Das fünfte Gebot
Nach biblischer Überlieferung hat Gott die Zehn Gebote dem Propheten Mose auf dem Berg Sinai übergeben. Sie sind im Alten Testament überliefert. Das fünfte Gebot schützt die Unantastbarkeit des Lebens. Es verbietet die Tötung des Menschen. Das fünfte Gebot verbietet aber nicht das Töten ansich, sondern das mörderische Töten. Es gibt in den alttestamentlichen Gesetzen daher auch ein erlaubtes Töten: das Töten von Tieren für Nahrung und zu Opferzwecken, das Töten von Menschen aus Notwehr, im Krieg und bei der Vollstreckung der Todesstrafe. Menschen töten aus Habgier, Eifersucht, Rache oder einfach nur aus Mordlust. Auch einige Tierarten, wie Primaten sind dafür bekannt, gewalttätiges Verhalten gegenüber Mitgliedern der gleichen Spezies zu zeigen. Bei anderen Tieren jedoch, wie etwa bei Walen und Fledermäusen, gibt es praktisch keine Hinweise auf tödliche Gewalt untereinander. Warum aber mordet der Mensch? Eine Studie der Universität von Granada belegt, tödliche Gewalt ist durch Evolution tief in der Menschheit verwurzelt. Menschen haben Gewalt von frühen Primaten vererbt bekommen. Die blutrünstigste Zeit der Menschheitsgeschichte war das Mittelalter. Eigentlich hat der Mensch Gesetze, die Morde hart sanktionieren. Aber dennoch gibt es weiterhin Menschen, die andere Menschen umbringen. Es gibt in der Geschichte der Menschheit sogar regelrechte Mordserien. Im engeren Sinne werden damit drei oder mehr Morde bezeichnet, die eine Einzelperson, der Serienmörder, in einigem zeitlichen Abstand voneinander verübt. Mordserien werden im Vergleich zu Einzelmorden hingegen nur sehr selten verübt.
Immer wieder finden Menschen Gefallen am Töten anderer Menschen. Oft sammeln die Serienmörder bei ihren Taten sogar Trophäen. Serienmörder werden oft mit den folgenden Merkmalen in Verbindung gebracht: Sie begehen über einen längeren Zeitraum mehrere Morde, die oft durch ähnliche Muster gekennzeichnet sind. Sie versuchen oft, ihre Taten zu verbergen und sind nicht immer leicht zu entdecken. Auch in Deutschland gab es in den vergangenen Jahrhunderten einige grausige Serienmörder. Manche von ihnen gingen dabei bestialisch vor, verstümmelten ihre Opfer oder aßen sogar Teile von ihnen. Andere hinterließen Opfer, die friedlich schlafend aussahen und wieder andere wurden nur durch Zufall gefasst.
Der schlimmste Serienmörder der Geschichte war ein französischer Ritter. Um 1432 beginnt Gilles de Rais Kinder aus sadistischer Lust zu foltern. Über die Jahre quält er in seinen Burgen weit mehr als 100 Opfer zu Tode. Und keiner wagt es, sich ihm entgegenzustellen. Obwohl Gilles de Rais damals einer der reichsten Männer Frankreichs war, schwand sein Vermögen im Laufe der Zeit immer mehr dahin. Wegen seiner finanziellen Schwierigkeiten begann Gilles, Land zu veräußern und seine Güter unter Wert zu verkaufen. Gilles de Rais hoffte nun darauf, seinen Reichtum mit Hilfe der Alchemie zurückzugewinnen. Er gab enorme Summen für Geisterbeschwörer aus, die den Teufel für seine Ziele einspannen sollten. Seine Diener entführten Kinder, vor allem Jungen, die er in seinen Schlössern Champtocé, Machecoul und Tiffauges folterte und dann ermordete. Die Zahl seiner Opfer wird in den kirchlichen Untersuchungsprotokollen mit 140 angegeben, jedoch wird berichtet, dass es noch weit mehr waren. Seine erstaunliche Unantastbarkeit fand 1440 ein Ende, als er wegen einer Gewalttat, verbunden mit einem Sakrileg und einer Verletzung der Immunität des Klerus, mit der Kirche in Konflikt geriet. Er wurde durch die Inquisition des Abfalls vom Glauben und der Häresie und durch den Bischof der Untugend und des Frevels schuldig gesprochen und am 26. Oktober 1440 mit zweien seiner Komplizen gehängt.
Manche Serienmörder stellen ihre Aktivitäten freiwillig auch wieder ein. Die Gründe reichen von der Angst, erwischt zu werden, bis hin zu einem Verlust des Interesses am Töten . Die meisten Serienmörder leiden jedoch an einer antisozialen Persönlichkeitsstörung, die möglicherweise mit anderen psychischen oder psychotischen Erkrankungen einhergeht, wie z. B. Schizophrenie oder Autismus-Spektrum-Störungen (ASS). Nach einer Befragung von Serienkillern durch das FBI (Ende der 70’er Jahre) sind etwa 26 % der Serienmörder im Kindesalter sexuell mißbraucht worden und hatten dadurch ein gestörtes Verhältnis zur Sexualität. 50 % der Serienmörder gaben an, psychischen Missbrauch erlebt zu haben, 36 % körperlichen Missbrauch. Viele waren auch bereits in jungen Jahren sadistisch veranlagt und frönten dieser Lust an Tieren oder an anderen Kindern. Es gibt 5 Archetypen von Serienmördern: Visionäre, Missionarische, Hedonistische (Untergruppen der Hedonistischen sind Lustmörder und Nervenkitzel-orientierte Mörder), Komfort-orientierte Mörder sowie Macht- und Kontrollmörder . Der „visionäre“ Serienmörder, z. B. tötet als Reaktion auf innere Visionen, die ihn zum Töten zwingen. Missionarische Serienmörder sind äußerlich oft unauffällig und haben das Bedürfnis die Welt von „lebensunwerten“ Menschen (z.B. Prostituierten) zu säubern. töten aus Freude am Töten. Sie beziehen ihre Befriedigung aus dem Tötungsvorgang. Auch wenn im Zuge der Tat sexuelle Gewalt ausgeübt wird, geht es dem Täter lediglich um die Ausübung der Macht über das Opfer. Lustmörder im Gegensatz zum Machtmörder, töten sie zur Befriedigung ihres Geschlechtstriebes.
Berüchtigte Serienmörder
Jack the Ripper ist das Pseudonym eines nie gefassten Serienmörders, der zwischen August und November 1888 im Londoner Stadtteil Whitechapel mindestens fünf Frauen grausam ermordete. Dem Täter werden die sogenannten „Kanonischen Fünf“ sicher zugerechnet:
- Mary Ann Nichols (31. August)
- Annie Chapman (8. September)
- Elizabeth Stride & Catherine Eddowes (30. September, das „Double Event“)
- Mary Jane Kelly (9. November)
Die Opfer waren Frauen aus ärmlichsten Verhältnissen, die sich oft durch Gelegenheitsprostitution über Wasser hielten. Der Täter schnitt ihnen die Kehle durch und verstümmelte sie, wobei er in mehreren Fällen Organe entnahm, was auf chirurgische oder anatomische Kenntnisse hindeutete.
Charles Manson (1934–2017) war ein US-amerikanischer Krimineller und Anführer der Manson Family, einer Sekte in Kalifornien. Manson erlangte weltweite Berühmtheit, nachdem Mitglieder seiner Gruppierung im August 1969 sieben Menschen ermordeten, darunter die hochschwangere Schauspielerin Sharon Tate. Er propagierte die rassistische Theorie „Helter Skelter“, nach der die Morde einen apokalyptischen Rassenkrieg in den USA auslösen sollten. Er verstarb am 19. November 2017 im Alter von 83 Jahren im Gefängnis an natürlichen Ursachen.
Simon Bingelhelm (ca. 1565 – 2. Juni 1600), bekannt als der „Tausendteufel von Halberstadt“, war ein berüchtigter deutscher Räuber und Serienmörder. Bingelhelm gestand unter Folter insgesamt 71 Straftaten, darunter die Beteiligung an 26 Morden. Seine Verbrechen waren von extremer Brutalität geprägt. Er war an der Tötung von mindestens fünf Kleinkindern beteiligt und soll eine schwangere Frau ermordet haben, um aus den Eingeweiden ihres ungeborenen Kindes „Diebslichter“ für seine Einbrüche herzustellen. Als eines seiner Verstecke und Tatorte gilt die Daneilshöhle im Huy bei Halberstadt. Im Frühjahr 1600 wurde er gefasst und am 2. Juni 1600 hingerichtet.
Ali Asghar Borujerdi war ein iranischer Serienmörder. Asghar vergewaltigte und ermordete 33 männliche Jugendliche und wurde dafür zum Tode verurteilt und hingerichtet. Er begann nachdem er als Kind mit seiner Familie in den Irak gezogen war, im Iraim Alter von 14 Jahren, jüngeren Jungen nachzustellen und sie zu vergewaltigen. Da er sich von der Polizei unter Druck gesetzt fühlte, begann er schnell, die seine Opfer zu ermorden, um sich ihrer zu entledigen. Im Iran mordete er in Teheran weiter, wo er noch acht Opfer fand. Er wurde Anfang März 1934 festgenommen, gestand dann seine Verbrechen und wurde angeklagt, zum Tode verurteilt und nach einem erfolglosen Revisionsverfahren am 26. Juni 1934 in Teheran gehängt.
Wassili Iwanowitsch Komarow auch bekannt als der „Wolf von Moskau“, war ein berüchtigter sowjetischer Serienmörder. Er ermordete zwischen 1921 und 1923 in Moskau insgesamt 33 Menschen. Er wurde 1923 überführt, nachdem die Polizei bei einer Durchsuchung wegen des Verdachts auf illegalen Alkoholhandel eine Leiche unter einem Heuhaufen fand. Komarow und seine Ehefrau, die von den Taten wusste und ihm half, wurden zum Tode verurteilt und im gleichen Jahr hingerichtet.
Hadj Mohammed Mesfewi auch bekannt als der „Erzmörder von Marrakesch“, war ein marokkanischer Serienmörder, der mindestens 36 Frauen tötete. Mesfewi arbeitete in Marrakesch als Schuhmacher und öffentlicher Schreiber. Zusammen mit einer 70-jährigen Komplizin namens Annah (oder Rahali) lockte er vor allem junge Frauen in seinen Laden. Er betäubte seine Opfer mit Wein, bevor er sie mit einem Dolch enthauptete oder im Schlaf ermordete. Nach dem Verschwinden zahlreicher Frauen führten Ermittlungen im April 1906 zu seinem Laden. Dort wurden 20 verstümmelte Leichen in einer Grube unter dem Geschäft und weitere 16 in seinem Garten gefunden. Am 11. Juni 1906 wurde Mesfewi auf dem Basar von Marrakesch lebendig eingemauert. Er wurde stehend in eine enge Nische in der Stadtmauer gekettet, die anschließend von Maurern verschlossen wurde.
Roger Andermatt ist als der „Todespfleger von Luzern“ bekannt, einer der folgenschwersten Serienmörder der Schweizer Kriminalgeschichte. Zwischen 1995 und 2001 tötete er in verschiedenen Pflegeheimen in der Zentralschweiz (Luzern, Obwalden und Schwyz) insgesamt 22 pflegebedürftige Personen angeblich aus Mitleid. Er erstickte seine Opfer häufig mit Plastiksäcken oder Frotteetüchern oder verabreichte ihnen tödliche Überdosen an Medikamenten. Im Jahr 2005 wurde er vom Luzerner Obergericht zu einer lebenslangen Zuchthausstrafe verurteilt.
Daniel Camargo Barbosa war ein berüchtigter kolumbianischer Serienmörder und Vergewaltiger, der in Kolumbien und Ecuador aktiv war. Er ist unter Beinamen wie „Der Sadist von El Charquito“ oder „Das Monster der Mangrovenwälder“ bekannt. Es wird angenommen, dass er für die Vergewaltigung und Ermordung von mindestens 72 jungen Mädchen und Frauen verantwortlich war, wobei die Dunkelziffer deutlich höher liegen kann. Barbosa lockte seine Opfer oft unter Vorwänden in abgelegene Gebiete (wie Mangrovenwälder oder Buschland), vergewaltigte sie und tötete sie anschließend meist durch Erstechen oder Erwürgen. Barbosa wurde am 13. November 1994 in einem ecuadorianischen Gefängnis von einem Mithäftling ermordet. Der Täter war Luis Masache, der Cousin bzw. Neffe eines seiner Opfer.
Theodore Robert „Ted“ Bundy war einer der berüchtigtsten Serienmörder der US-Geschichte. Er gestand nach seiner Festnahme die Entführung, Vergewaltigung und Ermordung von mindestens 30 jungen Frauen und Mädchen in sechs Bundesstaaten zwischen 1974 und 1978. Seine Opfer waren meist junge Studentinnen mit langen, dunklen Haaren und Mittelscheitel. Bundy nutzte sein attraktives Aussehen und seinen Charme, um Opfer zu täuschen. Oft gab er sich als verletzt aus (mit Gips oder Krücken) oder gab sich als Autoritätsperson (z. B. Polizist) aus, um Frauen zu seinem Auto, einem hellbraunen VW Käfer, zu locken. Nach mehreren Todesurteilen in Florida wurde er am 24. Januar 1989 im Florida State Prison auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet.
Dean Arnold Corll, bekannt als der „Candyman“, war ein US-amerikanischer Serienmörder, der zwischen 1970 und 1973 in Houston und Pasadena, Texas, mindestens 28 Jungen und junge Männer im Alter von 13 bis 20 Jahren entführte, folterte und ermordete. Seine Taten werden oft als die „Houston Mass Murders“ bezeichnet. Corll lockte seine Opfer unter dem Vorwand von Partys, Drogen oder Alkohol in seine Wohnung. Dort wurden sie an eine „Folterbank“ aus Sperrholz gefesselt, sexuell missbraucht und schließlich durch Erwürgen oder Schüsse aus einer .22-Kaliber-Pistole getötet. Corll rekrutierte zwei Teenager, David Owen Brooks und Elmer Wayne Henley, die ihm halfen, Opfer zu finden und die Leichen zu beseitigen. Die Mordserie endete am 8. August 1973, als Henley Corll in Notwehr erschoss, nachdem Corll gedroht hatte, Henley und zwei weitere Jugendliche zu töten.
Juan Vallejo Corona war ein mexikanischer Serienmörder, der als „Machete Murderer“ bekannt wurde. Er war für die Ermordung von 25 Landarbeitern im Jahr 1971 verantwortlich. Er tötete seine Opfer – fast ausschließlich Wanderarbeiter – überwiegend mit einer Machete oder einem Fleischerbeil und vergrub die Leichen in Pfirsichplantagen entlang des Feather River. Corona wurde 1973 erstmals verurteilt. Nach einer Aufhebung des Urteils wurde er 1982 erneut zu 25-mal lebenslanger Haft verurteilt und verbüßte seine Strafe im California State Prison, Corcoran. Juan Corona starb am 4. März 2019 im Alter von 85 Jahren in einem Krankenhaus außerhalb des Gefängnisses an natürlichen Ursachen.
Charles Cullen ist ein US-amerikanischer Serienmörder, der als Krankenpfleger in den Bundesstaaten New Jersey und Pennsylvania tätig war. Er wurde im Dezember 2003 verhaftet und gestand bis zu 40 Morde, von denen 29 offiziell bestätigt wurden. Ermittler vermuten jedoch, dass die tatsächliche Opferzahl weitaus höher, bei bis zu 400 Patienten liegen könnte, die er während seiner 16-jährigen Karriere durch tödliche Medikamentendosen (insbesondere Digoxin und Insulin) tötete. Im Jahr 2006 wurde er in New Jersey zu 11 aufeinanderfolgenden lebenslangen Haftstrafen verurteilt. In Pennsylvania folgten weitere sieben lebenslange Haftstrafen. Insgesamt verbüßt er 18 lebenslange Haftstrafen. Im Jahr 2006 wurde er in New Jersey zu 11 aufeinanderfolgenden lebenslangen Haftstrafen verurteilt. In Pennsylvania folgten weitere sieben lebenslange Haftstrafen. Insgesamt verbüßt er 18 lebenslange Haftstrafen.
Abul Djabar war ein afghanischer Serienmörder, der mindestens 65 Menschen getötet hat. Er erdrosselte seine Opfer, bei denen es sich überwiegend um Männer handelte, mit einem Turban. Die Morde fanden meist während oder nach sexuellen Übergriffen statt. Er wurde von der Polizei gefasst, als er versuchte, ein weiteres Opfer zu töten, zum Tode verurteilt und am 21. Oktober 1970 in Kabul gehängt. Bedauerlicherweise wurden auch zwei unschuldige Personen für Morde hingerichtet, die Djabar später gestand.
Larry Eiler war ein US-amerikanischer Serienmörder, der in den frühen 1980er Jahren im Mittleren Westen der USA (insbesondere Illinois und Indiana) mindestens 21 junge Männer und Jungen tötete. Er wurde als „Highway Killer“ bekannt, da er seine Opfer meist entlang von Autobahnen ablegte. Er wurde 1986 wegen des Mordes an dem 15-jährigen Daniel Bridges zum Tode verurteilt. Bevor das Urteil vollstreckt werden konnte, starb er 1994 im Gefängnis an den Folgen einer AIDS-Erkrankung.
Pedro Rodrigues Filho, war ein berüchtigter brasilianischer Serienmörder und Selbstjustizler. Er behauptete selbst, über 100 Menschen getötet zu haben. Offiziell verurteilt wurde er für mindestens 71 Morde. Er gab an vorrangig andere Kriminelle wie Dealer, Vergewaltiger und Mörder zu töten. Seinen ersten Mord beging er im Alter von 14 Jahren. Er verbrachte insgesamt 42 Jahre im Gefängnis. Auch hinter Gittern setzte er seine Taten fort und tötete zahlreiche Mithäftlinge. Pedro Rodrigues Filho wurde am 5. März 2023 im Alter von 68 Jahren in Mogi das Cruzes, Brasilien, von Unbekannten auf offener Straße erschossen. Die Angreifer sind unbekannt.
Joseph Paul Franklin war ein US-amerikanischer Serienmörder und rechtsextremer Attentäter. Er war Mitglied der American Nazi Party sowie des Ku-Klux-Klans. Sein Ziel war es, durch gezielte Morde einen rassistischen Bürgerkrieg in den USA zu entfachen. Er wurde im Oktober 1980 in Florida gefasst und wurde wurde für mindestens 8 Morde verurteilt, gestand jedoch bis zu 22 Tötungsdelikte. Nach Jahrzehnten in Haft und mehreren lebenslangen Freiheitsstrafen wurde Joseph Paul Franklin am 20. November 2013 im US-Bundesstaat Missouri durch die Giftspritze hingerichtet.
Luis Alfredo Garavito Cubillos, bekannt als „La Bestia“ („Die Bestie“), war ein kolumbianischer Serienmörder und Sexualstraftäter. Garavito gestand die Entführung, Vergewaltigung, Folterung und Ermordung von mindestens 140 bis 190 Jungen im Alter zwischen 8 und 16 Jahren in den 1990er Jahren. Die Dunkelziffer geht von bis zu 300 Opfern aus. Er lockte Kinder aus armen Verhältnissen an, indem er sich oft als Obdachloser, Straßenverkäufer oder Mönch ausgab. Er wurde 1999 festgenommen und zu einer jahrzehntelangen Haftstrafe verurteilt. Luis Garavito starb am 12. Oktober 2023 im Alter von 66 Jahren in einem Krankenhaus in Valledupar, Kolumbien, während er seine Haftstrafe verbüßte. Todesursache war Leukämie und Augenkrebs.
Hu Wanlin ist ein berüchtigter chinesischer Pseudomediziner, der durch den Tod zahlreicher Patienten als „Quacksalber-Arzt“ weltweit Bekanntheit erlangte. behauptete, ein Wunderheiler zu sein, und behandelte Patienten mit extrem hohen Dosen von Glaubersalz (Natriumsulfat) sowie Kräutersuppen, die teilweise giftige Substanzen wie Arsen enthielten. s wird geschätzt, dass Hu Wanlin für den Tod von rund 150 Menschen verantwortlich ist. Im Jahr 2000 wurde er erstmals zu 15 Jahren Haft verurteilt, nachdem mehrere Patienten unter seiner Obhut gestorben waren. Nach seiner vorzeitigen Entlassung wegen guter Führung im Jahr 2011 praktizierte er illegal weiter. Im Jahr 2014 wurde er erneut zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt, nachdem ein 22-jähriger Student während eines seiner „Gesundheits-Retreats“ an einer Salzvergiftung gestorben war. Seitdem hat man nichts mehr von ihm gehört.
Javed Iqbal war ein pakistanischer Serienmörder, der hundert Jungen ermordete, ihre Leichen zerstückelte und dafür zum Tode verurteilt wurde. Er wird oft als das „Monster von Lahore“ bezeichnet. Er erdrosselte seine Opfer, zerstückelte sie und löste ihre Überreste in Säurefässern auf, um Beweise zu vernichten. Im März 2000 verurteilte ihn ein Richter zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe. Am 8. Oktober 2001 wurden Iqbal und ein Komplize tot in ihren Gefängniszellen aufgefunden. Obwohl der Tod offiziell als Selbstmord durch Erhängen eingestuft wurde, ergaben die Autopsien Anzeichen stumpfer Gewalteinwirkung, was auf Mord hin deutete.
Patrick Wayne Kearney ist ein US-amerikanischer Serienmörder, der als „The Trash Bag Killer“ bekannt wurde. Er ermordete zwischen 1962 und 1977 mindestens 21 (möglicherweise bis zu 43) junge Männer und Jungen in Südkalifornien. Kearney suchte seine Opfer oft in Bars oder an Bushaltestellen, erschoss sie während der Autofahrt und beging postmortale sexuelle Handlungen. Er zerstückelte die Leichen und entsorgte die Überreste in Müllsäcken entlang von Highways. Er stellte sich am 1. Juli 1977 freiwillig der Polizei. Um der Todesstrafe zu entgehen, legte er ein umfassendes Geständnis ab und wurde 1978 zu 21 lebenslangen Haftstrafen verurteilt.
Samuel Little gilt als einer der produktivsten Serienmörder in der Geschichte der USA. Das FBI hat ihn offiziell mit 60 Morden in Verbindung gebracht, wobei er selbst insgesamt 93 Morde zwischen 1970 und 2005 gestand. Little suchte sich oft marginalisierte Frauen aus (Drogenabhängige oder Prostituierte). Als ehemaliger Boxer schlug er sie oft bewusstlos und erdrosselte sie anschließend. Little wurde 2012 in Kentucky festgenommen und 2014 erstmals aufgrund von DNA-Beweisen für drei Morde verurteilt. Er starb am 30. Dezember 2020 im Alter von 80 Jahren in einem Krankenhaus in Kalifornien, während er mehrere lebenslange Haftstrafen verbüßte.
Pedro Alonso López, bekannt als das „Monster der Anden“, ist ein kolumbianischer Serienmörder, der für den Missbrauch und Mord an über 300 jungen Mädchen in Kolumbien, Ecuador und Peru verantwortlich gemacht wird. López wurde 1980 in Ecuador gefasst und zu 16 Jahren Haft verurteilt (der damals zulässigen Höchststrafe). 1994 wurde er nach Kolumbien abgeschoben, dort in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen und 1998 als „geheilt“ entlassen. Sein exakter Aufenthaltsort ist auch Anfang 2026 weiterhin unbekannt. Nach seiner vorzeitigen Entlassung aus der psychiatrischen Klinik verschwand er spurlos. Er gestand den Mord an etwa 300 Mädchen. Davon konnten die Behörden mindestens 110 Opfer bestätigen, nachdem er sie zu Massengräbern geführt hatte. Trotz seines hohen Alters – er wäre heute 77 Jahre alt – gilt er offiziell weiterhin als flüchtig.
Maoupa Cedric Maake, bekannt als der „Wemmer Pan Killer“, war ein südafrikanischer Serienmörder. Er beging zwischen 1996 und 1997 mindestens 27 Morde sowie zahlreiche Raubüberfälle und Vergewaltigungen im Bereich des Wemmer Pan Sees in Johannesburg. Im Jahr 2000 wurde er zu einer lebenslangen Haftstrafe von insgesamt 1.340 Jahren verurteilt.
Zdzisław Marchwicki war ein polnischer Serienmörder, auch bekannt als der „Vampir von Schlesien“. Er wurde beschuldigt, in der Region Zagłębie in Südpolen eine Reihe brutaler Morde begangen zu haben. Die Opfer wurden typischerweise mit einem schweren Gegenstand auf den Kopf geschlagen. Ihm wurde für die Ermordung von 14 Frauen und den versuchten Mord an sieben weiteren Frauen zwischen 1964 und 1970 verantwortlich gemacht. zur Last gelegt. Er wurde zum Tode verurteilt und 1977 hingerichtet. Der Fall ist bis heute umstritten. Es bestehen Zweifel, ob Marchwicki tatsächlich der alleinige Täter war oder ob ihm die Verbrechen möglicherweise fälschlicherweise angelastet wurden, um einen schnellen Ermittlungserfolg zu erzielen.
Gennadi Modestowitsch Michassewitsch war ein sowjetischer Serienmörder und Vergewaltiger, bekannt als der „Würger von Wizebsk“. Er ermordete zwischen 1971 und 1985 in der Weißrussischen SSR mindestens 36 Frauen. Er lockte junge Frauen, oft per Anhalter in seinem Auto, an menschenleere Orte, vergewaltigte und erwürgte sie dort. Er wurde wegen 36 Morden verurteilt, gestand jedoch 43, wobei Schätzungen von über 55 Opfern ausgehen. Michassewitsch wurde am 9. Dezember 1985 verhaftet, zum Tode verurteilt und am 19. Januar 1988 durch Erschießen im Pischtschalauski-Schloss in Minsk hingerichtet.
Arnfinn Nesset war ein norwegischer Krankenpfleger und einer der berüchtigtsten Serienmörder Skandinaviens. Nesset wurde 1983 für den Mord an 22 Patienten in einem Pflegeheim in Orkdal verurteilt. Er tötete seine Opfer durch Injektion des Muskelrelaxans Curacit. Ursprünglich gestand er die Tötung von 27 Patienten, widerrief dieses Geständnis jedoch später während des Prozesses. Die tatsächliche Opferzahl wird von Ermittlern auf bis zu 138 geschätzt. Er erhielt die damals geltende Höchststrafe von 21 Jahren Haft sowie anschließende Sicherungsverwahrung. Nachdem er 12 Jahre seiner Strafe verbüßt hatte, wurde er 1993 wegen guter Führung in den offenen Vollzug überstellt und schließlich 2004 vollständig entlassen. Er verstarb am 2. Dezember 2025 im Alter von 89 Jahren in einem Pflegeheim.
Alexander Jurjewitsch Pitschuschkin, bekannt als der Schachbrettmörder, ist einer der berüchtigtsten Serienmörder Russlands. Die meisten Morde beging er zwischen 1992 und 2006 im Moskauer Bitza-Park. Er lockte seine Opfer, oft ältere oder sozial schwache Männer, zu einem „Wodka-Picknick“ am angeblichen Grab seines Hundes. Dort erschlug er sie meist von hinten mit einem Hammer und warf sie oft noch lebend in die Kanalisation. Er wurde 2007 für 48 Morde und drei versuchte Morde verurteilt. Er selbst behauptet jedoch bis heute, über 60 Menschen getötet zu haben. Pitschuschkin gab an, er habe für jedes der 64 Felder eines Schachbretts ein Opfer fordern wollen, um den „Rekord“ des Serienmörders Andrei Tschikatilo zu brechen. Er beschrieb das Töten als lebensnotwendig („wie Luft zum Atmen“) und gab an, sich dabei „wie Gott“ gefühlt zu haben, da er über Leben und Tod entschied.
Michail Wiktorowitsch Popkow ist ein russischer Serienmörder und ehemaliger Polizist, der als der „Werwolf von Angarsk“ bekannt wurde. Offiziell wurde er für den Mord an mindestens 86 Menschen verurteilt (darunter 85 Frauen und ein männlicher Polizist). Er selbst hat jedoch weitaus mehr Taten gestanden; im Jahr 2025 wurden Berichte über weitere Geständnisse laut, die seine Opferzahl auf über 90 (einige Quellen spekulieren sogar bis zu 200) anheben könnten. Als amtierender Polizist nutzte er seine Uniform und seinen Streifenwagen, um Frauen nachts eine Mitfahrgelegenheit anzubieten. Er fuhr sie an abgelegene Orte, vergewaltigte sie und tötete sie mit Äxten, Messern oder Hämmern. Er blieb jahrelang unentdeckt, bis er 2012 durch einen massenhaften DNA-Abgleich unter (ehemaligen) Polizeibeamten identifiziert wurde. Popkow verbüßt mehrere lebenslange Haftstrafen. Zuletzt wurde er im November 2023 für drei weitere Morde zu zusätzlichen 10 Jahren Haft verurteilt, die in seine lebenslange Strafe einfließen.
Gary Ridgway bekannt als der „Green River Killer“, ist ein berüchtigter US-amerikanischer Serienmörder. Zwischen 1982 und 1998 ermordete er in Washington State vorwiegend junge Frauen, oft Prostituierte und Ausreißerinnen. Er wurde offiziell für 49 Morde verurteilt. Er selber gab jedoch an, zwischen 71 und 80 Frauen getötet zu haben. Er erwürgte seine Opfer meist von hinten und deponierte die Leichen in bewaldeten Gebieten oder im Green River, was ihm seinen Beinamen einbrachte. Oft kehrte er an die Fundorte zurück, um Nekrophilie zu praktizieren. Nach jahrzehntelangen Ermittlungen gelang 2001 durch DNA-Abgleiche seine Festnahme. Er wurde zu 49 aufeinanderfolgenden lebenslangen Haftstrafen ohne die Möglichkeit einer vorzeitigen Entlassung verurteilt.
David Thabo Simelane ist ein berüchtigter Serienmörder aus Eswatini (ehemals Swasiland), der für die Ermordung von mindestens 28 Frauen und Kindern zwischen 1999 und 2001 verantwortlich gemacht wurde. Er lockte seine Opfer, meist junge Frauen, mit dem Versprechen auf Arbeitsplätze in den Malkerns-Wald, wo er sie tötete. Die sterblichen Überreste seiner Opfer wurden 2001 in Massengräbern in den Wäldern von Usutu entdeckt, was zu seiner Festnahme führte. Im April 2011 wurde er zum Tode durch Erhängen verurteilt. Obwohl er rechtlich unter dem Todesurteil steht, wurde die Strafe bisher nicht vollstreckt, da in Eswatini seit 1983 keine Hinrichtungen mehr durchgeführt wurden.
Alexander Nikolajewitsch Spessiwzew, auch bekannt unter dem Beinamen „Sibirischer Tiger“, ist ein russischer Serienmörder und Kannibale. Spessiwzew lockte zwischen 1991 und 1996 in Nowokusnezk Kinder und Jugendliche in seine Wohnung, wo er sie quälte, ermordete und teilweise verspeiste. Spessiwzew lockte zwischen 1991 und 1996 in Nowokusnezk Kinder und Jugendliche in seine Wohnung, wo er sie quälte, ermordete und teilweise verspeiste. Seine Mutter, Ljudmila Spessiwzewa, unterstützte ihn aktiv bei den Taten, indem sie Opfer anlockte und bei der Entsorgung der Leichen half. Er wurde im Sommer 1996 gefasst, nachdem , nachdem Polizei und Klempner in seiner Abwesenheit die Wohnung wegen eines Rohrbruchs öffneten und Leichenteile sowie ein noch lebendes, schwer verletztes Mädchen fanden.Aufgrund einer diagnostizierten Schizophrenie wurde Spessiwzew für schuldunfähig erklärt und in eine geschlossene psychiatrische Einrichtung eingewiesen.
Gerald Eugene Stano war ein US-amerikanischer Serienmörder, der wegen des Mordes an 22 Frauen verurteilt wurde. Er gestand jedoch insgesamt 41 Morde, wobei Ermittler vermuten, dass die tatsächliche Zahl bei bis zu 88 Opfern liegen könnte. Seine Opfer waren überwiegend junge Frauen im Alter zwischen 16 und 25 Jahren. Auch Jahrzehnte nach seinen Taten werden noch Opfer identifiziert. Gerald Eugene Stano wurde am 23. März 1998 im Gefängnis von Florida auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet. Interessanterweise war er während seiner Haftzeit zeitweise mit dem bekannten Serienmörder Ted Bundy inhaftiert.
Ahmad Suradji auch bekannt als der „Black Magic Killer“, war ein indonesischer Serienmörder, der für den Tod von mindestens 42 Frauen und Mädchen verantwortlich war. Er lebte in der Provinz Nord-Sumatra und arbeitete als angesehener Medizinmann (Dukun). Er lockte seine Opfer, die oft seinen Rat als Heiler suchten, auf ein Zuckerrohrfeld. Dort grub er sie im Rahmen eines vermeintlichen Rituals bis zur Hüfte ein und erdrosselte sie anschließend mit einem Kabel. Die Leichen vergrub er so, dass ihre Köpfe in Richtung seines Hauses zeigten, um ihre Geister zu binden. Die Verbrechen flogen 1997 auf, nachdem eine verweste Leiche in einem Zuckerrohrfeld nahe seines Dorfes entdeckt wurde. Bei den anschließenden Ermittlungen wurden insgesamt 42 Leichen gefunden. 1998 wurde er zum Tode verurteilt und am 10. Juli 2008 von einem Erschießungskommando hingerichtet.
Serhij Fedorowytsch Tkatsch, auch bekannt als der „Wahnsinnige von Polohy“, war ein ukrainischer Serienmörder und ehemaliger Polizeiermittler. Er gestand den Mord an bis zu 100 Mädchen und jungen Frauen im Alter zwischen 8 und 18 Jahren. Tkatsch nutzte seine Erfahrung als Kriminaltechniker der Miliz, um Spuren zu verwischen und Ermittlungen in die Irre zu führen. Dies führte dazu, dass mehrere Unschuldige für seine Taten verurteilt wurden und jahrelang im Gefängnis saßen. Nach seiner Festnahme im August 2005 wurde er 2008 wegen 37 Morden und zahlreicher Vergewaltigungen zu lebenslanger Haft verurteilt. Serhij Tkatsch starb am 4. oder 5. November 2018 im Alter von 66 Jahren im Gefängnis von Schytomyr an Herzversagen.
Andrei Romanowitsch Tschikatilo war einer der berüchtigtsten Serienmörder der sowjetischen und russischen Geschichte. Bekannt unter dem Beinamen „Der Ripper von Rostow“, ermordete er zwischen 1978 und 1990 mindestens 52 Menschen. Tschikatilo lockte seine Opfer – meist Kinder, Jugendliche und junge Frauen – oft an Bahnhöfen oder Bushaltestellen in abgelegene Waldgebiete. Er tötete sie auf grausamste Weise durch Erstechen oder Erwürgen und verstümmelte die Leichen oft schwer, wobei er Akte von Nekrophilie und Kannibalismus beging. Für Tschikatilos ersten Mord an einem neunjährigen Mädchen im Jahr 1978 wurde fälschlicherweise ein Unschuldiger, verurteilt und 1983 hingerichtet. Im Oktober 1992 wurde er in 52 Mordfällen für schuldig befunden und zum Tode verurteilt. Er wurde am 14. Februar 1994 im Gefängnis von Nowotscherkassk durch einen Genickschuss hingerichtet.
Yang Xinhai war einer der berüchtigtsten Serienmörder Chinas, bekannt unter dem Beinamen „Monsterkiller“. Er wurde für die Ermordung von 67 Menschen und zahlreiche Vergewaltigungen verurteilt. Yang drang nachts in ländliche Wohnhäuser in den Provinzen Henan, Shandong, Anhui und Hebei ein. Er tötete oft ganze Familien mit Werkzeugen wie Hämmern, Äxten oder Schaufeln. Er wurde am 3. November 2003 bei einer Routinekontrolle in Cangzhou (Provinz Hebei) gefasst, nachdem er sich verdächtig verhalten hatte. In einem nur einstündigen Prozess am Mittleren Volksgericht von Luohe wurde er am 1. Februar 2004 zum Tode verurteilt und hingerichtet. Yang zeigte während seines Prozesses keine Reue und gab an, aus einem inneren Drang heraus gemordet zu haben.
Yoo Young-chul ist ein südkoreanischer Serienmörder, der als der „Regenmantel-Killer“ bekannt wurde. Er ermordete zwischen September 2003 und Juli 2004 in Seoul mindestens 20 Menschen. Seine Opfer waren primär wohlhabende Senioren, die er in ihren Häusern überfiel, sowie Prostituierte und Masseurinnen, die er in seine Wohnung lockte. Er tötete seine Opfer meist mit einem selbstgefertigten Hammer durch Schläge auf den Kopf. Die Leichen der Frauen verstümmelte er oft schwer, trennte Fingerkuppen ab, um die Identifizierung zu erschweren, und vergrub die Überreste. Yoo wurde im Dezember 2004 zum Tode verurteilt, das Urteil wurde aber bisher noch nicht vollstreckt. Yoo Young-chul (jetzt 55 Jahre alt) ist weiterhin im Seoul Detention Center inhaftiert.
Christopher Mhlengwa Zikode ist ein südafrikanischer Serienmörder und Vergewaltiger, der in den 1990er Jahren als der „Donnybrook Killer“ bekannt wurde. Zikode terrorisierte zwischen April und September 1995 die Einwohner von Donnybrook in der Provinz KwaZulu-Natal. Er verübte Überfälle auf Wohnhäuser, tötete häufig die männlichen Bewohner und entführte oder vergewaltigte die Frauen. Er wurde 1997 wegen acht Morden, mehrerer Vergewaltigungen und versuchten Mordes verurteilt und erhielt insgesamt fünf lebenslange Freiheitsstrafen sowie zusätzliche Jahre für weitere Delikte.
Berüchtigte Serienmörderinnen
Marie Alexandrine Becker, bekannt als die „Schwarze Witwe“, war eine belgische Serienmörderin. Sie wurde 1938 für die Vergiftung von elf Menschen zwischen 1933 und 1936 sowie fünf versuchte Morde verurteilt. Zu ihren Opfern gehörten ihr Ehemann Charles Becker, ihr Liebhaber Lambert Beyer sowie mehrere meist ältere Frauen, die sie unter dem Vorwand der Pflege oder Freundschaft ausraubte.ie nutzte tödliche Dosen von Digitalis (Fingerhut), das sie ihren Opfern in Getränken wie Tee oder Kaffee verabreichte. Ihr Motiv war vorwiegend Habgier, um ihren kostspieligen Lebensstil mit Nachtclubbesuchen und jüngeren Männern zu finanzieren. Sie wurde am 16. Oktober 1936 festgenommen, nachdem eine Freundin, der sie Gift zur Beseitigung ihres eigenen Ehemanns angeboten hatte, die Polizei informierte. In ihrer Wohnung wurden Flaschen mit Herzglykosiden und Besitztümer ihrer Opfer gefunden. Am 8. Juli 1938 wurde sie zum Tode verurteilt. Da die Todesstrafe in Belgien seit 1863 nicht mehr vollstreckt wurde, wurde das Urteil in eine lebenslange Haftstrafe umgewandelt.
Gesche Margarethe Gottfried war eine berüchtigte Serienmörderin aus Bremen, die als die „Giftmörderin von Bremen“ in die Geschichte einging. Sie vergiftete insgesamt 15 Menschen tödlich und unternahm zahlreiche weitere Mordversuche. Sie verwendete Arsenik, das sie unter dem Namen „Mäusebutter“ (ein Gemisch aus Fett und Arsen) in Nahrungsmittel mischte. Zu ihren Opfern gehörten ihre eigenen Eltern, ihre drei Kinder, zwei ihrer Ehemänner, ihr Bruder sowie Freunde und Bekannte. Am 21. April 1831 wurde Gesche Gottfried auf dem Bremer Domshof durch das Schwert hingerichtet. Dies war die letzte öffentliche Hinrichtung in Bremen.
Darja Nikolajewna Saltykowa war eine russische Adelige und Gutsherrin. In die Geschichte ging sie vor allem als extrem brutale Serienmörderin ein. Insgesamt sollen 139 Menschen durch Saltykowas Verbrechen zu Tode gekommen sein, wenngleich ihr nur 38 Opfer nachgewiesen werden konnten. Sie wurden in der Regel nicht direkt getötet, sondern starben extrem qualvoll an den Folgen der Folterungen, die Saltykowa ihnen zufügte. Bis auf zwei nachgewiesene Fälle waren alle Opfer weiblich, unter ihnen gab es auch einige 11- bis 12-jährige Mädchen. Saltykowa wurde bei ihren Verbrechen durch mehrere Komplizen unterstützt, die die Opfer während der Folter festhielten sowie später die Leichen entsorgten. Zu den bevorzugten Foltermethoden Saltykowas gehörten: Verbrennen der Haare, verhungern oder verdursten lassen, Übergießen des Kopfes oder des Gesichts mit kochendem Wasser, bei Frosttemperaturen nackt im Freien festbinden, Abreißen der Ohren mit glühender Zange. Darüber hinaus wurde Saltykowa des Kannibalismus verdächtigt. Im Mai 1764 wurde gegen Saltykowa Anklage erhoben. Saltykowa selbst wurde zunächst zum Tode verurteilt, das Todesurteil wurde jedoch aufgehoben und stattdessen verfügt, Saltykowa lebenslang in ein unterirdisches Loch in einem Moskauer Kloster zu sperren.
Maria Catherina Swanenburg, bekannt als die „Leidener Giftmischerin“, war eine niederländische Serienmörderin. Zwischen 1880 und 1883 vergiftete sie zahlreiche Menschen mit Arsen. Ihr Motiv war Habgier: Sie schloss Sterbeversicherungen für ihre Opfer ab oder versuchte, deren Erbe zu erhalten. Ihr werden mindestens 27 Morde zweifelsfrei zugeschrieben; sie wird jedoch verdächtigt, über 90 Menschen getötet zu haben. Zu ihren Opfern gehörten auch eigene Familienmitglieder, darunter ihre Eltern. Sie wurde 1883 enttarnt, nachdem sie versucht hatte, eine ganze Familie gleichzeitig zu vergiften und 1885 zu lebenslanger Haft verurteilt.
Jane Toppan, war eine US-amerikanische Serienmörderin, die als Krankenschwester in Massachusetts tätig war. Sie experimentierte an ihren Patienten mit wechselnden Dosen von Morphium und Atropin, um die Auswirkungen auf das Nervensystem zu beobachten. Sie gab an, eine sexuelle Befriedigung daraus gezogen zu haben, sich zu den Sterbenden ins Bett zu legen und ihren Todeskampf zu beobachten. Offiziell wurden ihr 12 Morde nachgewiesen, sie gestand jedoch 31 Morde. Schätzungen vermuten über 100 Opfer. Unter den Opfern befanden sich Patienten, Freunde und sogar die gesamte Familie Davis, bei der sie zur Untermiete wohnte. Sie wurde 1901 festgenommen, nachdem eine toxikologische Untersuchung bei Mitgliedern der Familie Davis Giftspuren nachgewiesen hatte. 1902 wurde sie aufgrund von Unzurechnungsfähigkeit für nicht schuldig befunden und in eine geschlossene psychiatrische Anstalt eingewiesen.
Jeanne Weber war eine berüchtigte französische Serienmörderin, die unter dem Beinamen „Die Menschenfresserin aus der Goutte d’Or“ bekannt wurde. Zwischen 1905 und 1908 erdrosselte Weber mindestens zehn Kinder, darunter auch ihre eigenen drei Kinder sowie Nichten und Neffen. Sie nutzte Momente, in denen sie als Aufsichtsperson mit den Kindern allein war, und erwürgte sie manuell oder mit einem Tuch. Nachdem sie 1908 in flagranti beim Erwürgen des zehnjährigen Marcel Poirot ertappt worden war, wurde sie schließlich für unzurechnungsfähig erklärt und in die psychiatrische Anstalt von Maréville eingewiesen. Sie verstarb vahrscheinlich am 5. Juli 1918 durch Suizid (Erhängen oder Selbststrangulation) in der Gefangenschaft.
Berüchtigte Serienmörder-Paare/-Gruppen
Anatolij Onoprijenko und Serhij Rohosin waren Komplizen bei einer der grausamsten Mordserien in der Geschichte der Ukraine. Sie überfielen Familien in ihren Häusern oder Autos, töteten die Insassen (einschließlich Kinder) und entwendeten Wertsachen. Im Jahr 1989 begingen sie zusammen die ersten neun (einigen Quellen zufolge zehn) Morde, für die Onoprijenko später verurteilt wurde. Nach den ersten Morden trennten sich ihre Wege, und Onoprijenko setzte seine Mordserie Jahre später allein fort. Das grausamste Verbrechen war der Mord an einer zehnköpfigen Familie (zwei Erwachsene und acht Kinder) während eines Raubüberfalls. Anatolij Onoprijenko gestand insgesamt 52 Morde und wurde 1999 zum Tode verurteilt, was später in eine lebenslange Haftstrafe umgewandelt wurde. Serhij Rohosin wurde als Komplize für die Beteiligung an den ersten Morden zu 13 Jahren Gefängnis verurteilt.
Mohammed Bijeh und sein Komplize Ali Baghi waren für eine der grausamsten Mordserien in der Geschichte des Iran verantwortlich. Zwischen 2002 und 2004 lockten die beiden Männer mindestens 16 bis 22 Opfer – überwiegend junge Jungen im Alter von 8 bis 15 Jahren – in die Wüste nahe Pakdasht südlich von Teheran. Unter dem Vorwand, Tiere zu jagen, brachten sie die Kinder an abgelegene Orte, missbrauchten sie sexuell und ermordeten sie anschließend durch Schläge mit Steinen oder Erwürgen. Die Leichen wurden oft verbrannt oder in flachen Gräbern verscharrt. Mohammed Bijeh wurde zum Tode verurteilt. Die Hinrichtung fand am 16. März 2005 öffentlich in Pakdasht statt. Ali Baghi ab an, heroinabhängig gewesen zu sein und nur aus Angst vor Bijeh mitgewirkt zu haben. Er wurde zu 15 Jahren Haft und ebenfalls 100 Peitschenhieben verurteilt.
Das berüchtigte Duo William Burke und William Hare, die im Jahr 1828 in Edinburgh (Schottland) eine Serie von mindestens 16 Morden verübten, waren als die West-Port-Mörde bekannt. William Burke und William Hare waren irische Einwanderer, die aus rein finanzieller Gier mordeten. Die Leichen verkauften sie für anatomische Studien an den stadtbekannten Chirurgen Dr. Robert Knox. Die Mordserie flog im November 1828 auf, als Mitbewohner die Leiche des letzten Opfers, Margaret Docherty, unter einem Bett in Burkes Wohnung entdeckten. Da die Beweislage schwierig war, wurde Hare Immunität gewährt, damit er gegen Burke aussagen konnte. William Burke wurde am 28. Januar 1829 öffentlich gehängt.
Als „Todesengel von Lainz“ wurde eine Gruppe von vier Stationsgehilfinnen bekannt, die zwischen 1983 und 1989 im Krankenhaus Lainz in Wien Morde begangen. Die Gruppe bestand aus Waltraud Wagner, Irene Leidolf, Maria Gruber und Stefanija Mayer. Sie töteten wehrlose, meist ältere Patienten durch Vergiften infolge Überdosierungen von Insulin oder Beruhigungsmitteln wie Rohypnol oder Mundpflege, das gewaltsame Ersticken der Opfer, indem ihnen Wasser in die Lunge gegossen wurde, während man ihnen Mund und Nase zuhielt. Die offizielle Anklage umfasste 42 Morde, wobei Schätzungen der tatsächlichen Opferzahl weitaus höher waren. Waltraud Wagner & Irene Leidolf wurden zu lebenslanger Haft verurteilt, aber nach 17 Jahren wegen guter Führung vorzeitig entlassen. Stefanija Mayer & Maria Gruber erhielten 20 bzw. 15 Jahre Haft. Auch sie wurden vorzeitig entlassen.
Als „Dnepropetrovsk Maniacs“ wird eine Gruppe ukrainischer Serienmörder bezeichnet, die im Sommer 2007 in der Region Dnipro (damals Dnipropetrowsk) eine Serie von 21 brutalen Morden verübte. Zwischen dem 25. Juni und dem 16. Juli 2007 suchten sich die Täter ihre Opfer scheinbar wahllos aus, darunter Kinder, ältere Menschen und Obdachlose. Die Opfer wurden meist mit stumpfen Gegenständen wie Hämmern oder Stahlstangen brutal erschlagen. Die Gruppe bestand aus drei jungen Männern, die zum Zeitpunkt ihrer Verhaftung 19 Jahre alt waren. Der Haupttäter Ihor Suprunjuk wurde wegen 21 Morden zu lebenslanger Haft verurteilt. Der Mittäter Wiktor Sajenko wurde wegen 18 Morden und Raubüberfällen ebenfalls zu lebenslanger Haft verurteilt. Der Mittäter Oleksandr Hanscha war an zwei bewaffneten Raubüberfällen beteiligt, aber nicht an den Morden. Er erhielt eine Strafe von neun Jahren. Der Fall gilt als eines der verstörendsten Beispiele für „Thrill-Killing“ (Morden aus reinem Vergnügen) .
Charles Starkweather (19) und Caril Ann Fugate (14) waren ein US-amerikanisches Serienmörder-Paar, das im Jahr 1958 durch eine brutale Mordserie in Nebraska und Wyoming, traurige Berühmtheit erlangte. Starkweather tötete im Januar 1958 innerhalb einer Woche insgesamt 11 Menschen. Die Mordserie eskalierte, als Starkweather am 21. Januar 1958 Fugates Mutter, ihren Stiefvater und ihre zweijährige Halbschwester ermordete. Das Paar floh anschließend quer durch die „Great Plains“ und tötete auf seinem Weg weitere Personen, darunter einen Farmer und zwei Teenager. Charles Starkweather wurde nach einer Hochverfolgungsjagd in Wyoming gefasst. Er wurde zum Tode verurteilt und im Juni 1959 auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet. Caril Ann Fugate wurde wegen Beihilfe zum Mord verurteilt . Sie verbüßte 17 Jahre ihrer lebenslangen Haftstrafe und wurde 1976 begnadigt.
Leonard Lake und Charles Ng waren ein US-amerikanisches Serienmörder-Duo, das Mitte der 1980er Jahre in Nordkalifornien mindestens elf, möglicherweise aber bis zu 25 Menschen entführte, folterte und ermordete. Der ehemalige Marine und Survivalist Leonard Lake hatte auf einem abgelegenen Grundstück in Wilseyville einen Bunker mit dem Ziel errichtet nach einem von ihm erwarteten Atomkrieg eine Gruppe von Sklavinnen zu halten. Der ehemalige Marin Charles Ng hatte sich mit Lake zusammen getan. Das Duo entführte ganze Familien, Paare oder Einzelpersonen. Männer und Kinder wurden oft sofort getötet, während Frauen über längere Zeiträume als „Sexsklavinnen“ missbraucht und gefoltert wurden. Einige Opfer wurden im Wald freigelassen, um sie anschließend wie Tiere zu jagen. Die Mordserie endete am 2. Juni 1985, als Ng beim Ladendiebstahl in San Francisco erwischt wurde und Lake bei der anschließenden Polizeikontrolle einen falschen Ausweis vorlegte. Lake beging noch während des Verhörs Suizid, indem er eine in seine Kleidung eingenähte Cyanid-Kapsel schluckte. Ng floh zunächst nach Kanada, wurde dort jedoch nach einem Diebstahl gefasst. Nach einem jahrelangen Auslieferungsstreit wurde er 1991 an die USA überstellt. 1999 wurde er für elf Morde zum Tode verurteilt. Da in Kalifornien ein Moratorium für die Todesstrafe gilt, wurde das Urteil bislang nicht vollstreckt.
Die „Hillside Stranglers“ waren ein US-amerikanisches Seriermörder-Duo, bestehend aus den Cousins Kenneth Bianchi und Angelo Buono Jr., die zwischen Oktober 1977 und Februar 1978 gemeinsam mindestens zehn Frauen und Mädchen im Alter von 12 bis 28 Jahren entführten, folterten, vergewaltigten und ermordeten. Der Name „Hillside Strangler“ entstand, da die nackten Leichen der Opfer oft in grotesken Posen in den Hügeln (Hillsides) rund um Los Angeles abgelegt wurden. Die Täter gaben sich oft mit gefälschten Marken als Polizisten in Zivil aus, um das Vertrauen ihrer Opfer zu gewinnen oder sie einzuschüchtern und in ihr Fahrzeug zu locken. Die Opfer wurden durch Strangulation getötet. In einigen Fällen setzten die Täter Elektroschocks ein oder injizierten Haushaltsreiniger. Die Serie in Los Angeles endete, als Bianchi nach Bellingham (Washington) zog. Dort ermordete er im Januar 1979 zwei weitere Studentinnen allein. Nach seiner Festnahme versuchte er erfolglos, eine multiple Persönlichkeitsstörung vorzutäuschen. Um der Todesstrafe zu entgehen, sagte Bianchi gegen seinen Cousin Buono aus. Beide wurden zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt. Angelo Buono starb 2002 im Gefängnis an einem Herzinfarkt. Bianchi verbüßt seine Strafe weiterhin.
Die Bloody Benders waren deutsche Einwanderer, die als Amerikas erste Serienmörder-Familie in Labette County, Kansas, bekannt wurde. Die Familie bestand aus vier Personen: John Bender Sr., seiner Frau Elvira (auch „Ma“ genannt), ihrem Sohn John Jr. und der Tochter Kate. Sie betrieben eine kleine Pension mit Gemischtwarenladen am Osage Trail. Reisende wurden an einen Tisch direkt vor einem Vorhang gesetzt. Während Kate das Opfer ablenkte, erschlug einer der Männer den Gast von hinten mit einem Vorschlaghammer. Anschließend wurde dem Opfer die Kehle durchgeschnitten und der Leichnam durch eine Falltür in den Keller geworfen, bevor er später im Obstgarten vergraben wurde. ie Taten flogen 1873 auf, nachdem der bekannte Arzt Dr. William York verschwunden war. Eine Suchtruppe unter Führung seines Bruders, Colonel York, entdeckte auf dem verlassenen Anwesen der Benders im Mai 1873 mindestens 11 Leichen im Obstgarten. 1Die Familie war bereits geflohen und wurde trotz hoher Belohnungen nie gefasst. Ihr endgültiges Schicksal bleibt ein Rätsel.
Ungeklärte Serienmorde
Die öffentliche Wahrnehmung der Frauenmorde von Ciudad Juarez, startete 1993, als vermehrt Leichen junger Frauen in der Wüste um Ciudad Juárez gefunden wurden. Betroffen sind primär junge Frauen aus armen Verhältnissen, oft Arbeiterinnen in den Grenzfabrike. Viele Opfer wurden vor ihrem Tod entführt, sexuell misshandelt und gefoltert. Die Femizide in Juárez sind bis heute ungeklärt. Die Stadt ist ein Brennpunkt im Kampf zwischen Drogenkartellen, wobei Gewalt gegen Frauen oft als Machtinstrument eingesetzt wird. Es bestehen auch häufig Verbindungen zwischen Tätern, Polizei und Politik, die Ermittlungen behindern, wenn nicht gar unmöglich machen. Ciudad Juárez führt weiterhin die Statistiken über die meisten Frauenmorde in Mexiko an. Im Jahr 2023 wurden landesweit über 3.700 Frauen ermordet.
Der als Cleveland Torso Mörder (auch „Mad Butcher of Kingsbury Run“) bekannte Serienmörder tötete in den 1930er Jahren mindestens 12 Menschen in Cleveland, Ohio. Bis heute (Stand Januar 2026) ist der Fall offiziell ungeklärt. Die Opfer wurden meist enthauptet und oft bei lebendigem Leib zerstückelt. Die Präzision der Schnitte deutete auf medizinische oder anatomische Kenntnisse hin. Von den mindestens 12 offiziellen Opfern konnten damals nur zwei (Edward Andrassy und Florence Polillo) zweifelsfrei identifiziert werden. Als Haupttäter gilt ein Dr. Francis E. Sweeney. Der Chirurg scheiterte an einem frühen Lügendetektortest, den der damalige Sicherheitsdirektor Eliot Ness durchführte. Kurz nachdem Sweeney sich selbst in eine Nervenheilanstalt einweisen ließ, hörten die Morde auf. Ein weiterer Verdächtiger, Frank Dolezal wurde 1939 für den Mord an einem der Opfer verhaftet und gestand unter fragwürdigen Umständen, verstarb jedoch vor Prozessbeginn durch Suizid in seiner Zelle.
Die sogenannten Pärchenmorde von Florenz beziehen sich auf eine Serie von acht brutalen Doppelmorden, die zwischen 1968 und 1985 in der Provinz Florenz begangen wurden. Der unbekannte Täter oder die Tätergruppe wird in Italien als „Il Mostro di Firenze“ (Das Monster von Florenz) bezeichnet. Insgesamt wurden 16 Menschen (acht Paare) getötet. Bei den Opfern handelte es sich meist um Liebespaare, die sich in Autos in abgelegenen Gegenden zurückgezogen hatten. Der Täter verwendete bei allen Taten dieselbe Tatwaffe, eine Beretta Kaliber 22, die bis heute nicht gefunden wurde. Charakteristisch waren zudem extrem brutale Verstümmelungen der weiblichen Opfer mit einem Messer. Trotz jahrzehntelanger Ermittlungen gilt der Fall als ungelöst.
Die Paraquat-Morde bezeichnen eine Serie von wahllosen Giftmorden in Japan im Jahr 1985. Der unbekannte Täter deponierte mit dem hochgiftigen Herbizid Paraquat versetzte Getränkeflaschen in oder auf Verkaufsautomaten. Paraquat führt bei oraler Aufnahme zu qualvollen Verätzungen der Speiseröhre und einem oft tödlichen Lungenversagen. Mindestens 13 Menschen starben, und etwa 35 weitere erlitten schwere gesundheitliche Schäden.
Die als Servant Girl Murders bekannte Mordserie ereignete sich zwischen Dezember 1884 und Dezember 1885 in Austin, Texas. Insgesamt wurden acht Menschen (sieben Frauen und ein Mann) getötet. Zudem wurden mindestens sechs Frauen und zwei Männer schwer verletzt. Der Täter griff seine Opfer meist nachts im Schlaf an, oft mit Äxten, Messern oder Eisenstangen. Viele Opfer wurden nach draußen geschleift und dort verstümmelt. Ein markantes Merkmal war das Einführen scharfer Gegenstände in die Ohren der Opfer. Die ersten sechs Opfer waren Afroamerikanerinnen, die meist als Hausangestellte (Servant Girls) in wohlhabenden weißen Vierteln arbeiteten. Dann wurden auch weiße Frauen ermordet. Als Hauptverdächtiger gilt ein 19-jähriger afroamerikanischer Koch, der im Februar 1886 von der Polizei erschossen wurde, während er eine Frau angriff. Moderne Profiler halten ihn für den wahrscheinlichsten Täter, da er in der Nähe der Tatorte arbeitete und ihm ein Zeh am Fuß fehlte – passend zu Fußabdrücken an den Tatorten. Eine unbewiesene Theorie verweist auf Jack the Ripper. Aufgrund der zeitlichen Nähe (die Londoner Morde begannen 1888) und ähnlicher Verstümmelungen gab es zeitgenössische Spekulationen, der Täter sei nach London geflohen. Dann begannen dort die Morde, die Jack the Ripper zugeschrieben werden.
Im Jahr 2009 wurden die Überreste von 11 Frauen und einem ungeborenen Kind in Albuquerque, New Mexico entdeckt. Die Entdeckung wurden als West Mesa Morde bekannt. Der Mörder ist unbekannt. Die Opfer verschwanden zwischen 2001 und 2005. Ein Passant fand am 2. Februar 2009 den ersten menschlichen Knochen. Die meisten Opfer waren Hispanic und hatten Verbindungen zu Prostitution und Drogenabhängigkeit. Acht weitere Frauen gelten in diesem Zusammenhang noch immer als vermisst. Für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, ist weiterhin eine Belohnung von bis zu 100.000 US-Dollar ausgesetzt.
Der Zodiac-Killer ist das Pseudonym eines bis heute nicht offiziell identifizierten Serienmörders, der Ende der 1960er-Jahre in der San Francisco Bay Area mindestens fünf Menschen tötete und zwei weitere schwer verletzte.
Die schlimmsten deutschen Serienmörder
| Karl Denke | Karl Denke (1859–1924), auch bekannt als der „Kannibale von Münsterberg“, war einer der berüchtigtsten deutschen Serienmörder des frühen 20. Jahrhunderts. Zwischen 1903 und 1924 ermordete er in der schlesischen Stadt Münsterberg (heute Ziębice, Polen) nachweislich mindestens 31 Menschen, vor allem mittellose Wanderarbeiter und Obdachlose. Am 21. Dezember 1924 gelang dem Obdachlosen Vincenz Olivier die Flucht, nachdem Denke ihn mit einer Spitzhacke angegriffen hatte. Olivier alarmierte die Polizei, die Denke daraufhin festnahm. Noch in der Nacht seiner Verhaftung beging Karl Denke in seiner Gefängniszelle Suizid durch Erhängen, bevor er vor Gericht gestellt werden konnte. Bei der Durchsuchung seines Hauses fanden Ermittler gepökeltes Menschenfleisch in Fässern sowie Knochen, Haut und Zähne seiner Opfer. Er soll das Fleisch teilweise auf dem Breslauer Wochenmarkt als „Schweinefleisch“ verkauft haben. |
| Stephan Letter | Der „Todesengel von Sonthofen“ ist für die größte Tötungsserie in der Geschichte der Bundesrepublik verantwortlich. Der Krankenpfleger ermordete in den Jahren 2003/2004 mindestens 29 Patienten in einer bayrischen Klinik per Giftspritze. Die Polizei kam ihm wegen Medikamentendiebstählen auf die Schliche. |
| Fritz Haarmann | Der „Der Vampir von Hannover“, oder auch „Der Schlächter von Hannover“ ermordete vermutlich zwischen 1918 und 1924 mindestens 24 Jungen und junge Männer. Er ermordete sie beim Geschlechtsakt und erzählte nach seiner Festnahme: „bei dieser Gelegenheit habe ich dann meine Opfer in die Kehle gebissen und dann mit den Händen abgedrosselt“. Offenbar beging er die Morde aus sexuellen Motiven. Das volle Ausmaß seiner Taten offenbarte sich, als sich nach Absenken des Wasserstandes der Leine 300 menschliche Knochenteile im Flussbett fanden. Möglicherweise verspeiste er seine Opfer sogar zum Teil – sicher ist, dass er einen schwunghaften Handel mit billigem Fleisch betrieb. |
| Rudolf Pleil | Der „Der Totmacher“ hat mindestens 10, nach eigenen Angaben sogar 25 Morde begangen. Als einer der wenigen Serienmörder in dieser Liste hat er viele seiner Taten mit zwei Mittätern begangen. Pleil arbeitete 1946/47 als Grenzgänger im Harz und schleuste gegen Geld illegal Menschen von Ost nach West – zumeist Frauen. So fand er auch seine Opfer, die er meist vergewaltigte und erschlug, manchen schnitt er hinterher den Kopf ab. |
| Volker Eckert | war ein deutscher Fernfahrer, der mindestens neun Frauen ermordet hat, die meisten zwischen 2001 und 2006. Laut Polizei hat er vermutlich mindestens vier weitere auf dem Gewissen. Die meisten von ihm ermordeten Frauen waren Prostituierte, die er auf seinen Fahrten durch Europa unter anderem in Frankreich, Spanien und Italien auflas. Die meisten erwürgte er und verging sich an den Toten. Abgeschnittene Haarbüschel und Kleidungsstücke nahm er als Trophäen mit. |
| Peter Kürten | Der „Der Vampir von Düsseldorf“ tötete zur Zeit der Weimarer Republik mindestens neun Menschen, acht davon in einer Mordserie im Jahr 1928. Die meisten seiner Opfer erstach er mit einer Schere. Seinen Beinamen erlangte er aufgrund eines Vorfalls, bei dem Kürten im Düsseldorfer Hofgarten einen jungen Schwan tötete und dessen Blut trank. Laut Gerichtsakten trank er das Blut seiner Opfer nur in Ausnahmefällen. |
| Joachim Gero Kroll | Der „Menschenfresser von Duisburg“ war ein deutscher Serienmörder, Vergewaltiger, Kinderschänder und Kannibale. Er ermordete zwischen 1955 und 1976 bis zu 14 Menschen, darunter hauptsächlich Frauen und junge Mädchen. Viele seine Opfer verspeiste Kroll. Bei seiner Verhaftung 1976 fand man in seiner Kühltruhe einzeln verpackte menschliche Überreste. Auf dem Herd sollen zu diesem Zeitpunkt Arme und Hände eines kurz zuvor von ihm getöteten vierjährigen Mädchens in Salzwasser gekocht haben. |
| Paul Ogorzow | Der „Der S-Bahn-Mörder“ verübte eine Verbrechensserie aus acht Morden, sechs Mordversuchen und 32 Sexualverbrechen – ausnahmslos an Frauen. Die Morde verübte er zwischen dem 4. Oktober 1940 und dem 2. Juli 1941; fünf seiner Opfer warf der Angestellte der Reichsbahn aus der fahrenden S-Bahn. |
| Werner Pinzner | Der „St-Pauli-Killer“ war ein im Hamburger Rotlicht-Milieu aktiver Auftragsmörder, der mindestens sieben und bis zu zehn Menschen tötete – vor allem für einen Zuhälter namens „Wiener-Peter“. |
| Friedrich Schumann | Der „Massenmörder vom Falkenhagener See“ beging in einem Zeitraum von zwei Jahren zwischen 1918 und 1920 mehrere Vergewaltigungen, elf Mordversuche und sechs Morde. |
| Fritz Honka | ist einer der bekanntesten deutschen Serienmörder. Er tötete zwischen 1970 und 1975 mindestens vier Frauen. Er erdrosselte die Prostituierten in seiner Wohnung und zersägte sie hinterher. |
| Jürgen Bartsch | Der „Der Kindesmörder“ ermordete in den 1960er-Jahren vier Jungen zwischen 8 und 13 Jahren aus sexuellen und sadistischen Motiven. Der 1946 als Karl-Heinz Sadrozinski geborene Täter lockte seine Opfer in einen Luftschutzbunker in Velbert, zwang sie dort, sich zu entkleiden, nahm sexuelle Handlungen an ihnen vor, tötete sie dann und zerstückelte die Leichen. Einem fünften Opfer gelang die Flucht, da Bartsch es nicht sofort ermordete. Dadurch konnte er gefasst werden. |
| Carl Großmann | Die „Die Bestie vom Schlesischen Bahnhof“ gilt als der Serienmörder in Deutschland mit den meisten Opfern, der nicht verurteilt wurde. Nachgewiesen wurden ihm zweifelsfrei zwar nur drei Morde – einer, bei dem er erwischt wurde, und zwei, die er gestand. Zwischen 1918 und 1921 fand man jedoch 23 zerstückelte Frauenleichen im Bereich um den Schlesischen Bahnhof, dem heutigen Ostbahnhof. Morde, die vermutlich Großmann begangen hat. Außerdem wird er mit bis zu 100 Vermisstenfällen im Raum Berlin in Verbindung gebracht. Da er einen Wurststand am Bahnhof besaß, wurde stets spekuliert, dass er auch Teile seiner Opfer verarbeitet und verkauft haben könnte. Nachgewiesen wurde das nie. |
| Niels Högel | Niels Högel gilt als der folgenschwerste Serienmörder der deutschen Kriminalgeschichte der Nachkriegszeit. Der ehemalige Krankenpfleger ermordete zwischen 2000 und 2005 zahlreiche Patienten in den Kliniken Oldenburg und Delmenhorst, indem er ihnen Medikamente spritzte, die lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen oder einen Blutdruckabfall auslösten, um sie anschließend reanimieren zu können und sich als Retter zu profilieren. Insgesamt wurde Högel für 91 Morde (und weitere Versuche) rechtskräftig verurteilt. Das Gericht stellte die besondere Schwere der Schuld fest, was eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren nahezu ausschließt. Zudem wurde ein lebenslanges Berufsverbot verhängt |
Weitere berüchtigte Serienkiller:
| John Wayne Gacy | John Wayne Gacy war einer der berüchtigtsten Serienmörder der US-Geschichte, bekannt als der „Killer-Clown“. Er wurde 1980 für die Ermordung von mindestens 33 jungen Männern und Jugendlichen verurteilt. Er lockte seine Opfer oft mit dem Versprechen auf Arbeit in seine Wohnung. Dort fesselte er sie häufig unter dem Vorwand eines „Zaubertricks“ mit Handschellen, bevor er sie vergewaltigte, folterte und meist durch Erwürgen oder Ersticken tötete. Bei einer Hausdurchsuchung im Dezember 1978 entdeckten Ermittler 26 Leichen im Kriechkeller unter seinem Haus in Des Plaines. Drei weitere wurden auf seinem Grundstück gefunden und vier Leichen hatte er in den nahegelegenen Des Plaines River geworfen. Die meisten Opfer waren zwischen 14 und 21 Jahre alt. Gacy wurde 1980 zum Tode verurteilt. Nach 14 Jahren in der Todeszelle wurde er am 10. Mai 1994 im Stateville Correctional Center in Illinois durch die Giftspritze hingerichtet. |
| Andrej Chikatilo | Eine wahrhaft unglaubliche Mordserie ging im November 1990 in Russland mit der Verhaftung des «Metzgers von Rostow» zu Ende. Andrej Tschikatilo hatte 53 Menschen grausam umgebracht, nach eigenen Angaben waren es mindestens 56. Der zeitweise als Lehrer tätige Mann litt unter einer schweren Sehstörung, mangelndem Selbstbewusstsein und Impotenz; er tötete Mädchen, Jungen, Frauen – aber keine erwachsenen Männer. Da er glaubte, das Bild des Mörders bleibe auf der Netzhaut des Opfers zurück, stach er den Sterbenden oder Toten die Augen aus. Er schnitt oft Teile der Genitalien ab, die er dann ass, oder biss den Opfern die Brustwarzen ab. 1992 wurde er zu 86 Jahren Haft und dreifacher Todesstrafe verurteilt und 1994 hingerichtet. |
| Jeffrey Dahmer | Tracy Edwards sollte ein weiteres Opfer des «Monsters von Milwaukee» werden. Doch dem 32-Jährigen gelang es, seinen Peiniger niederzuschlagen und die Polizei zu holen. Was die Beamten in der Wohnung von Jeffrey L. Dahmer fanden, war unfassbar: Fotos von verstümmelten Leichen, abgetrennte Gliedmassen, gekochte und verweste Leichenreste, Schädel in der Kühltruhe, ein blaues Plastikfass mit Leichenteilen in Salzsäure. Dahmer hatte seine 17 Opfer seit 1978 umgebracht – meist schwarze oder jugendliche Männer. Er missbrauchte die Leichen, ass Körperteile und machte Fotos davon. Im Februar 1992 wurde er zu 15 Mal lebenslanger Haft – insgesamt 957 Jahre – verurteilt. Doch bereits nach zwei Jahren tötete ihn ein Mithäftling im Gefängnis. |
| Joseph Wacher | Der französische Serienmörder tötete mindestens elf Menschen, möglicherweise sogar 15. Seine Untaten brachten ihm – in Anlehnung an den berühmteren, aber nie gefassten Jack the Ripper – den Übernamen «der französische Ripper» ein. Nachdem er auf eine Frau geschossen hatte, die seinen Heiratsantrag ablehnte, versuchte er sich zu erschiessen. Danach verbrachte er einige Zeit in einer Irrenanstalt. Nach seiner Entlassung streifte er als Landstreicher durch Südfrankreich und beging Diebstähle – und Morde. Vacher starb am 31. Dezember 1898 unter der Guillotine. |
| Carl Panzram | Sein erstes Tötungsdelikt verübte er mit 14, als er in einem Jugendgefängnis einen Aufseher erschlug. Nach seiner Entlassung zog er als Einbrecher, Dieb und Brandstifter durch den nördlichen Mittelwesten. Immer wieder festgenommen, gelang ihm ebenso regelmässig die Flucht. Panzram wurde immer gewalttätiger; er hinterliess eine Blutspur in mehreren Bundestaaten und auch in Afrika, wohin er als Angestellter einer Ölfirma kam. Zurück in den Vereinigten Staaten landete er schliesslich 1929 im Bundesgefängnis Leavenworth in Kansas, in dem er eine 25-jährige Haftstrafe verbüssen sollte. Schon nach wenigen Monaten erschlug er aber in der Gefängniswäscherei einen Aufseher. Für diesen Mord wurde Panzram, der vermutlich mehr als 21 Menschen auf dem Gewissen hatte, am 5. September 1930 gehängt. |
| Aileen Wuornos | Ihr Vater, ein Kinderschänder, beging im Gefängnis Selbstmord, ihre Mutter kümmerte sich kaum um das Kind und schob es bald an die Grosseltern ab. Dort war es nicht viel besser: Ihr Grossvater missbrauchte sie, ihre Grossmutter war Alkoholikerin. Mit 14 wurde sie vergewaltigt und bekam ein Kind, das zur Adoption freigegeben wurde. Dann starb ihre Grossmutter und Aileen landete auf der Strasse. Alkoholsüchtig und den Drogen verfallen, fing Wuornos an, sich zu prostituieren. Ende November 1989 beging sie ihren ersten Mord. Schnell folgten weitere, die immer nach demselben Muster abliefen: Sie stieg zu Freiern ins Auto, erschoss sie später und nahm deren Wertsachen an sich. Vermutlich tötete sie insgesamt sieben Männer, bis sie Anfang 1991 verhaftet wurde. 2002 wurde sie mit der Giftspritze hingerichtet. |
Berühmte Verbrechen und Völkermorde in der Antike
| Shanidar war ein Neandertaler, der möglicherweise vor rund 50.000 Jahrenunter mysteriösen Umständen starb. Eine Rippenverletzung wurde wahrscheinlich durch ein Projektil, möglicherweise einen Wurfspeer, verursacht. Analysen der Rippenverletzung von Shanidar zeigen eine tiefe Kerbe, die auf einen Angriff hindeutet. Die Art der Verletzung passt zu einem Speerwurf, einer Technologie, die damals eher vom Homo sapiens genutzt wurde, während Neandertaler meist Stoßspeere verwendeten. Der Fund in der Shanidar-Höhle ist einer der ersten Belege für zwischenartliche Aggression zwischen Neandertalern und modernen Menschen. Die Shanidar-Neandertaler lebten vor ca. 40.000 bis 75.000 Jahren im heutigen Irak. |
| Ötzi, die ca. 5.300 Jahre alte Gletschermumie, die 1991 in den Ötztaler Alpen gefunden wurde, starb wahrscheinlich durch Mord. Ein Pfeil drang von hinten in die linke Schulter ein, verletzte ein Blutgefäß und verursachte einen massiven Blutverlust. Die im Körper gefundene Pfeilspitze unterscheidet sich von den beiden erhaltenen Pfeilspitzen aus Ötzis Köcher durch die gedrungenere Form, der Pfeil stammt also mit hoher Wahrscheinlichkeit von einem Verfolger. Des Weiteren weist Schädel im Bereich des rechten Augenrandes eine Fraktur der Schädelnaht zwischen Jochbein und Stirnbein, was ein Schädel-Hirn-Trauma verursacht hat und letztlich zum Tod führte. Es bleibt offen, ob das Schädeltrauma durch einen rückwärtigen Sturz infolge des Pfeilschusses erfolgte oder durch einen Schlag auf den Kopf. Einige Tage vor seinem Tod war Ötzi in einen Nahkampf verwickelt. Davon zeugen Schnittverletzungen am linken Arm und an den Händen sowie Kratzspuren auf dem gesamten Körper, besonders am Rücken. Der Pfeilschaft wurde, wahrscheinlich durch Fremdeinwirkung, wieder aus dem Rücken des Opfers entfernt. Das wertvolle Beil mit Kupferklinge wurde noch bei der Mumie gefunden, was einen Raubmord unwahrscheinlich macht. Ötzi könnte ein angesehener Mann gewesen sein, da Kupfer zu dieser Zeit sehr wertvoll war. Einige Archäologen sind der Ansicht bei dem Pfeilschuss auf Ötzi habe es sich um einen Ritualmord gehandelt. Dafür spreche die bewusste Deponierung seiner Ausrüstungsgegenstände. Der deutsche Hobbyalpinist Helmut Simon entdeckte zusammen mit seiner Frau Erika am 19. September 1991 die Gletschermumie Ötzi bei einer Wanderung in den Ötztaler Alpen, nahe der italienisch-österreichischen Grenze. Im Oktober 2004 verunglückte Helmut Simon tödlich bei einer Bergwanderung in den österreichischen Alpen, unweit des Ortes, an dem er Ötzi gefunden hatte. Sein Tod, sowie der von sechs weiteren Personen, die mit der Bergung oder Untersuchung Ötzis in Verbindung standen, führte zu Spekulationen über einen sogenannten „Fluch des Ötzi“, sozusagen als moderne Variante des Der Fluch der Pharaonen. |
| Eine Verschwörung gegen den makedonischen König Philipp II. gipfelte in seiner Ermordung 336 v. Chr. in Aigai durch seinen Leibwächter Pausanias. Pausanias fühlte sich von Attalos, einem engen Vertrauten und Schwager Philipps, tief beleidigt. Da Philipp den Vorfall nicht rächte, richtete sich der Zorn gegen den König. Eine andere Theorie spricht von einer politischen Intrige. Da Philipp II. kurz vor seinem geplanten Persienfeldzug stand, könnte das Mordmotiv die Benachteiligung Alexanders oder Eifersüchteleien der Königin Olympias gewesen sein. Nach dem Mord übernahm Alexander der Große schnell die Macht und sicherte sich den Thron. |
| Der Verrat des Cheruskerfürsten Arminius in der Varusschlacht (9 n. Chr.) war der entscheidende Wendepunkt, der drei römische Legionen unter Publius Quinctilius Varus vernichtete. Arminius kannte die römische Militärtaktik und nutzte dieses Wissen gegen sie. Durch eine Routenänderung führte Arminius die Legionen in ein morastiges, bewaldetes Gebiet (Kalkriese), wo die Römer ihre überlegene Formation nicht nutzen konnten. Trotz Warnungen, insbesondere durch den Cheruskerfürsten Segestes, vertraute Varus dem Arminius bis zum Schluss. Die Schlacht endete mit dem Tod von geschätzt 15.000 bis 20.000 Römern und dem Selbstmord des Varus. |
| Der Große Brand von Rom war eine verheerende Brandkatastrophe, die im Jahr 64 n. Chr. weite Teile der antiken Metropole zerstörte. Von den 14 Stadtbezirken Roms wurden drei völlig zerstört und sieben schwer beschädigt; nur vier blieben unversehrt. Das Feuer brach in der Nacht vom 18. auf den 19. Juli 64 n. Chr. aus und wütete etwa neun Tage lang. Ausbruchsort des Feuers waren Läden am Circus Maximus, in denen brennbare Waren gelagert wurden. Das Feuer konnte sich aufgrund der engen Gassen, der vielen Holzbauten und einer anhaltenden Trockenperiode extrem schnell ausbreiten. Antike Quellen bezichtigen wiederholt Kaiser Nero der Brandstiftung. Laut Tacitus und der späteren christlichen Überlieferung machte Kaiser Nero die christliche Gemeinde der Stadt für die Verwüstung verantwortlich und leitete damit die erste Christenverfolgung im Römischen Reich ein. Ausserdem nutzte er die freigewordenen Flächen für den Bau seines monumentalen Palastes, der Domus Aurea (Goldenes Haus). Andererseits erließ er aber auch neue Brandschutzvorschriften für den Wiederaufbau der Stadt, wie breitere Straßen und Steinbauweise. Es gibt unterschiedliche historische Darstellungen des Ereignisses. Nero war motiviert, die Stadt zu zerstören, um den Senat umgehen und Rom nach seinem Bild wiederaufbauen zu können. Er soll Männer ausgeschickt haben um die Stadt in Brand zu setzen. Moderne Historiker lehnen diese Version ab. Sie halten das Feuer für einen Unfall, der sich ereignete, als Nero sich in Antium aufhielt. |
| Caesars Gallischer Krieg (58–50 v. Chr.) forderte schätzungsweise über eine Million Todesopfer und Hunderttausende Versklavte. Schätzungen zufolge kam etwa ein Drittel der gallischen Bevölkerung um, eine weitere Million Menschen wurde in die Sklaverei verkauft. Nur 30.000 Römer sollen gefallen sein. Caesar führte eine Politik der verbrannten Erde, zerstörte Dörfer und Gehöfte und ging mit extremer Härte gegen Zivilisten vor. Ein Beispiel ist der Massenmord an den germanischen Stämmen der Usipeter und Tenkterer im Jahr 55 v. Chr. Die brutale Kriegsführung wird von vielen Historikern als ein von Rom legitimierter Völkermord eingestuft. |
| In der schwedischen Wehrburg Sandy borg auf der Insel Öland ereignete sich vor etwa 1.500 Jahren ein finsteres Massaker. Die Burg war eine ovale Ringwallanlage, in der im späten 5. Jahrhundert schätzungsweise 200 bis 250 Menschen lebten. In einer einzigen Nacht wurde die gesamte Bevölkerung von Angreifern überrascht und ohne Gegenwehr hingerichtet. Die Opfer wurden in ihren Häusern, an Feuerstellen oder auf den Straßen erschlagen. Die Toten wurden niemals bestattet. Ihre Skelette blieben über 1.500 Jahre genau dort liegen, wo sie gefallen waren. Obwohl die Angreifer extrem brutal vorgingen, ließen sie wertvolle Schätze wie goldene Fibeln, römische Münzen und Schmuck unberührt zurück. Dies deutet darauf hin, dass es sich um eine gezielte Vernichtung gehandelt hat. Das grausame Szenario fand in der Völkerwanderungszeit statt, kurz nach dem Zusammenbruch des Weströmischen Reiches. |
| Bei Ausgrabungen in Eisenberg (Thüringen) wurde das Skelett eines Mannes gefunden, der offensichtlich hingerichtet worden war – unter anderem durch einen Genickschuss mit einem Pfeil aus nächster Nähe. Die brutale Hinrichtung gescha in der Zeit der Völkerwanderung (ca. 4. Jahrhundert n. Chr.) |