Shambhala

Shambhala  ist ein legendäres, verborgenes Königreich des Glücks und des Friedens im tibetischen Buddhismus (Kalachakra). Es gilt als Hort der Weisheit, bewohnt von Erleuchteten. Manchmal wird es mit dem unterirdischen Reich Agartha assoziiert. Die ersten Aufzeichnungen dazu kann man in einem frühen Hindu-Werk, dem „Vishnu Purana“ aus dem 4. Jahrhundert finden. Dort ist von den verschiedenen Zeitaltern die Rede, den vier Zeitaltern des Weltsystems, das mit dem „Kaliyuga“ (dem „Zeitalter des Streites“) endet. Es wird gesagt, dass der achte Avatar, oder die achte Inkarnation Vishnus, in einer Stadt namens Shambhala geboren wird. In der Rezeption durch der russlanddeutschen Okkultistin Helena Petrovna Blavatsky wurde Shambhala zu einem real existierenden geografischen Ort und Sitz des Herrn der Welt, der in der Wüste Gobi lokalisiert wurde. Nach dem Untergang von Atlantis und Lemuria hätten sich Auserwählte der vierten Wurzelrasse dorthin gerettet, und es habe sich der Kern der fünften Wurzelrasse gebildet, mit der ersten Unterrasse der indischen Arier und der zur Zeit am höchsten entwickelten fünften Unterrasse der Weißen. Der Buchautor Jan Udo Holey veröffentlichte unter dem Pseudonym Jan van Helsingverschiedene esoterische Bücher. In seinem verschwörungstheoretischen Bestseller Geheimgesellschaften und ihre Macht referiert er einen angeblich von der Thule-Gesellschaft überlieferten Mythos, demzufolge  Shambhala die  Hauptstadt des unterirdischen Reiches Agartha  sei. Demnach hätte eine vorweltliche, vom Stern Aldebaran auf die Erde gekommene Superrasse von Ariern einen Kontinent namens Hyperborea bewohnt, der aber während der Eiszeit versunken sei. Diese hätten daraufhin mit ihrer überlegenen Technologie riesige Tunnelsysteme unter dem Himalaya gebohrt und dort das Reich „Agartha“ oder „Agarthi“ mit seiner Hauptstadt „Shamballah“ begründet. Die vormaligen Bewohner von Atlantis/Hyperborea hätten sicj in zwei Gruppen gespalten, nämlich die Guten, die sich nach ihrem Orakel „Agarthi“ nannten und unter dem Himalaya saßen, und die „Shamballah“ die Vertreter des Bösen, die gen Westen zogen. Die  Thule-Gesellschaft repräsentieren das gute Agarthi und die Freimaurer und Zionisten das böse Shamballah. Herrscher des unterirdischen Reiches Agartha ist der Rigden Iyepo, der König der Welt, an der Erdoberfläche durch den Dalai Lama vertreten.