Fläche von rund 5600 Quadratmetern liegt in der Moschee. Er gilt als der weltweit größte seiner Art und ist 35 Tonnen schwer. Und auch etwas aus Deutschland hat hier Platz gefunden: sieben Kronleuchter. Sie bestehen aus vergoldetem Messing und Edelstahl und sind blumenförmig mit tausenden verschiedenfarbigen Swarovski-Kristallen besetzt. Der größte der Kronleuchter mit einem Durchmesser von zehn Metern und 15 Metern Höhe gilt als größter Kronleuchter der Welt.
Biltmore Estate in North Carolina, USA: George Washington Vanderbilt II. erteilte Ende des 19. Jahrhunderts dem New Yorker Architekten Richard Morris Hunt den Auftrag zum Bau des Anwesens. Zu damaligen Zeiten war es mit einer Fläche von rund 32 Quadratkilometern das größte private Anwesen der USA. Das Herrenhaus mit einer Wohnfläche von 175.000 Quadratfuß (ca. 16.260 m²) hat eine 238 Meter lange Fassade aus Indiana-Kalkstein, umfasst 250 Zimmer sowie einen Swimmingpool, eine Bowlingbahn und einen Fitnessraum. 1895 wurde es fertiggestellt und war überall mit Elektroanschlüssen ausgestattet. Damit gilt das Biltmore Estate als eines der ersten Wohnhäuser, in dem Thomas Edisons Glühbirnen verwendet wurden. Das Anwesen umfasst auch ein eigenes Dorf, das Biltmore Village, und eine Kirche, die unter dem Namen Cathedral of All Souls bekannt ist. Im Mai 1963 erhielt Biltmore Estate vom Innenministerium den Status eines National Historic Landmarks zuerkannt. Im Oktober 1966 wurde das Anwesen als Historic District in offizielle Liste der Kulturdenkmale auf nationaler Ebene in den Vereinigten Staaten, dem National Register of Historic Places eingetragen.
Kathedrale Notre-Dame de Paris, Frankreich: Die Kirche wurde zwischen 1163 und 1345 errichtet und ist eines der frühesten gotischen Gotteshäuser Frankreichs. Die beiden aus Naturstein errichteten, symmetrischen Westtürme nördlich und südlich des Hauptportals sind 69 Meter hoch. Die Rosette Notre-Dames ist mit ihren 12 Metern Durchmesser eine der größten Europas. Das Kirchenschiff ist im Inneren 130 Meter lang, 48 Meter breit und 35 Meter hoch. Der barocke Altarraum aus rot-weißen Marmor-Bögen auf Pfeilern, mit einem aufwändigen Marmor-Fußboden und reichem Skulpturen-Schmuck entstand zwischen 1708 und 1714 auf Weisung von König Ludwigs XIV. Am 27. Februar 1805 wurde die Kirche durch Papst Pius VII. zur ersten französischen Basilica minor erhoben. Notre-Dame ist die Kirche des Pariser Erzbischofs – daher der Titel „Kathedrale“ (lat. cathedra = Sitz, Stuhl). Vorgängerbauten auf der Ile de la Cite, der Kernstadt auf der Seine-Insel, lassen sich bis um das Jahr 540 zurückverfolgen. Hier sind heute die wichtigsten Reliquien von Paris versammelt, darunter auch eine Dornenkrone und ein Kreuznagel, die traditionell als von der Kreuzigung Jesus Christi stammend verehrt werden. Bei einem Großbrand im April 2019 wurde Notre-Dame in Paris schwer beschädigt. Erst am Morgen nach dem Ausbruch des Feuers konnte es unter Kontrolle gebracht werden. Neben dem Vierungsturm wurde der Dachstuhl schwerbeschädigt und das Gewölbe des Hauptschiffs weist an zwei Stellen Brüche auf. Zum Glück sind aber die Westfassade mit den Haupttürmen, die Rosette, das Strebewerk intakt geblieben und die Kunstschätze und Reliquien aus dem Inneren konnten gerettet werden. Zum Glück wurden in der Woche davor auch noch 16 Statuen vom Dach abmontiert – sie sollten in einer Werkstatt separat restauriert werden! Nach einer 5-jährigen Restaurierung wurde die Kathedrale am 7. Dezember 2024 wiedereröffnet.
Sagrada Família in Barcelona, Spanien: Es ist eines der berühmtesten Gebäude der Welt – und auch das schönste: die Sagrada Família in Barcelona. Die monumentale Kirche gilt als das Hauptwerk des katalanischen Baumeisters Antoni Gaudí. 1882 wurde mit dem Bau der Kirche begonnen und bis heute ist das Gotteshaus nicht fertig. Von einer Fertigstellung wird spätetstens im Jahr 2033 ausgegangen. Die UNESCO nahm 2005 die Geburtsfassade und die Krypta der Sagrada Família als Erweiterung des Weltkulturerbedenkmals Werke von Antoni Gaudí in ihre Liste des Weltkulturerbes auf. Am 7. November 2010 weihte Papst Benedikt XVI. die Kirche und erhob sie zugleich zu einer Basilica minor. Der zweithöchste Turm der Kirche, der Marienturm, wurde am 29. November 2021 fertiggestellt, als er seinen markanten 12-zackigen Stern auf der Spitze erhielt. In den Jahren 2022 und 2023 wurden jeweils zwei der vier dritthöchsten Türme (die Evangelistentürme) fertiggestellt. Die Basilika hat einen kreuzförmigen Grundriss. Das fünfschiffige Langhaus zeigt gegen Süd-Osten und misst bis zur Apsis am nördlichen Ende etwa 90 Meter. Es ist 45 Meter breit (Hauptschiff 15 Meter, vier Seitenschiffe je 7,5 Meter). Das kürzere dreischiffige Querhaus erreicht eine Länge von 60 Metern und eine Breite von 30 Metern (Hauptquerhaus 15 Meter, zwei Seitenschiffe je 7,5 Meter). Um fast die gesamte Kirche herum wird ein Kreuzgang verlaufen. Er beherbergt eine Kapelle, die Mariä Aufnahme in den Himmel gewidmet ist. Die Seitenschiffe haben eine Höhe von 30 Metern, Haupt- und Hauptquerschiff eine Höhe von 45 Metern, die Vierung eine Höhe von 60 Metern und das Gewölbe über der Apsis eine Höhe von 75 Metern. Die Gewölbe werden von steinernen Säulen getragen. Unter der Apsis liegt die Krypta im neogotischen Stil. Sie ist annähernd ein Rundbau mit einer Fläche von rund 120 Quadratmetern, flankiert von sieben Einzelkapellen im Halbrund (in der Mitte: St. Josef). Gegenüber liegen in einer Linie die drei Hauptkapellen, links und rechts flankiert von zwei weiteren. Von der mittleren Kapelle aus wird die Messe gelesen, rechts daneben liegen die Kapelle der Jungfrau von Montserrat, der Schutzpatronin Kataloniens, sowie die Christuskapelle mit dem Grab Josep Maria Bocabella i Verdaguers. Auf der anderen Seite befinden sich die Kapelle des Heiligen Sakraments sowie die Kapelle der Heiligen Jungfrau vom Karmel („Verge del Carme“), in der Antoni Gaudí begraben ist.
Schloss Versailles: Das Schloss Versailles in Paris ist eine der größten Palastanlagen Europas und war von der Mitte des 17. Jahrhunderts bis zum Ausbruch der Französischen Revolution die Hauptresidenz der Könige von Frankreich. Die Flügel des Versailler Schlosses und seiner Nebengebäude gruppieren sich um drei in einer Achse gelegene Hofplätze, die zusammen eine weitgehend zusammenhängende Fläche bilden und vom Zentrum des Schlosses in Richtung der Stadt führen. Ein erstes Schloss wurde 1623 auf dem Anwesen von Versailles erbaut, um dem König als Unterkunft bei seinen Jagdausflügen zu dienen. Es wurde im Jahre 1631 vergrößert und zu dieser Zeit auch schon mit Barockgärten (französischen Gärten) umgeben. Während der Herrschaft der Könige Ludwig XIV., Ludwig XV. und Ludwig XVI. wurde Schloss Versailles als Königsresidenz fortlaufend weiter ausgebaut. Z. B. die Opéra Royal (Königliche Oper) oder die Chapelle Royale (Schlosskapelle). Die Gärten wurden ebenfalls fortlaufend vergrößert. Weitere Gebäude sind das Grand Trianon de Marbre (Großes Trianon) sowie das Petit Trianon. Letzteres war ursprünglich der Favoritin des Königs, Jeanne-Antoinette Poisson, zugedacht, bekannter unter dem Namen Madame de Pompadour. Später gelangte es in den Besitz von Königin Marie-Antoinette. Durch die Französische Revolution wurde das Anwesen von Versailles um 7000 Hektar Parkfläche verkleinert.
Schloss Neuschwanstein: Die Dreiflügelanlage wurde in den Jahren 1869 bis 1892 im Auftrag des Königs Ludwig II. von Bayern im Stil der Neuromanik erbaut. Als architektonisches Vorbild dienten mittelalterliche Ritterburgen. Erstmals urkundlich erwähnt wurde ein „Castrum Swangowe“ im Jahr 1090. Damit gemeint waren die im Mittelalter an der Stelle des heutigen Schlosses Neuschwanstein stehenden zwei kleinen Burgen: die Burg Vorderhohenschwangau, und ein befestigter Wohnturm namens Hinterhohenschwangau. Im 19. Jahrhundert waren beide Burgen zu Ruinen verfallen. Durch den Tod seines 1848 abgedankten Großvaters Ludwig I. konnte der junge König ab 1868 dessen Apanage einbehalten, wodurch ihm umfangreiche finanzielle Mittel zur Verfügung standen. Nach der Regierungsübernahme durch den jungen König 1864 war der Wiederaufbau der Burgruine Vorderhohenschwangau – des späteren Schlosses Neuschwanstein – das erste größere Schlossbauprojekt Ludwigs II. Überlegungen, die Burgruinen in den Bau zu integrieren, wurden wegen der damit verbundenen technischen Schwierigkeiten nicht weiter verfolgt. Beim Tode des Königs am 13. Juni 1886, war Neuschwanstein noch nicht fertiggestellt. |
Hagia Sophia: Die von 532 bis 537 n. Chr. erbaute ehemalige byzantinische Kirche wurde von 1453 bis 1935 – und wird wieder seit 2020 – als Moschee genutzt. Von 1935 bis 2020 diente sie als Museum. Am 10. Juli 2020 entschied das oberste Verwaltungsgericht der Türkei, dass die Hagia Sophia wieder als Moschee genutzt werden dürfe. Die Kuppel der Hagia Sophia bleibt mit ursprünglich 33 Metern Spannweite bis zum heutigen Tage die größte über nur vier Tragepunkten errichtete Ziegel-Kuppel der Architekturgeschichte. Sie gilt mit ihren gigantischen Proportionen und der besonderen Harmonie ihres Innenraums als eines der bedeutendsten Gebäude aller Zeiten. Aufgrund ihres besonderen Baugefüges und der hier erstmals verwirklichten neuartigen Idee in der Durchdringung von Zentralraum und longitudinaler Basilika entstand eine der kühnsten Konstruktionen aus Menschenhand und eines der bedeutendsten Bauwerke der letzten 1500 Jahre. |
| Bosco Verticale: Der Wolkenkratzer besteht aus zwei begrünten Wohntürmen mit 80 Metern (19 Etagen) und 112 Metern (27 Etagen) Höhe. Die Grundstücksfläche des Bosco Verticale beträgt insgesamt 29.300 Quadratmeter. Jeder Turm entspricht etwa 50.000 Quadratmetern Einfamilienhausfläche. An ihren Fassaden bieten sie Platz für 711 Bäume, 5.000 große Sträucher und 15.000 mehrjährigen hängenden Pflanzen. Das entspricht einem Wald von 7.000 Quadratmetern. Die Pflanzen wurden auf den stark auskragenden Balkonen, die bis zu drei Meter aus der Hauswand herausragen, gepflanzt. Die umlaufenden Balkone sind so angeordnet, dass auch größere Bäume ungehindert bis zu drei Stockwerke hoch wachsen können. Im Bosco-Verticale ragen die Bäume bis zu neun Meter hoch. Für die besonderen Wachstumsbedingungen an der Fassade wurden die Bäume speziell herangezogen. In den beiden Wohntürmen befinden sich insgesamt 113 Wohnungen. Jede hat Zugang zu mindestens einem Balkon, der einem kleinen Garten oder einem Waldstück gleicht. Der grüne Vorhang aus Pflanzen reguliert die Feuchtigkeit und fungiert als Luftreiniger: Das Blattwerk der Gewächse produziert Sauerstoff, absorbiert CO2 und bindet dazu Feinstaub aus der Luft. |
Das Kloster Geghard ist ein armenisches Kloster in der Provinz Kotajk. Das Kloster gehört zu den bedeutendsten Zeugnissen der Armenischen Apostolischen Kirche und wurde 2000 in das UNESCO-Welterbe aufgenommen. Charakteristisch sind die teilweise in den Fels gehauenen Räume bzw. die Nutzung von Höhlen. Mit dem ab dem 13. Jahrhundert bezeugten Name „Kloster zur Heiligen Lanze“ ist eine Reliquie der Heiligen Lanze gemeint, die der Apostel Thaddäus ins Land gebracht haben soll und die im Kloster aufbewahrt wurde. Heute befindet sie sich im Museum der Kathedrale von Etschmiadsin. Die Hauptkirche (Kathogike) des Klosters ist eine nach Osten ausgerichtete Kreuzkuppelkirche mit vier Eckkapellen und einem mit Fenstern versehenen zylindrischern Bauteil, auf dem die Kuppel aufsitzt. Die Vorhalle (Gawit) der Kirche ist weitaus größer als die Kirche selber. Nördlich der Kathogike und ihres Gawits sind weitere Kirchen und Gawits in den Felsen getrieben. Eine erste Felsenkirche, Avazan-Kirche genannt wurde 1240 als Erweiterung einer Höhle angelegt, in der sich eine Quelle befand. In der Kirche befindet sich das Wasserbecken (Avazan), in dem das als wundertätig geltende Wasser der Quelle gesammelt wird. |
Die Kathedrale von Lincoln ist ein riesiger, komplizierter Baukörper, zusammengesetzt aus Bauteilen verschiedenster Epochen, die sich in der Gliederung, der Gewölbebildung und der Ornamentierung niederschlagen. Die ältesten Teile zeigen noch normannischen Baustil. Die aufwendigen und prachtvollen Details im Inneren sind kaum mit denen in einer anderen europäischen Kirche zu vergleichen. Ein Beispiel hierfür sind die mit schwarzem Purbeck-Mamor verzierten Dienstschäfte, Kapitelle und Sockelblenden. In der heutigen Form ist Lincoln eine dreischiffige Emporen-Basilika. Das westliche Querschiff ist länger und verfügt zudem noch über einen Vierungsturm. Zu den Besonderheiten gehören zweifelsfrei die Steinmetzarbeiten, die beiden Rosenfenster, das Rippengewölbe sowie das Kapitelhaus. Das romanische Westportal zeigt auf seinen Säulenschäften normannische Dämonen- und Zickzackornamentik. Über den Portalen der Westfassade befindet sich auch ein Relieffries mit Szenen aus dem Alten und Neuen Testament. 238 Jahre (von 1311 bis 1549) war die Lincoln Cathedral das höchste Gebäude der Welt. Der zentrale Vierungsturm erreichte etwa 160 Meter und übertraf damit die Große Pyramide von Gizeh. Der Einsturz des Turms im Jahr 1549 beendete den Status der Kirche als höchstes Gebäude. |
![]() Die Pyramiden von Gizeh sind das einzige erhaltene der sieben Weltwunder der Antike und zählen seit 1979 zum Weltkulturerbe. Sie entstanden etwa von 2620 bis 2500 v. Chr. in der 4. Dynastie. Sie wurden auf einem rund 1000 mal 2000 m großen Kalksteinplateau errichtet, wobei mit dem Bau der Pyramiden Nebenpyramiden, Tempelanlagen, Gräberfelder und Arbeiterdörfer entstanden. Die größte und vermutlich bekannteste Pyramide ist die des Pharao Cheops. Er regierte um 2620 bis 2580 (nach anderer Quelle um 2604 bis 2581) v. Chr. Die Cheops-Pyramide war ursprünglich 146,6 m hoch (heute: 138,75 m), die Seiten sind im Mittel 230,3 m lang und der Rücksprung der Außenverkleidung beträgt 22 Finger auf eine Elle; das entspricht einem Neigungswinkel von 51°50’40“. Sie wurde aus rund 3 Millionen Steinblöcken errichtet, deren durchschnittliches Gewicht je bei 2,5 t liegt, und war komplett mit Kalksteinblöcken verkleidet. |
Die Hallgrímskirkja ist mit Sitzplätzen für 1200 Besucher das größte Gotteshaus der Insel. das größte Kirchengebäude Islands1. Sie wurde auf einen Hügel in der Stadt platziert, was ihren 74,5 Meter hohen Turm noch größer erscheinen lässt. Im äußeren Erscheinungsbild dominiert der expressionistische Stil. Auffallend ist die Ähnlichkeit der Betonpfeiler, die sich in großer Zahl um den Turm der Hallgrímskirkja aneinanderreihen, mit Basaltsäulen, einem gängigen Motiv der isländischen Landschaft. Die weiße Farbe soll an die Gletscher erinnern. Das Innere der Kirche ist als konventionelle, dreischiffige Hallenkirche mit zahlreichen gotischen Merkmalen gestaltet. Die äußeren Seitenschiffe der Basilika treten gegenüber dem breiten Hauptschiff weitgehend zurück. Auf Buntglasfenster wurde weitgehend verzichtet, wodurch die Kirche im Inneren sehr hell erscheint. Der Turm trägt drei große Kirchenglocken mit den Namen Hallgrimur, Gudridur und Steinunn. Das sind die Vornamen vom Namensgeber der Kirche sowie seiner Frau und seiner Tochter. Kein anderes Bauwerk des Landes hat eine ähnlich lange Zeit zur seiner Errichtung in Anspruch genommen. 1945 wurde mit den Bauarbeiten begonnen. Im Jahre 1948 wurde eine Kapelle im Keller unter dem heutigen Chor eingeweiht, 1974 waren Turm und Flügel mit einer neuen Kapelle fertiggestellt, und im Jahre 1986 konnte das Kirchenschiff eingeweiht werden. |
Schiefer Turm von Pisa: Der Turm war als freistehender Glockenturm (Campanile) für den Dom in Pisa geplant. 12 Jahre nach der Grundsteinlegung am 9. August 1173, im Jahr 1185, als der Bau bei der dritten Etage angelangt war, begann sich der Turmstumpf in Richtung Südosten zu neigen. Daraufhin ruhte der Bau rund 100 Jahre. Die nächsten vier Stockwerke wurden dann mit einem geringeren Neigungswinkel auf den bereits bestehenden Stockwerken gebaut, um die Schieflage auszugleichen. Danach musste der Bau nochmals unterbrochen werden, bis 1372 auch das Glockengeschoss vollendet war. Der Grund für seine Schieflage liegt in dem Untergrund aus lehmigem Morast und Sand, der sich unter dem Gewicht verformt. Neuesten Ausgrabungen zufolge steht der Turm am Rande einer ehemaligen Insel direkt neben einem antiken, zur Bauzeit bereits versandeten Hafenbecken. Die Schieflage des Turms beträgt nach dem Ende der Sanierungsarbeiten rund vier Grad, entsprechend einer Auslenkung an der Spitze von 3,9 m (bei rund 55,8 m Höhe). Im Inneren des Turmes hängt ein Lot, das oben in der Mitte befestigt ist und durch die Schieflage unten beinahe die Seitenwand berührt. Der 56 Meter hohe und 12 Meter durchmessende Campanile besteht aus 14.500 Tonnen weißen Carrara-Marmors und hat sieben Glocken. |
Sha Mosque: Die Moschee wird als Meisterwerk islamischer Baukunst angesehen und besticht durch ihre gebauchte himmelblaue Zwiebelkuppel und ihre reichen Mosaikarbeiten auf Portalen, Gebetshallen, Minaretten und Arkaden. Flankiert wird sie von zwei schlanken, türkisfarbenen, etwa 50 m hohen Minaretten, die den 26 m hohen Türmchen des Eingangsportals ähneln. Mit dem Bau der Schah-Moschee wurde 1590 begonnen Die Arbeiten an ihr gingen bis mindestens 1630, wahrscheinlich gar bis 1638 weiter. Für das Gebäude wurden schätzungsweise 18 Millionen Ziegelsteine, für Verkleidung und Futtermauern rund 472.500 Kacheln verbaut. Ursprünglich lediglich als Torbau und Durchgang zu den geplanten königlichen Gärten und Residenzen geplant, entwickelte sich der an der Westseite des Platzes gelegene Ali Qapu (Hohes Tor‘) selbst zu einem Palastbau, dem Ali-Qapu-Palast. Der Palast verfügt über fünf Ebenen (drei Haupt- und zwei Zwischenetagen) bei einer Gesamthöhe von 68 Metern und ist in derselben traditionellen Ziegelbauweise ohne Verkleidung ausgeführt, wie die umlaufenden Arkaden. |
Borobudur ist die größte buddhistische Tempelanlage der Welt. Die kolossale Pyramide wurde 1991 von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt. Er gilt als das bedeutendste Bauwerk des Mahayana-Buddhismus auf Java. Gebaut wurde der Stupa (ein buddhistisches Bauwerk, das Buddha selbst und seine Lehre, den Dharma, symbolisiert). vermutlich zwischen 750 und 850 während der Herrschaft der Sailendra-Dynastie. Mit dem Ausbruch des Merapi 1006), geriet die Anlage in Vergessenheit und wurde von vulkanischer Asche und wuchernder Vegetation begraben. 1835 gruben Europäer sie wieder aus. Insgesamt neun Stockwerke türmen sich auf der quadratischen Basis von 123 Metern Länge. An den Wänden der vier sich stufenartig verjüngenden Galerien befinden sich Flachreliefs in der Gesamtlänge von über fünf Kilometern, welche das Leben und Wirken Buddhas beschreiben. Darüber liegen drei sich konzentrisch verjüngende Terrassen mit insgesamt 76 Stupas, welche den Hauptstupa von fast 11 Meter Durchmesser umrahmen. Der Borobudur wurde als Hügel mit einer inneren Steinfüllung erbaut und hat die Form einer Stufenpyramide. Auf vier Seiten führen Fluchten von Stufen und Aufgängen zur Spitze der Stufenpyramide. Der Borobudur ist reich mit buddhistischen Symbolen verziert und stellt die Nachbildung des Universums dar. Gemäß der buddhistischen Kosmogonie ist das Universum in drei Welten unterteilt: die „unterste“ Welt, die Welt der Menschen, die „Sinnenwelt“. Die Übergangswelt, in der die Menschen von ihrer körperlichen Form und weltlichen Angelegenheiten erlöst werden, die „Feinkörperliche Welt“. Und drittens die Welt der Götter, die Welt der Perfektion und der Erleuchtung, die „Unkörperliche Welt“. |
Das Kolosseum ist das größte der im antiken Rom erbauten Amphitheater. Es diente als Austragungsort zumeist höchst grausamer und brutaler Veranstaltungen, die von Mitgliedern des Kaiserhauses zur Unterhaltung und Belustigung der freien Bewohner Roms und des römischen Reichs bei kostenlosem Eintritt ausgerichtet wurden. Nach seiner Fertigstellung im Jahr 80 wurde das Kolosseum dem Geschichtsschreiber Cassius Dio zufolge mit hunderttägigen Spielen eröffnet, unter anderem mit Gladiatorenkämpfen, nachgestellten Seeschlachten und Tierhetzen, bei denen 5000 Tiere in der Arena getötet wurden. 80 Eingänge rund um die Arena ermöglichten den Zuschauern, auf direktem Weg zu ihren Plätzen zu gelangen. Das ausgeklügelte System, machte es den Zuschauern möglich, die Arena in nur fünf Minuten zu räumen oder in 15 Minuten zu füllen. Das Kolosseum ist ellipsenförmig gebaut. Seine Breite beträgt 156 Meter, die Länge 188 Meter, der Umfang 527 Meter, die Höhe 48 Meter. Auch der Boden der Arena war elliptisch mit einer Breite von 54 Metern und einer Länge von 86 Metern. Die Arena wurde unter Domitian (war als Nachfolger seines Bruders Titus der dritte und letzte Herrscher aus dem Geschlecht der Flavier). in verschiedene Kellerräume untergliedert. Damit entstand das sogenannte Hypogeum, ein System aus unterirdischen Räumen, Gängen und Versorgungsschächten. Hier befanden sich Kerker für die zum Tode Verurteilten, der unterirdische Zugang von der benachbarten Gladiatorenkaserne, Käfige für wilde Tiere und die Einrichtungen der höchst komplizierten Bühnenmaschinerie wie Falltüren, Rampen und Aufzüge. |
Petra ist eine antike Felsenstadt in Jordanien, die Hauptstadt der Nabatäer, berühmt für ihre direkt in den roten Sandstein gemeißelten Fassaden wie das Schatzhaus (Al-Khazneh), ein UNESCO-Weltkulturerbe und eines der Neuen Sieben Weltwunder. Petra liegt versteckt und gut geschützt zwischen schroffen Felswänden. Der Ort ist nur über einen schmalen Gebirgspfad von Nordwesten zugänglich oder von Osten her durch eine etwa 1,5 Kilometer lange und etwa 70 Meter tiefe Felsschlucht, den Siq (deutsch „Schacht“), der an seiner engsten Stelle nur 2 Meter breit ist. An der Einmündung des Siq in den Talkessel steht das wohl berühmteste Bauwerk Petras, das fast 40 Meter hohe und 25 Meter breite, im hellenistischen Stil erbaute Khazne al-Firaun, das „Schatzhaus des Pharao. Auf dem Weg vom Khazne al-Firaun ins Zentrum Petras liegt links das Römische Theater, das ebenfalls direkt aus dem anstehenden Fels gemeißelt wurde. Nordöstlich des Theaters erhebt sich die so genannte Königswand. Auf halber Höhe reihen sich dort 13 monumentale Grabtempel aneinander, die aufgrund ihrer Größe und Ausschmückung als Königsgräber gedeutet werden. Rechtwinklig zur Königswand verläuft in Richtung Westen die „Säulenstraße“, die einstige Hauptverkehrsachse Petras. Im Westen des Talkessels führt ein Bergpfad durch das Wadi Kharareeb zum außerhalb der eigentlichen Stadt gelegenen Felsentempel Ad Deir. Sein Name, auf Deutsch „Kloster“, geht darauf zurück, dass sich im Mittelalter Mönche darin niederließen. Bis heute haben Forscher auf einer Fläche von ungefähr 20 Quadratkilometern etwa 1000 Gebäude und Gebäudereste festgestellt. Schätzungsweise sind bisher aber erst 20 Prozent des antiken Petra ausgegraben worden. |
Der Cristo Redentor ist eine 30 Meter hohe Christusstatue auf dem 710 m hohen Berg Corcovado im Süden Rio de Janeiros (Brasilien). Die riesige Statue ehrt Christus, den Erlöser. Die Statue steht auf einem acht Meter hohen Sockel, umgeben vom Tijuca-Nationalpark im Südteil der Stadt, mit Blickrichtung auf den Zuckerhut. Im Sockel befindet sich eine Unserer Lieben Frau von Aparecida geweihte Kapelle. Mit ihren ausgebreiteten Armen zeichnet die stehende Christusfigur die unverwechselbare Silhouette des Kreuzes nach. Die Spannweite der Arme beträgt 28 Meter, das Gesamtgewicht 1145 Tonnen. Baumaterial ist Stahlbeton, der mit einem Mosaik aus Speckstein überzogen ist. Eine innere Treppe mit zahlreichen Absätzen führt bis in den Kopf der Statue; ein waagerechter Inspektionsgang verläuft auf dem Querbalken bis zu den Händen. Auf dem Kopf und den Schultern befinden sich enge Luken, durch die das Wartungspersonal ins Freie und damit auf die Außenseite der Statue gelangen kann. Die Idee zu dem Denkmal hatte der katholische Priester Pedro Maria Boss. Es wurde 1931 eingeweiht und gilt seit 2006 gilt als offizieller Wallfahrtsort der Katholischen Kirche. |
Der Eiffelturm ist ein 330 Meter hoher Eisenfachwerkturm in Paris. Das 10.100 Tonnen schwere Bauwerk wurde von 1887 bis 1889 als Aussichtsturm für die Weltausstellung zur Erinnerung an den 100. Jahrestag der Französischen Revolution errichtet. Als der Eiffelturm eröffnet wurde, war er mit einer Gesamthöhe von damals 312 Metern das höchste Bauwerk der Welt und löste damit das 169,3 Meter hohe Washington Monument, einen Obelisken aus weißem Marmor in den Vereinigten Staaten, als Rekordhalter ab. Das höchste begehbare Gebäude jener Zeit war die 167,5 Meter hohe Synagoge Mole Antonelliana in Turin, die 1888 fertiggestellt wurde. 1898 wurde auf dem Eiffelturm eine Wetterwarte eingerichtet. Durch den enormen Höhenunterschied von 300 Metern war es möglich, vielfältige physikalische Experimente durchzuführen. So wurden zur Justage von Luftdruckmessern ein übergroßes Manometer installiert, spektroskopische Messungen durchgeführt, ein Foucaultsches Pendel eingerichtet und Windgeschwindigkeit und Atmosphärentemperatur gemessen. 1910 diente der Eiffelturm der französischen Marine als Zeitzeichensender. Ein Sender auf dem Eiffelturm strahlte in regelmäßigen Abständen Signale aus, mit denen man die Uhren exakt synchronisieren konnte. Das Signal konnte nachts bis zu einer Entfernung von 5200 Kilometern und tagsüber bis etwa zur Hälfte dieser Strecke empfangen werden. Die Messungen und wissenschaftliche Experimente am Eiffelturm gingen weit über die Sende- und Übertragungstechnik hinaus. Der Physiker Theodor Wulf (1868–1946) maß 1910 vier Tage lang an der Spitze und am Fuße des Turms die Strahlungsenergie und stellte einen signifikanten Unterschied fest. Mit diesem gelang es ihm, die kosmische Strahlung nachzuweisen. |
Akropolis: Auf einem flachen, 156 m hohen und die angrenzenden Stadtgebiete etwa 60 Meter überragenden Felsen in Athen stehen die zwischen 467 v. Chr. und 406 v. Chr. erbauten Propyläen, das Erechtheion, der Tempel der Athena Nike und der Parthenon, in dem eine kolossale Statue der Göttin Athene aus Gold und Elfenbein stand. Die Akropolis in Athen ist seit 1987 Teil des UNESCO-Welterbes. Nach dem Sieg über die Perser wurde Athen als Vormacht des Attischen Seebundes ab 448 v. Chr. unter Perikles zum Zentrum der hellenischen Welt. Um diese Macht und den damit verbundenen Reichtum zu demonstrieren, ließ Perikles auf dem Hügel die Bauwerke neu gestalten, die heute als Akropolis von Athen bekannt sind. Der als Parthenon bekannte Athena-Tempel, der Haupttempel der Anlage mit dem Bildnis der Pallas Athena, wurde neu errichtet. Das an der Nordseite des Hügels gelegene Erechtheion ist der zweitgrößte Tempel der Anlage. Das komplexe Bauwerk ist mehreren Göttern und mythischen Helden der Stadt geweiht. Der Tempel der Athena Nike liegt im Westen des Burghügels, südwestlich der Propyläen, und ist der kleinste und zierlichste Tempel der Anlage. Die Propyläen bilden den monumentalen und repräsentativen Torbau zum heiligen Bezirk der Athener Akropolis. |
Die Chinesische Mauer ist eine 21.196 km lange Schutzanlage zur Grenzsicherung, die unter anderem auch während der Ming-Dynastie (1368–1644) im Norden Chinas errichtet wurde. Sie gilt als das größte Bauwerk der Welt. Insgesamt erstreckt sich die Mauer über 15 Provinzen, autonome Gebiete und Städte. Der Abschnitt zwischen Shanhaiguan, Yumenguan und Yangguan ist mit einer angegebenen Länge von 3.460 km als „längste Mauer der Welt“ im Guinness-Buch der Rekorde verzeichnet. Es wird angenommen, dass bereits im 7. Jahrhundert v. Chr. Große Mauern errichtet wurden. Die ältesten bisher gefundenen Großen Mauern sind die des Qi-Herzogtums in der heutigen Provinz Shandong und die Große Mauer des Königreiches Chu in der heutigen Provinz Henan. 214 v. Chr. ließ der erste chinesische Kaiser, Qin Shihuangdi, Schutzwälle errichten, die das chinesische Kaiserreich nach der Expansion über den Gelben Fluss gegen die Völker aus dem Norden, vor allem die Xiongnu, schützen sollten. Seitdem wurden immer wieder Große Mauern erbaut. In der Ming-Zeit begannen die Bauten 1442 mit dem Errichten von Wällen auf der Halbinsel Liaodong. Hiernach wurden ab 1473 Wälle im Ordos-Plateau errichtet. Bis 1550 wurden dann an weiteren Stellen, insbesondere nördlich und nordöstlich von Peking Wälle oder Mauern aus Trockenmauerwerk errichtet. 1987 erklärte die UNESCO die Badaling-, Shanhaiguan- und Jiayuguan-Abschnitte der Chinesischen Mauer zum Weltkulturerbe. |
Die Inka erbauten Machu Picchu im 15. Jahrhundert in 2430 Metern Höhe auf einem Bergrücken zwischen den Gipfeln des Huayna Picchu und des Berges gleichen Namens (Machu Picchu) in den Anden über dem Urubambatal in Peru. Die Stadt umfasste 216 steinerne Bauten, die auf Terrassen gelegen und mit einem System von Treppen verbunden waren. Die meisten Terrassen sind mit ihren in die Mauern eingebauten kleinen Wasserablauföffnungen und etwa 3000 Stufen ebenso bis heute erhalten, wie auch die Kanalverbindung von der außerhalb der Stadtanlage befindlichen Wasserquelle zu den kaskadenförmig gestaffelten Brunnenbecken, die Außenmauern der Tempel und die zum Teil mehrgeschossigen Wohnbauten. Machu Picchu besitzt eine noch heute voll funktionsfähige Wasserversorgung und eine aufwendige Regenwasserableitungsstruktur, die, von sichtbaren Ablauflöchern in den Terrassenwänden abgesehen, zumeist im Terrassenunterboden verborgen liegt. |
Chichén Itzá ist eine der bedeutendsten Ruinenstätten der Maya auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán. Sie hat eine Fläche von 1547 Hektar. Das Zentrum wird von zahlreichen monumentalen Repräsentationsbauten, aus denen die 24 Meter hohe Pyramide des Kukulcán, welche von den spanischen Eroberern als „El Castillo“ (dt.: das Schloss) bezeichnet wurde, herausragt. Neben der großen Pyramide gibt es das Observatorium, den Ballspielplatz (Juego de Pelota), den Kriegertempel, den Tempel der 1000 Säulen. Im direkten Umkreis befinden sich Ruinen von Häusern der Oberschicht. Von der UNESCO wurde Chichén Itzá 1988 zum Weltkulturerbe erklärt. Zweimal im Jahr, bei der Tag-und-Nacht-Gleiche, dem Zeitpunkt wenn Tag und Nacht gleich lang sind, ereignet sich an der großen Pyramide ein ganz besonderes Ereignis, welches den astronomischen Beginn von Frühling (20./21. März) und Herbst (22./23. September) einläutet. Eine Seite der Pyramide versinkt dann während des Sonnenuntergangs fast ganz im Schatten, nur noch die Treppe wird angestrahlt. Die gestuften und leicht abgeschrägten Kanten der Pyramide projizieren dann die Schatten für kurze Zeit auf das Gemäuer, bis hinab zum Boden wo sich zwei Skulpturen in Form eines Schlangenkopfes befinden. Der Schatten schlängelt sich genau so die Pyramidenwand hinunter, dass es aussieht, als würde sich eine Schlange die Pyramide hinabwinden. |
Das Coral Castle Museum in Homestead, Florida, ist eine monumentale Skulpturenanalage aus über 1.100 Tonnen Oolith-Kalkstein. Das Bauwerk gilt als eines der größten technischen Rätsel der modernen Zeit, da es zwischen 1923 und 1951 von einem einzigen Mann – dem lettischen Einwanderer Edward Leedskalnin – im Alleingang und ohne moderne Maschinen errichtet wurde. Der Erbauer war nur knapp 1,50 m groß und wog etwa 50 kg. Er behauptete, er kenne das „Geheimnis der Pyramiden“ und verstehe die Gesetze von Hebelwirkung und Gewicht. Er baute das Schloss als Denkmal für seine verlorene Liebe, Agnes Scuffs, die ihn einen Tag vor ihrer geplanten Hochzeit verlassen hatte. Leedskalnin arbeitete fast ausschließlich nachts und im Verborgenen. Bis heute rätseln Ingenieure, wie er tonnenschwere Blöcke präzise bewegen und aufeinanderstapeln konnte. Die Anlage beherbergt zahlreiche astronomische und künstlerische Skulpturen, wie das 9-Tonnen-Tor: Ein massives Steintor, das so perfekt ausbalanciert war, dass es sich früher mit einem Finger öffnen ließ. Oder die Sonnenuhr: Die einzige Sonnenuhr der Welt, die nicht nur die Zeit, sondern auch die Jahreszeiten anzeigt. Oder das Polaris-Teleskop: Ein 25 Fuß hohes Teleskop aus Stein, das fest auf den Nordstern ausgerichtet ist. Und die Steinmöbel: Darunter ein herzförmiger Tisch für Ed und seine Agnes, ein 5-Tonnen-Schaukelstuhl und Betten aus Stein. |
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Der Kedarnath-Tempel ist ein Meisterwerk der antiken Architektur, da er ohne Zement oder Mörtel gebaut wurde und extremen Naturgewalten – wie Erdbeben und Gletschern – seit über 1.200 Jahren standhält. Geologen des Wadia Institute of Himalayan Geology fanden heraus, dass der Tempel während der „Kleine Eiszeit“ (ca. 1300–1900 n. Chr.) für fast 400 Jahre vollständig unter Schnee und Eis begraben war. Der Überlieferung nach wurde der Tempelbau vor mehr als 1000 Jahren von einem der größten hinduistischen Philosophen und Heiligen, Shankara, genannt Adi Shankaracharya, gebaut. Im Jahr 2022 wurden die Innenwände des Allerheiligsten mit über 550 Schichten reinem Gold verkleidet.
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Schloss Neuschwanstein: Die Dreiflügelanlage wurde in den Jahren 1869 bis 1892 im Auftrag des Königs Ludwig II. von Bayern im Stil der Neuromanik erbaut. Als architektonisches Vorbild dienten mittelalterliche Ritterburgen. Erstmals urkundlich erwähnt wurde ein „Castrum Swangowe“ im Jahr 1090. Damit gemeint waren die im Mittelalter an der Stelle des heutigen Schlosses Neuschwanstein stehenden zwei kleinen Burgen: die Burg Vorderhohenschwangau, und ein befestigter Wohnturm namens Hinterhohenschwangau. Im 19. Jahrhundert waren beide Burgen zu Ruinen verfallen. Durch den Tod seines 1848 abgedankten Großvaters Ludwig I. konnte der junge König ab 1868 dessen Apanage einbehalten, wodurch ihm umfangreiche finanzielle Mittel zur Verfügung standen. Nach der Regierungsübernahme durch den jungen König 1864 war der Wiederaufbau der Burgruine Vorderhohenschwangau – des späteren Schlosses Neuschwanstein – das erste größere Schlossbauprojekt Ludwigs II. Überlegungen, die Burgruinen in den Bau zu integrieren, wurden wegen der damit verbundenen technischen Schwierigkeiten nicht weiter verfolgt. Beim Tode des Königs am 13. Juni 1886, war Neuschwanstein noch nicht fertiggestellt.
Hagia Sophia: Die von 532 bis 537 n. Chr. erbaute ehemalige byzantinische Kirche wurde von 1453 bis 1935 – und wird wieder seit 2020 – als Moschee genutzt. Von 1935 bis 2020 diente sie als Museum. Am 10. Juli 2020 entschied das oberste Verwaltungsgericht der Türkei, dass die Hagia Sophia wieder als Moschee genutzt werden dürfe. Die Kuppel der Hagia Sophia bleibt mit ursprünglich 33 Metern Spannweite bis zum heutigen Tage die größte über nur vier Tragepunkten errichtete Ziegel-Kuppel der Architekturgeschichte. Sie gilt mit ihren gigantischen Proportionen und der besonderen Harmonie ihres Innenraums als eines der bedeutendsten Gebäude aller Zeiten. Aufgrund ihres besonderen Baugefüges und der hier erstmals verwirklichten neuartigen Idee in der Durchdringung von Zentralraum und longitudinaler Basilika entstand eine der kühnsten Konstruktionen aus Menschenhand und eines der bedeutendsten Bauwerke der letzten 1500 Jahre.
Das Kloster Geghard ist ein armenisches Kloster in der Provinz Kotajk. Das Kloster gehört zu den bedeutendsten Zeugnissen der Armenischen Apostolischen Kirche und wurde 2000 in das UNESCO-Welterbe aufgenommen. Charakteristisch sind die teilweise in den Fels gehauenen Räume bzw. die Nutzung von Höhlen. Mit dem ab dem 13. Jahrhundert bezeugten Name „Kloster zur Heiligen Lanze“ ist eine Reliquie der
Die Kathedrale von Lincoln ist ein riesiger, komplizierter Baukörper, zusammengesetzt aus Bauteilen verschiedenster Epochen, die sich in der Gliederung, der Gewölbebildung und der Ornamentierung niederschlagen. Die ältesten Teile zeigen noch normannischen Baustil. Die aufwendigen und prachtvollen Details im Inneren sind kaum mit denen in einer anderen europäischen Kirche zu vergleichen. Ein Beispiel hierfür sind die mit schwarzem Purbeck-Mamor verzierten Dienstschäfte, Kapitelle und Sockelblenden. In der heutigen Form ist Lincoln eine dreischiffige Emporen-Basilika. Das westliche Querschiff ist länger und verfügt zudem noch über einen Vierungsturm. Zu den Besonderheiten gehören zweifelsfrei die Steinmetzarbeiten, die beiden Rosenfenster, das Rippengewölbe sowie das Kapitelhaus. Das romanische Westportal zeigt auf seinen Säulenschäften normannische Dämonen- und Zickzackornamentik. Über den Portalen der Westfassade befindet sich auch ein Relieffries mit Szenen aus dem Alten und Neuen Testament. 238 Jahre (von 1311 bis 1549) war die Lincoln Cathedral das höchste Gebäude der Welt. Der zentrale Vierungsturm erreichte etwa 160 Meter und übertraf damit die Große Pyramide von Gizeh. Der Einsturz des Turms im Jahr 1549 beendete den Status der Kirche als höchstes Gebäude.
Die Hallgrímskirkja ist mit Sitzplätzen für 1200 Besucher das größte Gotteshaus der Insel. das größte Kirchengebäude Islands1. Sie wurde auf einen Hügel in der Stadt platziert, was ihren 74,5 Meter hohen Turm noch größer erscheinen lässt. Im äußeren Erscheinungsbild dominiert der expressionistische Stil. Auffallend ist die Ähnlichkeit der Betonpfeiler, die sich in großer Zahl um den Turm der Hallgrímskirkja aneinanderreihen, mit Basaltsäulen, einem gängigen Motiv der isländischen Landschaft. Die weiße Farbe soll an die Gletscher erinnern. Das Innere der Kirche ist als konventionelle, dreischiffige Hallenkirche mit zahlreichen gotischen Merkmalen gestaltet. Die äußeren Seitenschiffe der Basilika treten gegenüber dem breiten Hauptschiff weitgehend zurück. Auf Buntglasfenster wurde weitgehend verzichtet, wodurch die Kirche im Inneren sehr hell erscheint. Der Turm trägt drei große Kirchenglocken mit den Namen Hallgrimur, Gudridur und Steinunn. Das sind die Vornamen vom Namensgeber der Kirche sowie seiner Frau und seiner Tochter. Kein anderes Bauwerk des Landes hat eine ähnlich lange Zeit zur seiner Errichtung in Anspruch genommen. 1945 wurde mit den Bauarbeiten begonnen. Im Jahre 1948 wurde eine Kapelle im Keller unter dem heutigen Chor eingeweiht, 1974 waren Turm und Flügel mit einer neuen Kapelle fertiggestellt, und im Jahre 1986 konnte das Kirchenschiff eingeweiht werden.
Schiefer Turm von Pisa: Der Turm war als freistehender Glockenturm (Campanile) für den Dom in Pisa geplant. 12 Jahre nach der Grundsteinlegung am 9. August 1173, im Jahr 1185, als der Bau bei der dritten Etage angelangt war, begann sich der Turmstumpf in Richtung Südosten zu neigen. Daraufhin ruhte der Bau rund 100 Jahre. Die nächsten vier Stockwerke wurden dann mit einem geringeren Neigungswinkel auf den bereits bestehenden Stockwerken gebaut, um die Schieflage auszugleichen. Danach musste der Bau nochmals unterbrochen werden, bis 1372 auch das Glockengeschoss vollendet war. Der Grund für seine Schieflage liegt in dem Untergrund aus lehmigem Morast und Sand, der sich unter dem Gewicht verformt. Neuesten Ausgrabungen zufolge steht der Turm am Rande einer ehemaligen Insel direkt neben einem antiken, zur Bauzeit bereits versandeten Hafenbecken. Die Schieflage des Turms beträgt nach dem Ende der Sanierungsarbeiten rund vier Grad, entsprechend einer Auslenkung an der Spitze von 3,9 m (bei rund 55,8 m Höhe). Im Inneren des Turmes hängt ein Lot, das oben in der Mitte befestigt ist und durch die Schieflage unten beinahe die Seitenwand berührt. Der 56 Meter hohe und 12 Meter durchmessende Campanile besteht aus 14.500 Tonnen weißen Carrara-Marmors und hat sieben Glocken.
Sha Mosque: Die Moschee wird als Meisterwerk islamischer Baukunst angesehen und besticht durch ihre gebauchte himmelblaue Zwiebelkuppel und ihre reichen Mosaikarbeiten auf Portalen, Gebetshallen, Minaretten und Arkaden. Flankiert wird sie von zwei schlanken, türkisfarbenen, etwa 50 m hohen Minaretten, die den 26 m hohen Türmchen des Eingangsportals ähneln. Mit dem Bau der Schah-Moschee wurde 1590 begonnen Die Arbeiten an ihr gingen bis mindestens 1630, wahrscheinlich gar bis 1638 weiter. Für das Gebäude wurden schätzungsweise 18 Millionen Ziegelsteine, für Verkleidung und Futtermauern rund 472.500 Kacheln verbaut. Ursprünglich lediglich als Torbau und Durchgang zu den geplanten königlichen Gärten und Residenzen geplant, entwickelte sich der an der Westseite des Platzes gelegene Ali Qapu (Hohes Tor‘) selbst zu einem Palastbau, dem Ali-Qapu-Palast. Der Palast verfügt über fünf Ebenen (drei Haupt- und zwei Zwischenetagen) bei einer Gesamthöhe von 68 Metern und ist in derselben traditionellen Ziegelbauweise ohne Verkleidung ausgeführt, wie die umlaufenden Arkaden.
wuchernder Vegetation begraben. 1835 gruben Europäer sie wieder aus. Insgesamt neun Stockwerke türmen sich auf der quadratischen Basis von 123 Metern Länge. An den Wänden der vier sich stufenartig verjüngenden Galerien befinden sich Flachreliefs in der Gesamtlänge von über fünf Kilometern, welche das Leben und Wirken Buddhas beschreiben. Darüber liegen drei sich konzentrisch verjüngende Terrassen mit insgesamt 76 Stupas, welche den Hauptstupa von fast 11 Meter Durchmesser umrahmen. Der Borobudur wurde als Hügel mit einer inneren Steinfüllung erbaut und hat die Form einer Stufenpyramide. Auf vier Seiten führen Fluchten von Stufen und Aufgängen zur Spitze der Stufenpyramide. Der Borobudur ist reich mit buddhistischen Symbolen verziert und stellt die Nachbildung des Universums dar. Gemäß der buddhistischen Kosmogonie ist das Universum in drei Welten unterteilt: die „unterste“ Welt, die Welt der Menschen, die „Sinnenwelt“. Die Übergangswelt, in der die Menschen von ihrer körperlichen Form und weltlichen Angelegenheiten erlöst werden, die „Feinkörperliche Welt“. Und drittens die Welt der Götter, die Welt der Perfektion und der Erleuchtung, die „Unkörperliche Welt“.
Das Kolosseum ist das größte der im antiken Rom erbauten Amphitheater. Es diente als Austragungsort zumeist höchst grausamer und brutaler Veranstaltungen, die von Mitgliedern des Kaiserhauses zur Unterhaltung und Belustigung der freien Bewohner Roms und des römischen Reichs bei kostenlosem Eintritt ausgerichtet wurden. Nach seiner Fertigstellung im Jahr 80 wurde das Kolosseum dem Geschichtsschreiber Cassius Dio zufolge mit hunderttägigen Spielen eröffnet, unter anderem mit Gladiatorenkämpfen, nachgestellten Seeschlachten und Tierhetzen, bei denen 5000 Tiere in der Arena getötet wurden. 80 Eingänge rund um die Arena ermöglichten den Zuschauern, auf direktem Weg zu ihren Plätzen zu gelangen. Das ausgeklügelte System, machte es den Zuschauern möglich, die Arena in nur fünf Minuten zu räumen oder in 15 Minuten zu füllen. Das Kolosseum ist ellipsenförmig gebaut. Seine Breite beträgt 156 Meter, die Länge 188 Meter, der Umfang 527 Meter, die Höhe 48 Meter. Auch der Boden der Arena war elliptisch mit einer Breite von 54 Metern und einer Länge von 86 Metern. Die Arena wurde unter Domitian (war als Nachfolger seines Bruders Titus der dritte und letzte Herrscher aus dem Geschlecht der Flavier). in verschiedene Kellerräume untergliedert. Damit entstand das sogenannte Hypogeum, ein System aus unterirdischen Räumen, Gängen und Versorgungsschächten. Hier befanden sich Kerker für die zum Tode Verurteilten, der unterirdische Zugang von der benachbarten Gladiatorenkaserne, Käfige für wilde Tiere und die Einrichtungen der höchst komplizierten Bühnenmaschinerie wie Falltüren, Rampen und Aufzüge.
Petra
Der Cristo Redentor ist eine 30 Meter hohe Christusstatue auf dem 710 m hohen Berg Corcovado im Süden Rio de Janeiros (Brasilien). Die riesige Statue ehrt Christus, den Erlöser. Die Statue steht auf einem acht Meter hohen Sockel, umgeben vom Tijuca-Nationalpark im Südteil der Stadt, mit Blickrichtung auf den Zuckerhut. Im Sockel befindet sich eine Unserer Lieben Frau von Aparecida geweihte Kapelle. Mit ihren ausgebreiteten Armen zeichnet die stehende Christusfigur die unverwechselbare Silhouette des Kreuzes nach. Die Spannweite der Arme beträgt 28 Meter, das Gesamtgewicht 1145 Tonnen. Baumaterial ist Stahlbeton, der mit einem Mosaik aus Speckstein überzogen ist. Eine innere Treppe mit zahlreichen Absätzen führt bis in den Kopf der Statue; ein waagerechter Inspektionsgang verläuft auf dem Querbalken bis zu den Händen. Auf dem Kopf und den Schultern befinden sich enge Luken, durch die das Wartungspersonal ins Freie und damit auf die Außenseite der Statue gelangen kann. Die Idee zu dem Denkmal hatte der katholische Priester Pedro Maria Boss. Es wurde 1931 eingeweiht und gilt seit 2006 gilt als offizieller Wallfahrtsort der Katholischen Kirche.
Der Eiffelturm ist ein 330 Meter hoher Eisenfachwerkturm in Paris. Das 10.100 Tonnen schwere Bauwerk wurde von 1887 bis 1889 als Aussichtsturm für die Weltausstellung zur Erinnerung an den 100. Jahrestag der Französischen Revolution errichtet. Als der Eiffelturm eröffnet wurde, war er mit einer Gesamthöhe von damals 312 Metern das höchste Bauwerk der Welt und löste damit das 169,3 Meter hohe Washington Monument, einen Obelisken aus weißem Marmor in den Vereinigten Staaten, als Rekordhalter ab. Das höchste begehbare Gebäude jener Zeit war die 167,5 Meter hohe Synagoge Mole Antonelliana in Turin, die 1888 fertiggestellt wurde. 1898 wurde auf dem Eiffelturm eine Wetterwarte eingerichtet. Durch den enormen Höhenunterschied von 300 Metern war es möglich, vielfältige physikalische Experimente durchzuführen. So wurden zur Justage von Luftdruckmessern ein übergroßes Manometer installiert, spektroskopische Messungen durchgeführt, ein Foucaultsches Pendel eingerichtet und Windgeschwindigkeit und Atmosphärentemperatur gemessen. 1910 diente der Eiffelturm der französischen Marine als Zeitzeichensender. Ein Sender auf dem Eiffelturm strahlte in regelmäßigen Abständen Signale aus, mit denen man die Uhren exakt synchronisieren konnte. Das Signal konnte nachts bis zu einer Entfernung von 5200 Kilometern und tagsüber bis etwa zur Hälfte dieser Strecke empfangen werden. Die Messungen und wissenschaftliche Experimente am Eiffelturm gingen weit über die Sende- und Übertragungstechnik hinaus. Der Physiker Theodor Wulf (1868–1946) maß 1910 vier Tage lang an der Spitze und am Fuße des Turms die Strahlungsenergie und stellte einen signifikanten Unterschied fest. Mit diesem gelang es ihm, die kosmische Strahlung nachzuweisen.
Akropolis: Auf einem flachen, 156 m hohen und die angrenzenden Stadtgebiete etwa 60 Meter überragenden Felsen in Athen stehen die zwischen 467 v. Chr. und 406 v. Chr. erbauten Propyläen, das Erechtheion, der Tempel der Athena Nike und der Parthenon, in dem eine kolossale Statue der Göttin Athene aus Gold und Elfenbein stand. Die Akropolis in Athen ist seit 1987 Teil des UNESCO-Welterbes. Nach dem Sieg über die Perser wurde Athen als Vormacht des Attischen Seebundes ab 448 v. Chr. unter Perikles zum Zentrum der hellenischen Welt. Um diese Macht und den damit verbundenen Reichtum zu demonstrieren, ließ Perikles auf dem Hügel die Bauwerke neu gestalten, die heute als Akropolis von Athen bekannt sind. Der als Parthenon bekannte Athena-Tempel, der Haupttempel der Anlage mit dem Bildnis der Pallas Athena, wurde neu errichtet. Das an der Nordseite des Hügels gelegene Erechtheion ist der zweitgrößte Tempel der Anlage. Das komplexe Bauwerk ist mehreren Göttern und mythischen Helden der Stadt geweiht. Der Tempel der Athena Nike liegt im Westen des Burghügels, südwestlich der Propyläen, und ist der kleinste und zierlichste Tempel der Anlage. Die Propyläen bilden den monumentalen und repräsentativen Torbau zum heiligen Bezirk der Athener Akropolis.
Die Chinesische Mauer ist eine 21.196 km lange Schutzanlage zur Grenzsicherung, die unter anderem auch während der Ming-Dynastie (1368–1644) im Norden Chinas errichtet wurde. Sie gilt als das größte Bauwerk der Welt. Insgesamt erstreckt sich die Mauer über 15 Provinzen, autonome Gebiete und Städte. Der Abschnitt zwischen Shanhaiguan, Yumenguan und Yangguan ist mit einer angegebenen Länge von 3.460 km als „längste Mauer der Welt“ im Guinness-Buch der Rekorde verzeichnet. Es wird angenommen, dass bereits im 7. Jahrhundert v. Chr. Große Mauern errichtet wurden. Die ältesten bisher gefundenen Großen Mauern sind die des Qi-Herzogtums in der heutigen Provinz Shandong und die Große Mauer des Königreiches Chu in der heutigen Provinz Henan. 214 v. Chr. ließ der erste chinesische Kaiser, Qin Shihuangdi, Schutzwälle errichten, die das chinesische Kaiserreich nach der Expansion über den Gelben Fluss gegen die Völker aus dem Norden, vor allem die Xiongnu, schützen sollten. Seitdem wurden immer wieder Große Mauern erbaut. In der Ming-Zeit begannen die Bauten 1442 mit dem Errichten von Wällen auf der Halbinsel Liaodong. Hiernach wurden ab 1473 Wälle im Ordos-Plateau errichtet. Bis 1550 wurden dann an weiteren Stellen, insbesondere nördlich und nordöstlich von Peking Wälle oder Mauern aus Trockenmauerwerk errichtet. 1987 erklärte die UNESCO die Badaling-, Shanhaiguan- und Jiayuguan-Abschnitte der Chinesischen Mauer zum Weltkulturerbe.
Die Inka erbauten Machu Picchu im 15. Jahrhundert in 2430 Metern Höhe auf einem Bergrücken zwischen den Gipfeln des Huayna Picchu und des Berges gleichen Namens (Machu Picchu) in den Anden über dem Urubambatal in Peru. Die Stadt umfasste 216 steinerne Bauten, die auf Terrassen gelegen und mit einem System von Treppen verbunden waren. Die meisten Terrassen sind mit ihren in die Mauern eingebauten kleinen Wasserablauföffnungen und etwa 3000 Stufen ebenso bis heute erhalten, wie auch die Kanalverbindung von der außerhalb der Stadtanlage befindlichen Wasserquelle zu den kaskadenförmig gestaffelten Brunnenbecken, die Außenmauern der Tempel und die zum Teil mehrgeschossigen Wohnbauten. Machu Picchu besitzt eine noch heute voll funktionsfähige Wasserversorgung und eine aufwendige Regenwasserableitungsstruktur, die, von sichtbaren Ablauflöchern in den Terrassenwänden abgesehen, zumeist im Terrassenunterboden verborgen liegt.
Chichén Itzá ist eine der bedeutendsten Ruinenstätten der Maya auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán. Sie hat eine Fläche von 1547 Hektar. Das Zentrum wird von zahlreichen monumentalen Repräsentationsbauten, aus denen die 24 Meter hohe Pyramide des Kukulcán, welche von den spanischen Eroberern als „El Castillo“ (dt.: das Schloss) bezeichnet wurde, herausragt. Neben der großen Pyramide gibt es das Observatorium, den Ballspielplatz (Juego de Pelota), den Kriegertempel, den Tempel der 1000 Säulen. Im direkten Umkreis befinden sich Ruinen von Häusern der Oberschicht. Von der UNESCO wurde Chichén Itzá 1988 zum Weltkulturerbe erklärt. Zweimal im Jahr, bei der Tag-und-Nacht-Gleiche, dem Zeitpunkt wenn Tag und Nacht gleich lang sind, ereignet sich an der großen Pyramide ein ganz besonderes Ereignis, welches den astronomischen Beginn von Frühling (20./21. März) und Herbst (22./23. September) einläutet. Eine Seite der Pyramide versinkt dann während des Sonnenuntergangs fast ganz im Schatten, nur noch die Treppe wird angestrahlt. Die gestuften und leicht abgeschrägten Kanten der Pyramide projizieren dann die Schatten für kurze Zeit auf das Gemäuer, bis hinab zum Boden wo sich zwei Skulpturen in Form eines Schlangenkopfes befinden. Der Schatten schlängelt sich genau so die Pyramidenwand hinunter, dass es aussieht, als würde sich eine Schlange die Pyramide hinabwinden.
Das Coral Castle Museum in Homestead, Florida, ist eine monumentale Skulpturenanalage aus über 1.100 Tonnen Oolith-Kalkstein. Das Bauwerk gilt als eines der größten technischen Rätsel der modernen Zeit, da es zwischen 1923 und 1951 von einem einzigen Mann – dem lettischen Einwanderer Edward Leedskalnin – im Alleingang und ohne moderne Maschinen errichtet wurde. Der Erbauer war nur knapp 1,50 m groß und wog etwa 50 kg. Er behauptete, er kenne das „Geheimnis der Pyramiden“ und verstehe die Gesetze von Hebelwirkung und Gewicht. Er baute das Schloss als Denkmal für seine verlorene Liebe, Agnes Scuffs, die ihn einen Tag vor ihrer geplanten Hochzeit verlassen hatte. Leedskalnin arbeitete fast ausschließlich nachts und im Verborgenen. Bis heute rätseln Ingenieure, wie er tonnenschwere Blöcke präzise bewegen und aufeinanderstapeln konnte. Die Anlage beherbergt zahlreiche astronomische und künstlerische Skulpturen, wie das 9-Tonnen-Tor: Ein massives Steintor, das so perfekt ausbalanciert war, dass es sich früher mit einem Finger öffnen ließ. Oder die Sonnenuhr: Die einzige Sonnenuhr der Welt, die nicht nur die Zeit, sondern auch die Jahreszeiten anzeigt. Oder das Polaris-Teleskop: Ein 25 Fuß hohes Teleskop aus Stein, das fest auf den Nordstern ausgerichtet ist. Und die Steinmöbel: Darunter ein herzförmiger Tisch für Ed und seine Agnes, ein 5-Tonnen-Schaukelstuhl und Betten aus Stein.
Das Ganggrab Newgrange im County Meath, Irland, ist eines der weltweit bedeutendsten Megalithmonumente. Mit einer Entstehungszeit um 3200 v. Chr. ist es über 5.000 Jahre alt und damit älter als die ägyptischen Pyramiden von Gizeh und
Kedarnath-Tempel ist ein Meisterwerk der antiken Architektur, da er ohne Zement oder Mörtel gebaut wurde und extremen Naturgewalten – wie Erdbeben und Gletschern – seit über 1.200 Jahren standhält. Geologen des Wadia Institute of Himalayan Geology fanden heraus, dass der Tempel während der „Kleine Eiszeit“ (ca. 1300–1900 n. Chr.) für fast 400 Jahre vollständig unter Schnee und Eis begraben war. Der Überlieferung nach wurde der Tempelbau vor mehr als 1000 Jahren von einem der größten hinduistischen Philosophen und Heiligen, Shankara, genannt Adi Shankaracharya, gebaut. Im Jahr 2022 wurden die Innenwände des Allerheiligsten mit über 550 Schichten reinem Gold verkleidet.