Der Nazischatz von Stechovice

Der Schatz von Štěchovice (Stiechowitz) ist ein legendärer, nie gefundener Schatz aus dem Zweiten Weltkrieg, der in der Nähe von Prag (Tschechien) vermutet wird. Es handelt sich um die größte noch nicht ausgegrabene historische Sammlung auf dem Territorium der Tchechei. Auf dem Gelände der ehemaligen SS-Pionierschule in Stiechowitz (Stechovice) im Moldautal, etwa 30 Kilometer von Prag entfernt, soll ein Schatz von Milliardenwert liegen. 540 Kisten voller Gold, Edelsteine und wertvoller Gemälde wurden angeblich in den letzten Wochen des Zweiten Weltkriegs von Häftlingen aus Konzentrationslagern in Stollen versteckt und durch 3600 Minen gesichert; nachdem sie ihre Arbeit vollbracht hatten, wurden sie und ihre Aufseher von einem SS-Todeskommando erschossen. Der Wert des Schatzes wird auf bis zu 23-28 Milliarden Dollar geschätzt. Das alles will der Deutschamerikaner Helmut Gaensel vom Kommandanten der Pionierschule, SS-General Emil Klein, erfahren haben. Nach 1945 teilte Gaensel mit Klein die Zelle eines tschechischen Gefängnisses: Er sollte den SS-Offizier im Auftrag des tschechoslowakischen Staatssicherheitsdienstes aushorchen. Von Klein, der 1964 aus tschechischer Haft entlassen wurde und sieben Jahre später starb, will Gaensel erfahren haben, daß sich in den Kisten Gold, Edelsteine, Gemälde und Dokumente des Berliner Kaiser-Wilhelm-Instituts befanden. Zudem vermutet er in den Stollen von Stiechowitz auch das legendäre Bernsteinzimmer, dessen Spuren in den letzten Wochen des Krieges in Thüringen verlorengingen: Gaensel behauptet, daß im April 1945 nach Stiechowitz fünf Lastwagen mit geheimer Ladung aus Weimar kamen. Ein zweiter unermüdlicher Sucher ist Josef Mužík, der eine Buchtrilogie über den Schatz von Štěchovice veröffentlicht hat. Obwohl seine Forschungen seit fast zwanzig Jahren andauern, hat er nicht aufgegeben und behauptet sogar: „Nach so vielen Jahren Stöbern in Archiven und der Befragung neuer Zeugen bin ich mir sicher, dass es in der Gegend um den Hradištko sieben Lagerstätten gibt. Der Inhalt von vier davon wurde vom Innenministerium entfernt, die übrigen drei müssen noch untersucht werden.“ Emil Klein (vollständiger Name Emil Heinrich Christoph Klein, 1898-1970 bzw. 1973) war SS-Oberführer im zweiten Weltkrieg und Leiter der SS-Pionierschule bei Stechovice im Moldautal, etwa 30 km von Prag entfernt. Emil Klein wird das Wissen zugeschrieben, wo der oben erwähnte Nazi-Schatz mit 540 Kisten voller Gold, Edelsteinen und wertvolle Gemälden in Milliardenwert versteckt worden sein soll. Außerdem soll das Versteck geheime Dokumente des Berliner Kaiser-Wilhelm-Instituts enthalten. Klein war unter anderem mit der Aufgabe betraut, in den letzten Wochen des zweiten Weltkriegs das Nazi-Gold zur Seite zu schaffen. Dazu ließ er wohl von KZ-Klein Dokument (Ausschnitt)Zwangsarbeitern das Nazi-Gold unterirdisch in Stollen verstecken. In seinem Notizbuch gibt es Zeichnungen von Stollen und deren Sicherheitsmaßnahmen. Das Geheimnis über den genauen Ort des Versteckes konnte man Emil Klein nicht abringen, weder durch Aushorchen noch durch Verhöre, die wohl auch Folter beinhalteten. Allerdings hatte Klein ein Notizbuch, in dem er viele Zeichnungen und Texte zu Papier brachte. Viele der Texte sind verschlüsselt.

Bei der Kodierung, die Klein benutzte, handelt es sich um eine 1monoalphabetische Substitution, dass heißt, ein Klartext-Buchstabe wird durch ein Symbol ersetzt. Die häufige zweistelligen Buchstabenkombinationen ER, EN, ST und CH haben jeweils ein eigenes Symbol. Auch für die Umlaute Ä und Ü gibt es Symbole. Ob das Geheimnis, wo das Nazigold versteckt ist, durch seinNotizbuch offenbart werden kann, ist nicht sicher. Es wimmelt darin außer von Zeichnungen von Waffensystemen und Stollenanlagen auch von Gedichten und Worträtseln, die auf den ersten Blick nichtssagend zu sein scheinen. Ob diese geheime Botschaften enthalten, nur kluges Ablenkungsmanöver oder Ergebnis geistiger Erschöpfung aufgrund der Folter und Verhöre sind, bleibt ungelöst. Das etwas in den Stollen bei Stechowitz von den Nazis versteckt wurde, gilt als sicher. Auch wenn sich schon viele Leute auf die Suche nach dem Nazi-Schatz machten, so wurde er bis heute nicht gefunden. Das Gelände im Moldautal ist weit und zerklüftelt und das unterirdische Versteck könnte im Prinzip überall sein. Die Šlemín-Schlucht, in der der Schatz u. a. vermutet wird, ist etwa einen Kilometer lang.  Zum Ende des Zweiten Weltkrieges sollen auch alte Stollen in der unzugänglichen Schlucht Dušno zwischen Závist und dem Moldautal unterhalb der Staumauer der Talsperre Štěchovice im Sperrgebiet der zum SS-Truppenübungsplatz Böhmen gehörigen SS-Pionierschule Brunschau von den deutschen Besatzern als Verstecke genutzt worden sein. Außerdem redete Emil Klein davon, dass es eine geheime chemische Substanz namens „Lyxin“ gäbe.  Laut Klein handelte es sich um eine chemische Substanz, die Felsen „schmelzen“ konnte. Sie soll genutzt worden sein, um Stolleneingänge im tschechischen Moldautal so zu versiegeln, dass sie wie natürliches Gestein aussahen. Klein behauptete, damit geheime Depots mit NS-Raubgold oder Dokumenten (den sogenannten Stechovice-Schatz) versteckt zu haben. 

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Die 1monoalphabetische Substitution ist eines der einfachsten Verschlüsselungsverfahren. Dabei wird jeder Buchstabe des Klartextes durch einen fest zugeordneten Partner aus einem Geheimtext-Alphabet ersetzt. Für die gesamte Nachricht wird nur ein einziges Austausch-Alphabet verwendet. Ein Buchstabe (z. B. ‚A‘) wird im gesamten Text immer durch das gleiche Symbol (z. B. ‚X‘) ersetzt. Um den Text wieder lesbar zu machen, muss die Zuordnung eindeutig sein (kein Buchstabe darf auf zwei verschiedene Partner abgebildet werden). Beispiele sind der Caesar-Chiffre: Das Alphabet wird um eine feste Anzahl von Stellen verschoben (z. B. A → D, B → E) oder die Atbasch Technik: Das Alphabet wird einfach umgedreht (A → Z, B → Y).